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News, 10.08.2017
Geringere Erzeugung
Rückgang der deutschen Produktion
Die deutsche Wirtschaft hat im Juni erstmals in diesem Jahr ihre Produktion zurückgefahren. Sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe schalteten einen Gang zurück.
Im Baugewerbe ging die Produktion sogar den zweiten Monat in Folge zurück.
Im Baugewerbe ging die Produktion sogar den zweiten Monat in Folge zurück.

Die deutsche Produktion hat zum Ende des zweiten Quartals an Fahrt verloren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging der Produktion im Juni gegenüber Mai saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,1 Prozent zurück. Ökonomen hatten eigentlich mit einer weiteren Zunahme der Produktion um 0,2 Prozent gerechnet.  Einen Rückgang der Erzeugung meldete das Produzierende Gewerbe in Deutschland letztmals im Dezember vergangenen Jahres, als die Produktion auf Monatssicht um 2,0 Prozent zurückgegangen war. Seitdem hatte die Produktion in Deutschland Monat für Monat zugelegt.

Die stärksten Produktionseinschränkungen gab es in der Industrie. Hier fiel die Produktion in allen Segmenten geringer aus als im Mai. Vor allem die Investitionsgüterproduzenten drückten auf die Bremse. Hier verringerte sich Ausstoß im Juni insgesamt auf Monatssicht um 1,9 Prozent. Aber auch Konsum- und Vorleistungsgüter wurden weniger produziert als im Mai (- 1,2 bzw. – 0,7 %). Im Baugewerbe war es sogar der zweite Monat in Folge mit einem Produktionsrückgang. Nachdem die Bauerzeugung im Mai bereits um 1,3 Prozent auf Monatssicht zurückgegangen war, verringerte sich der Ausstoß im Juni weiter um 1,0 Prozent. Die Energieerzeugung legte dagegen den dritten Monat in Folge weiter zu (+ 1,4 %).

Produktion bleibt dennoch weiter deutlich aufwärtsgerichtet

Auf Quartalssicht nahm die deutsche Produktion dagegen weiter deutlich zu. Nachdem die Produktion im ersten Quartal bereits um 1,4 Prozent gestiegen war, stand im zweiten Quartal unter dem Strich sogar ein Produktionszuwachs um 1,8 Prozent. Die stärksten Impulse gingen dabei einmal mehr vom Baugewerbe aus. Hier erhöhte sich die Produktion im zweiten Quartal sogar um 2,7 Prozent. Auch die Industrieproduktion legte mit einem Zuwachs um 1,3 Prozent weiter deutlich zu.

„Im Produzierenden Gewerbe hat sich die Konjunktur im zweiten Quartal des Jahres weiter belebt“, konstatierte das Ministerium. Dass die Industrie im Juni erstmals in diesem Jahr ihre Produktion zurückfuhr, wertet das Ministerium eher als eine kleine Atempause denn als Wende: „Die Auftragseingänge sowie die Indikatoren für das Geschäftsklima deuten darauf hin, dass die aufwärtsgerichtete Tendenz bei der industriellen Erzeugung weiter anhält.“
cs/BMWi


cs/BMWi

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