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News, 14.08.2015
Erheblich weniger Firmenpleiten
Rückgang der Unternehmensinsolvenzen beschleunigt sich wieder
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Mai weit unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Bei den Verbraucherinsolvenzen fiel die Rückgang binnen Jahresfrist sogar noch stärker aus.
Am stärksten von Unternehmensinsolvenzen betroffene Branche war auch im Mai der Handel.
Am stärksten von Unternehmensinsolvenzen betroffene Branche war auch im Mai der Handel.
Die Lage an der Insolvenzfront hat sich im Mai in Deutschland sowohl bei Unternehmen als bei Verbrauchern weiter entspannt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, meldeten im Mai in Deutschland 1.761 Unternehmen Insolvenz an. Das waren 8,9 Prozent weniger als im Mai 2014 und 14,8 Prozent weniger als im April. Damit hat sich der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen nach dem Anstieg im März in Deutschland beschleunigt. Im April war die Zahl der Firmenpleiten binnen Jahresfrist um 4,7 Prozent zurückgegangen.  Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag mit 1.252 Insolvenzanträgen privater Schuldner 13,2 Prozent unter dem Niveau von Mai 2014. Auf Monatssicht verringerte sich die Zahl der Insolvenzen von Verbrauchern um 6,5 Prozent (April: 6.603 Verbraucherinsolvenzen). Hinzu kamen weitere 1.649 Insolvenzen ehemals selbstständig tätiger Personen (- 0,7 % im Jahresvergleich), 48 Insolvenzen natürlicher Personen als Gesellschafter (- 18,6 %) sowie 228 Nachlässe und Gesamtgut (- 13,3 %).

Erheblich weniger Unternehmensinsolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe

Die höchste Zahl von Unternehmensinsolvenzen wurde auch im Mai im Handel (inkl. Instandhaltung und Reparatur von Kfz) registriert. Hier meldeten 330 Unternehmen bei den Amtsgerichten Insolvenz an. Das waren 84 Unternehmensinsolvenzen weniger als im April und ist auf Monatssicht ein Rückgang um 14,1 Prozent. An zweiter Stelle folgte das Baugewerbe mit 318 Unternehmensinsolvenzen (- 12,6 %; April: 364 Insolvenzverfahren). Dahinter folgten freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleister (201 Insolvenzen; - 23,0 gegenüber April), das Gastgewerbe (172 neue Insolvenzverfahren; - 5,5 %) und sonstige wirtschaftliche Dienstleister (154 Insolvenzen: - 13,5%). Im Verarbeitenden Gewerbe verringerte sich die Zahl der registrierten Unternehmensinsolvenzen mit 134 neuen Insolvenzanträgen gegenüber April sogar um 25,6 Prozent.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich im Mai nach Schätzung der Gerichte auf insgesamt knapp 0,8 Milliarden Euro. Das waren rund 2,7 Milliarden Euro weniger als im Mai 2015.

cs/Destatis

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