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News, 21.10.2014
Erzeugerpreisindex September
Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland beschleunigt sich
Die Erzeugerpreise sind in Deutschland im September abermals im Durchschnitt unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Preisrückgänge verzeichneten vor allem Bezieher von Energie, aber auch von Vorleistungsgütern und von Nahrungsmitteln.
Schweinefleisch war im September auf Erzeugerebene im Durchschnitt 8,6 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
Schweinefleisch war im September auf Erzeugerebene im Durchschnitt 8,6 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

Die Talfahrt der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte hat sich im September fortgesetzt und sogar beschleunigt. Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge waren Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene in Deutschland im September durchschnittlich 1,0 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Das war der 14. Monat in Folge, in dem das Preisniveau gewerblicher Produkte insgesamt nach unten zeigte. Im Vormonat hatten sich gewerbliche Produkte auf Herstellerebene im Schnitt im Jahresvergleich um 0,8 Prozent verbilligt. Gegenüber August blieben die Erzeugerpreise im September insgesamt konstant.

Energie weiter deutlich günstiger

Grund für das abermals insgesamt auf Herstellerebene rückläufige Preisniveau gewerblicher Produkte war auch im September vor allem die anhaltend abwärts gerichtete Preisentwicklung bei Energieprodukten. So lagen die Erzeugerpreise für Energie im September trotz geringfügigem Anstieg gegenüber August (+ 0,1 %) im Durchschnitt 3,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die stärksten Preisrückgänge im Energiebereich gab es bei Erdgas (Inlandsförderung: - 21,4 %; Verteilung: - 5,1 %). Mineralerzeugnisse verbilligten sich im Jahresvergleich im  Schnitt um 5,1 Prozent. Vor allem Flüssiggas war deutlich günstiger als noch ein Jahr zuvor (- 10,1 %). Gleiches galt für leichtes Heizöl (- 8,8 %) und Dieselkraftstoff (- 6,2 %). Motorenbenzin verbilligte sich im Jahresvergleich immerhin um 3,1 Prozent. Beim Strompreis zeigte sich dagegen eine uneinheitliche Entwicklung: Während Weiterverteiler Strom im Durchschnitt 9,5 Prozent günstiger bezogen als im September 2013, mussten Privathaushalte und sogenannte Sondervertragskunden (hierunter fallen insbesondere Gewerbekunden) im Durchschnitt 0,9 bzw. 1,2 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.

Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise im Durchschnitt sogar etwas höher als im Vorjahresmonat, wenn auch nur geringfügig um 0,1 Prozent.

Gebrauchsgüter mit stärkstem Preisauftrieb

Günstiger als im Vorjahresmonat waren im September wie bereits in den Monaten zuvor auch Vorleistungsgüter, also Güter, die Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Hier unterschritten die Erzeugerpreise das Niveau des Vorjahresmonats im Schnitt um 0,3 Prozent. Gegenüber August blieb das Preisniveau dagegen insgesamt konstant (+/- 0,0 %). Kräftige Preisrückgänge gab es hier vor allem bei Getreidemehl, das sich auf Jahressicht um 14,9 Prozent verbilligte. Auch Futtermittel für Nutztiere kosteten erheblich weniger. Sie verbilligten sich im Jahresvergleich um 7,7 Prozent. Die Preise für Metalle lagen ebenfalls im Durchschnitt unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wenn auch nur leicht um 0,2 Prozent. Im August hatten die Preise hier das Vorjahresniveau noch 0,7 Prozent unterschritten.

Investitionsgüter kosteten dagegen durchschnittlich 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mehr zahlen mussten vor allem Bezieher von Maschinenbau-Erzeugnissen (+ 1,0 %). Elektrische Ausrüstungen waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat, allerdings lediglich geringfügig um 0,6 Prozent (darunter Elektronmotoren: + 0,5 %). Auch Metallerzeugnisse waren insgesamt etwas teurer (+ 0,3 %), wobei sich hier vor allem Preisanstiege bei Metallbehältern (+ 1,8 %), Heizkörpern (+ 2,2 %) sowie bei Dampfkesseln und Kernreaktor-Ausstattungen (+ 2,3 %) bemerkbar machen. IT-Produkte sowie elektronische und optische Erzeugnisse waren dagegen durchschnittlich 0,9 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Deutliche Preisrückgänge gab es hier zum Beispiel bei IT-Systemen (- 9,9 %), stationären Datenverarbeitungsgeräten (- 7,5 %) und mobilen Computern wie Notebooks und Tablets (- 3,9 %), aber auch bei elektronischen Bauelementen (- 3,3 %).

Die höchste Jahresteuerungsrate wies der Index für Gebrauchsgüter aus, der im September um 1,3 Prozent höher lag als im September 2013. Teurer waren unter anderem Leder und Lederwaren (+ 2,2 %) sowie Bekleidung (ohne Lederwaren: + 1,3 %). Die Erzeugerpreise für Verbrauchsgüter blieben dagegen insgesamt auf Jahressicht konstant. Nahrungsmittel waren sogar durchschnittlich 0,3 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

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