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Pressemitteilung

Die Rente mit 70 macht Gesundheitsprävention und -vorsorge zum Thema Nr. 1

Die niederbayerische Xundland®-Akademie präsentiert die bei den Branchen-Experten der dostal & partner management-beratung gmbh, Vilsbiburg, in Auftrag gegebene Studie zum Thema Produktivitätsfaktor Gesundheit.
(PM) Vilsbiburg, 12.01.2015 - Nach den zum Jahreswechsel 2014/2015 diskutierten Zahlen bräuchte Deutschland alleine 32 Millionen Migranten - unabhängig davon ob diese ein „Verlustgeschäft“ sind oder nicht - um den absehbaren Zusammenbruch der Rentenkassen in den nächsten 20 Jahren zu verhindern. Der bisherige Glaube, dass nur durch eine zunehmende Migration der Erhalt der sozialen Sicherungssysteme gewährleistet werden kann, ist ein Irrglaube. Eine Rente mit 70 ist zwingend der richtige Weg. Damit rückt der Produktivitätsfaktor Gesundheit unweigerlich in den Fokus.

Der Spielraum für staatliche Interventionen in Richtung Prävention und Gesundheitsförderung ist jedoch extrem eng, insbesondere verpufft die Masse der bisherigen Pilotprojekte. Alle Anbieter in der Gesundheitswirtschaft müssen sich daher mehr als bisher auf eine eigenaktive Markterschließung besinnen. Das heutige Gesamtvolumen des Zweiten Gesundheitsmarktes von weit über 100 Mrd. Euro ist hierfür eine gute Ausgangsbasis. Die als Kernzielgruppe identifizierten 23 - 33 Millionen Verbraucher, die affin gegenüber einem Gesundheitsvorsorge- bzw. Präventionsverhalten sind, müssen als „Speerspitze“ einer quasi trophischen Kaskade intensiver als bisher erschlossen werden.

„Die Politik ist gefordert gleiche Rahmenbedingungen für alle Gesundheitsanbieter zu schaffen. Die aufgrund der jahrzehntelangen nahezu ausschließlichen Beachtung des Gesundheitswesens entstandenen SGB-Gesetzlichkeiten sind zur Hebung des Produktivitätsfaktors Gesundheit auf ihre ausschließende Wirkung gegenüber dem Zweiten Gesundheitsmarkt zu überprüfen und die Vertreter des Zweiten Gesundheitsmarktes gleichwertig einzubeziehen“, so Gabriele Dostal, von der Geschäftsführung der Xundland®-Akademie.

Bei der hierzu 2014 durchgeführten bundesweiten Online-Umfrage nahmen 517 hochrangige Entscheider aus über 20 Bereichen des Ersten und des Zweiten Gesundheitsmarktes teil. Die Teilnehmer an der Umfrage repräsentieren in hohem Maße die Struktur der gesamten Gesundheitswirtschaft. Ihre Einschätzungen und Erfahrungen tragen den Charakter einer Schwarmintelligenz.

Der unterschiedliche Entwicklungsstand der Märkte Individualprävention und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) / Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird durch den sich jeweiligen Grad des Engagements der Anbieter deutlich: Über 60 Prozent der befragten Anbieter bezeichnen das Thema Individualprävention als ihr Hauptgeschäftsfeld / wichtigen Teil ihrer Angebotspalette. Im Bereich BGF/BGM sind es dagegen nur knappe 32 Prozent. Da sich zum Thema BGF/BGM allerdings jeder vierte Akteur gerade in der Diskussions-, Planungs- oder Umsetzungsphase befindet, ist hier relativ kurzfristig mit einer deutlicheren Zunahme der Marktdynamik zu rechnen. Zum Vergleich: Bei der Individualprävention liegt dieser Anteil nur bei etwa 16 Prozent.

Das im Rahmen des geplanten Präventionsgesetzes leicht anziehende Geschäft kann für „Mitnahmen“ für große Teile der Gesundheitswirtschaft genutzt werden. Das damit realisierbare zusätzliche Gesamtvolumen für die potentiell 100.000 Anbieter dürfte zwischen 300 - 400 Mio. Euro jährlich liegen und ist letztendlich nur eine Petitesse. Auch fehlen die Rente mit 67 bzw. 70 Jahren unterstützende Kriterien wie z.B. die Bedingung, dass nur solche Unternehmen bei entsprechenden BGF-/BGM-Programmen gefördert werden, die einen Mindestanteil der über 60jährigen Beschäftigten von über zehn Prozent haben.

Mehr als bisher müssen zudem die über 3,5 Millionen Familienunternehmen (gut 95 Prozent aller Unternehmen) mit etwa 30 Millionen Beschäftigten in den Fokus rücken. Durch den SGB-Rahmen werden heute bei BGF-/BGM-Maßnahmen fast ausschließlich Großunternehmen unterstützt, die ihrerseits regelmäßig von Frühverrentungen Gebrauch machen und damit eine volkswirtschaftlich notwendige Rente mit 67 bzw. 70 Jahren konterkarieren. Gesetzgeber, Kassen und neu zu entwickelnde Netzwerke / Kooperationen müssen sich hier an den Bedarfen der kleineren Unternehmen orientieren.

Das Heben des Produktivitätsfaktors Gesundheit wird nur aus einer Win-Win-Situation heraus gelingen. D.h. das volkswirtschaftliche Globalziel und die wirtschaftlichen und unternehmerischen Ziele der jeweiligen Gesundheitsanbieter vom Ein-Mann-Betrieb (Praxis) bis hin zu Gesundheitskonzernen mit 45.000 Mitarbeitern im stationären Bereich müssen zueinander passen um sich volumenmäßig nach oben zu bewegen. Letztendlich wird ohne steigenden Gesamtumsatz der Marktteilnehmer das Heben des Produktivitätsfaktors Gesundheit scheitern. In dieser Umsatzerhöhung liegen das Potential und die Marktchance aller Akteure aus der Gesundheitswirtschaft.

Näheres zu der Studie „Produktivitätsfaktor Gesundheit: Märkte, Trends und Potentiale für Prävention, individuelle und betriebliche Gesundheitsförderung. Marktspezifika und Ergebnisse einer Online-Umfrage in der zunehmend vernetzt agierenden Gesundheitswirtschaft in Deutschland“ ist unter publikationen@dostal-partner.de zu erfahren.
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