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News, 27.05.2014
Rekord-Zuwanderung
Zahl der Zuwanderer nach Deutschland auf 20-Jahreshoch
Im Jahr 2013 sind so viele Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zugezogen wie seit 20 Jahren nicht. Vor allem aus Italien erhöhte sich die Zahl der Zuwanderer massiv.
Mehr als die Hälfte der Zuwanderer im Jahr 2013 kamen aus Ländern der Europäischen Union (EU).
Mehr als die Hälfte der Zuwanderer im Jahr 2013 kamen aus Ländern der Europäischen Union (EU).

Deutschland wird als Wirtschaftsmotor in Europa für Zuwanderer immer attraktiver. Vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge zogen im Jahr 2013 insgesamt rund 1.226.000 Menschen nach Deutschland zu. Das waren 146.000 Personen beziehungsweise 13 Prozent mehr als im Jahr 2012 und so viele Zuwanderer wie seit 1993 nicht mehr. Demgegenüber standen 789.000 Personen, die aus Deutschland auswanderten, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 11 Prozent entspricht. Damit ergab sich unter dem Strich ein sogenannter Wanderungsüberschuss – Saldo aus Zu- und Fortzügen – von 437.000 Personen. Auch dieser Wert markiert ein 20-Jahreshoch.

Deutlich mehr Deutsche ausgewandert als im Vorjahr


Verantwortlich für den starken Anstieg der Zahl an Zuwanderern war in erster Linie eine erheblich stärkere Zuwanderung ausländischer Personen. Sie machten mit einem Zuwachs um 142.000 beziehungsweise 15 Prozent auf 1.108.000 Personen rund 90 Prozent der Zuwanderer aus. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen – hierunter fallen Spätaussiedler und aus dem Ausland zurückgekehrte Deutsche – blieb dagegen mit rund 118.000 Personen gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Von den aus Deutschland abgewanderten Personen waren rund 82,3 Prozent (649.000 Personen) ausländischer Herkunft. Das waren 70.000 Personen beziehungsweise 12 Prozent mehr als im Jahr davor. Weitere 140.000 Abwanderer waren deutscher Nationalität. Ihre Zahl erhöhte sich um 7.000 beziehungsweise 5,3 Prozent. Damit ergab sich in der Bilanz bei ausländischen Personen ein Wanderungsüberschuss von insgesamt rund 459.000 Personen. Das ist gegenüber 2012 ein Plus von 72.000 Personen beziehungsweise 18,6 Prozent. Demgegenüber stand ein Wanderverlust von Bürger deutscher Nationalität von 22.000 Personen. Hier erhöhte sich der Negativ-Saldo aus Zu- und Fortzügen binnen einem Jahr um 22,2 Prozent.

Knapp 60 Prozent der Zuwanderer aus EU-Raum

Die meisten ausländischer Zuwanderer kamen mit insgesamt rund 727.000 Personen und einem Wanderungsüberschuss von 304.000 Personen aus Ländern der Europäischen Union (EU). Auf sie entfiel ein Zuwandereranteil von 59,3 Prozent. Besonders aus den Krisenländern Italien und Spanien zog es erheblich mehr Personen nach Deutschland als im Jahr zuvor. So erhöhte sich der Wanderungsüberschuss aus Italien um 52 Prozent (+ 32.000 Personen) und der aus Spanien mit einem Plus von 22.000 Personen um 19 Prozent. Aus den Ländern Osteuropas nahm der Wanderungsüberschuss vor allem aus dem der EU am 1. Juli 2013 beigetretenen Kroatien zu. Hier erhöhte sich der Saldo aus Zu- und Fortzügen binnen eines Jahres von 1 000 auf 13.000 Personen. Auch aus Rumänien zogen deutlich mehr Personen zu (50.000 Personen, + 10 %). Die Wanderungsüberschüsse aus Bulgarien und  Griechenland verringerten sich dagegen deutlich. Sie gingen mit 22.000 beziehungsweise 20.000 Personen um 13 beziehungsweise neun Prozent zurück. Auch bei Ungarn verringerte sich der Saldo mit 24.000 Personen deutlich (- 7 %).  Die meisten ausländischen Zuwanderer kommen weiterhin aus Polen, von wo 2013 rund 189.000 Zuzüge erfolgten (Wanderungsüberschuss: 72.000 Personen).

Starker Zuwachs auch aus Afrilka und der russischen Föderation

Auch aus den sonstigen Ländern in Europa nahmen die Zuzüge mit einem Wanderungsüberschuss von 44.000 Personen beziehungsweise einem Plus von 48 Prozent erheblich zu. Grund hierfür war vor allem ein starker Zuwachs der Zuwanderer aus der russischen Föderation, von wo mit 18.000 Personen rund doppelt so viele nach Deutschland zuzogen als im Jahr 2012.

Noch stärker erhöhte sich jedoch die Zuwanderung aus Afrika. Von hier aus wanderten 2013 mehr als doppelt so viele Personen (+ 125 %) nach Deutschland ein wie im Jahr davor, was unter dem Strich einen Wanderüberschuss von 30.000 Personen bedeutete. Erhebliche Zuwächse wurden hier nach Auskunft der Statistikbehörde vor allem aus Ägypten (4.000 Personen;  + 180 %), Libyen (3.000 Personen; + 173 %) und Somalia (4.000 Personen; + 395 %) registriert.

Die Zuwanderung aus Asien erhöhte sich um 26 Prozent auf einen Überschuss von 71.000 Personen. Die stärkste Zunahme unter den Ländern Asiens wies Syrien aus, von wo aus sich die Zuwanderung mit 17.000 Personen binnen eines Jahres mehr als verdoppelte. Auch aus Australien und Ozeanien nahm die Zuwanderung 2013 um 26 Prozent (Überschuss: + 1.000 Personen), während der Wanderungsüberschuss gegenüber Amerika im Jahresvergleich zurückging (10.000 Personen; – 7 %).

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