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News, 07.12.2017
Arbeitsmarkt
Rekord-Beschäftigung treibt Arbeitsvolumen auf 25-Jahreshoch
In Deutschland wurden im dritten Quartal so viele Arbeitsstunden geleistet wie seit über 25 Jahren nicht. Grund ist der Beschäftigungsboom.
Berufsberatung in einer Arbeitsagentur: Die Jobaussichten auch für ältere Stellensuchende sind so gut wie nie (Bild: Bundesagentur für Arbeit)
Berufsberatung in einer Arbeitsagentur: Die Jobaussichten auch für ältere Stellensuchende sind so gut wie nie (Bild: Bundesagentur für Arbeit)
Im dritten Quartal 2017 summierte sich die Zahl der Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen in Deutschland auf insgesamt rund 15,36 Milliarden Stunden. Das waren 1,3 Prozent mehr Stunden als im entsprechenden Vorjahresquartal und zugleich so viele Arbeitsstunden wie zuletzt im ersten Quartal 1992. Damals hatte das Arbeitsvolumen, also die Summe aller von den Erwerbstätigen in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden, 15,38 Milliarden Stunden betragen. Das geht aus einer Auswertung von Daten zur Arbeitszeitentwicklung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Grund für den Anstieg des Arbeitsvolumens auf den höchsten Stand seit mehr als 25 Jahren ist die Rekord-Erwerbstätigkeit. So legte die Zahl der Erwerbstätigen (Arbeitnehmer, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige) im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal  um weitere 1,5 Prozent auf 44,5 Millionen zu. „Der Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen beruht auf der stark steigenden Zahl von Beschäftigten“, so Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Die durchschnittlich vereinbarte Wochenarbeitszeit blieb jedoch nahezu konstant. Sie lag im dritten Quartal mit insgesamt rund 30 Stunden je Erwerbstätigem lediglich 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dabei  kamen Vollzeitbeschäftigte im Schnitt auf 38 Arbeitsstunden und Teilzeitbeschäftigte auf rund 17 Arbeitsstunden in der Woche. Damit arbeiteten in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmer im dritten Quartal etwa genauso viel wie im Vergleichszeitraum 2016, Teilzeitbeschäftigte dagegen ein Prozent mehr als im Vorjahresquartal. „Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellen zugenommen hat und die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten gesunken ist“, so Weber.

Im Durchschnitt arbeitete jeder Erwerbstätige in Deutschland im dritten Quartal dieses Jahres 345,1 Stunden. Damit lag die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigem etwas unter dem Niveau des dritten Quartals 2016 (- 0,3 %). „Allerdings stand im dritten Quartal 2017 mit 64,8 potenziellen Arbeitstagen ein Tag weniger zur Verfügung als im dritten Quartal 2016. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2017 blieb die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem saison- und kalenderbereinigt praktisch gleich“, so das IAB. Die Zahl der bezahlten und unbezahlten Überstunden lag mit 5,3 bzw. 5,7 Überstunden pro Quartal sogar exakt auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

cs/IAB
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