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News, 02.01.2013
Arbeitnehmer haben mehr im Portemonnaie
Reallöhne in Deutschland erneut gestiegen
Die Bruttolöhne und -gehälter deutscher Arbeitnehmer sind im dritten Quartal 2012 das zweite Quartal in Folge deutlich stärker gestiegen als die Verbraucherpreise.
Schlusslicht bei den Verdiensten ist das Gastgewerbe. Hier verdienten Beschäftigte im Schnitt rund 64 Prozent weniger als Angestellte in der Finanzwirtschaft.
Schlusslicht bei den Verdiensten ist das Gastgewerbe. Hier verdienten Beschäftigte im Schnitt rund 64 Prozent weniger als Angestellte in der Finanzwirtschaft.
Der Aufwärtstrend bei den Reallöhnen in Deutschland setzt sich fort. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verdienten Arbeitnehmer in Deutschland im dritten Quartal 2012 im Durchschnitt inflationsbereinigt 1,0 Prozent mehr als im dritten Quartal 2011. Demnach stiegen Bruttolöhne- und gehälter in diesem Zeitraum um durchschnittlich 3,0 Prozent, die Verbraucherpreise dagegen im Durchschnitt lediglich um 1,9 Prozent. Das war seit Anfang 2010 das elfte Quartal in Folge, in dem die Löhne und Gehälter deutscher Arbeitnehmer real nicht mehr gesunken sind. Dabei wiesen neun Quartale binnen Jahresfrist Reallohnsteigerungen auf, in zwei Quartalen blieb das Lohnniveau auf Jahressicht real konstant. Im zweiten Quartal 2012 waren die Durchschnittsverdienste in Deutschland real um 0,6 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Der Erhebung nach verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland im dritten Quartal 2012 im Durchschnitt 3.404 Euro brutto im Monat (ohne Sonderzahlungen). Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten Beschäftigte von Banken und Versicherungen (4.495 Euro), Angestellte von Unternehmen aus der Energieversorgung (4.494 Euro) sowie Beschäftigte im Sektor Informations- und Kommunikation (4.395 Euro). Der niedrigsten monatlichen Bruttoverdienste erzielten Beschäftigte im Gastgewerbe (1.987 Euro).

Reallöhne seit 2007 unterschiedlich stark gestiegen

Während sich die Nominal- und Reallohnindizes bis zur Veröffentlichung der ersten beiden Berichtsquartale 2012 ausschließlich auf Vollzeitbeschäftigte in Deutschland bezogen, sind in den neuen Indizes nun auch die Bruttoverdienste der in Teilzeit und geringfügig Beschäftigten erfasst. Dem Statistikamt zufolge stünden dabei für den Nominallohnindex mittlerweile Daten ab 2007 zur Verfügung. Danach sind die Löhne und Gehälter von 2007 bis 2011 in Deutschland unterschiedlich stark gestiegen. Die stärksten Bruttolohnzuwächse erzielten der Erhebung nach in diesem Zeitraum Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte mit einem nominalen Plus von 9,3 bzw. 10,3 Prozent. Da sich die Verbraucherpreise von 2007 bis 2011 im Durchschnitt lediglich um 6,6 Prozent erhöhten, stieg das Lohnniveau in diesen Beschäftigtengruppen in diesem Zeitraum auch real. Anders bei den geringfügig Beschäftigten: Hier stiegen die Bruttoverdienste zwischen 2007 und  2011 im Durchschnitt lediglich um 6,0 Prozent. Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer hatten damit 2011 im Durchschnitt 0,6 Prozent weniger Geld zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten zur Verfügung als 2007.
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