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News, 11.10.2012
DGQ-Studie
Qualitätsmanagement in deutschen Chefetagen meist nur Nebenthema
Dem Faktor Qualität kommt mehr denn je in Unternehmen erfolgsentscheidende Bedeutung zu, sowohl als Differenzierungsmerkmal gegenüber Konkurrenten als auch Treiber der Rentabilität. Dennoch geht die Steuerung des Qualitätsmanagements (QM) in deutschen Unternehmen nur selten von der Unternehmensführung aus, ergab jetzt eine Studie.

Qualitätsmanagement (QM) nimmt in den meisten Chefetagen deutscher Unternehmen, abseits der strategischen Bedeutung, nur eine Nebenrolle ein. Lediglich in jedem siebten Unternehmen ist die Leitung des QM-Bereichs direkt auf der Ebene der Unternehmensführung angesiedelt. Das geht aus dem Weiterbildungs-Barometer 2012 der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) hervor, in dessen Rahmen das Marktforschungsinstitut forsa 500 Personalverantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern zum Thema Qualitätsmanagement befragt hat. Danach hat zwar rund die Hälfte aller Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten und von den kleinen und mittelgroßen Firmen immerhin noch rund ein Drittel eine eigene QM-Abteilung. Allerdings ist der QM-Bereich meist bei der zweiten, dritten oder vierten Führungsgarde aufgehängt: In 54 Prozent der Firmen trägt die die Verantwortung für dieses Thema eine Führungskraft der zweiten Führungsebene, bei einem Drittel ist der QM-Verantwortliche sogar aus tieferen Führungsebenen. Lediglich in 16 Prozent der Firmen findet sich die Schaltzentrale der QM-Aktivitäten in der Unternehmensleitung selbst.Jedes fünfte Unternehmen betreibt sogar bislang noch überhaupt kein Qualitätsmanagement. „Das Ergebnis überrascht, denn Qualitätsmanagement ist ein grundlegender Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen“, kommentierte DGQ -Geschäftsführer Dr. Wolfgang Kaerkes.

Budgets für Weiterbildung im QM-Bereich vergleichsweise gering

Obschon das Thema Qualitätsmanagement von den befragten Personalverantwortlichen fast durchweg als bedeutsam eingestuft wird, fallen die Etats für Weiterbildung in diesem Feld der DGQ zufolge meist unterdurchschnittlich aus. So lägen die QM-Budgets in Sachen Weiterbildung im Durchschnitt jährlich nur bei etwa 20.000 Euro. „Das ist überraschend“, so Claudia Welker, Geschäftsführerin der DGQ Weiterbildung GmbH. „Qualitätsmanagement belegt nicht nur Platz zwei der Top-Themen im Schulungsbereich, sondern wird auch von 93 Prozent der befragten Personalverantwortlichen für relevant erachtet“.

Grund für die Zurückhaltung bei Weiterbildungsmaßnahmen im QM-Bereich ist unter anderem, dass viele Personalentscheider nur bedingt vom Nutzen solcher Weiterbildungsangebote überzeugt sind. So nannten auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen ihr Unternehmen mehr in QM-Qualifizierungsmaßnahmen investieren würde, fast zwei Drittel der Entscheider (62%), dass deren positiven Effekte besser nachgewiesen werden müssten. Ein weiterer Grund, die QM-Etats für Weiterbildung aufzustocken, wäre für 58 Prozent, wenn sich dadurch die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber erhöhen ließe.

Des Weiteren ergab die Studie: Bei der Auswahl von QM-Bildungsangeboten spielt der Preis nur eine untergeordnete Rolle. Was für die Unternehmen zählt, ist eine gute Erfahrung mit dem Bildungsanbieter und, dass dieser einen guten Ruf genießt. „Die Ergebnisse aus dem DGQ Weiterbildungs-Barometer zeigen, dass den Personalverantwortlichen eine staatliche Akkreditierung der Zertifizierungsstelle bekannt und wichtig sind“, sagt Thomas Votsmeier, Leiter der DGQ-Personenzertifizierung.

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