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Pressemitteilung

Qualifizierte Schulleiter werden zur Mangelware

Viele Stellen bleiben zum neuen Schuljahr unbesetzt – Wolters Kluwer stellt Portal SchulVerwaltung.de vor
(PM) Kronach, 18.09.2014 - Das neue Schuljahr beginnt und wieder bleiben viele Stellen in den Schulleitungen unbesetzt. Die Zahl der Vakanzen liegt je nach Region und Schulform bei bis zu elf Prozent. „Wenn Führungspositionen in Schulen unbesetzt bleiben, wirkt sich das negativ auf die Qualität der Bildung und damit auch auf die Zukunftschancen unserer Kinder aus", sagt Michael Gloss, Geschäftsführer der Wolters Kluwer Deutschland GmbH. Der Kölner Verlag ist einer der führenden deutschen Wissens- und Informationsdienstleister in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern und engagiert sich auch stark in schulischen Themen. Unter anderem veranstaltet Wolters Kluwer den Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) und ist verantwortlich für das neue Internet-Portal schulverwaltung.de.

„Gerade in Grundschulen ist der Mangel an Schulleitern besonders groß", weiß Michael Gloss. Allein in Nordrhein-Westfalen haben fast 330 der etwa 2900 Grundschulen keinen eigenen Schulleiter, in Berlin sind es 30, in Sachsen 44 und in Niedersachsen über 130. Dabei gibt es ein klares Gefälle zwischen Stadt und Land. Besonders in den ländlichen Räumen, etwa im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern, gebe es ernste Probleme, betonte dieser Tage eine Vertreterin der Lehrergewerkschaft GEW in einem Artikel des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel'.

Bundesweite Zahlen zu der Frage, wie viele Planstellen der auf etwa 35000 geschätzten Schulleiter-Positionen unbesetzt sind, stehen auch bei der Kultusministerkonferenz nicht zur Verfügung. Dass es im Süden Deutschlands tendenziell besser um den Schulleiter-Nachwuchs bestellt ist, dürfte aber mehr als eine Vermutung sein. Bekannt sind in jedem Fall die Gründe für den Mangel – und die sind vielschichtig. Gloss: „Die Leitung einer Schule ist zu einer echten Managementaufgabe geworden." Angesichts fehlender Freistellung vom Unterricht wird die Übernahme einer Leitungsfunktion zu einer realen Zusatzbelastung. Finanziell lohnt sich der Schritt dennoch kaum und auch die gesellschaftliche Anerkennung hat in den letzten Jahren stark gelitten.

Immer mehr Stellen müssen daher kommissarisch besetzt werden. Eine Praxis, die für Michael Gloss keine Dauerlösung sein kann: „Obwohl alle Beteiligten die Notwendigkeit sehen, erhalten diese kommissarischen Schulleiter in der Regel keine fundierte Ausbildung für die neue Aufgabe. Sie werden in das kalte Wasser geworfen und müssen sich selbst freischwimmen." Dass die Bereitschaft zur Fortbildung und Qualifizierung sehr wohl gegeben ist, sieht Gloss an den Teilnehmerzahlen des DSLK: Mehr als 2000 Teilnehmer besuchen inzwischen Jahr für Jahr die Vorträge und Diskussionen.

Als Fortführung des Kongresses in eine ganzjährige Informations- und Austauschplattform hat Wolters Kluwer nun das Portal SchulVerwaltung.de eingerichtet. Das Zukunftsthema Schule liegt seinem Haus besonders am Herzen, wie Gloss betont: „Aus vielen Gesprächen mit den Schulleitern, aber auch mit Vertretern der Schulämter, kennen wir die täglich auftretenden Fragen und Probleme. Wir wollen sowohl die Neulinge als auch die erfahrenen Schulleiter mit SchulVerwaltung.de ansprechen." Die Notwendigkeit zur permanenten Fortbildung ergibt sich einerseits aus den sich häufig ändernden Vorschriften und Gesetzeslagen; sie ist andererseits aber auch in vielen Schulgesetzen festgeschrieben.

Insbesondere mit Seminarangeboten und einer Community zum Austausch der Schulleiter untereinander, setzt SchulVerwaltung.de die Aktivitäten und Themen des Kongresses fort. Hinzu kommen umfangreiche Fachinformationen, die den Zugriff auf eine Vielzahl an Dokumenten ermöglichen. Themen sind dabei unter anderem die Unterrichtsgestaltung und die rechtlichen Aspekte rund um die Schule, aber auch für manchen Pädagogen ungewohnte Felder wie Schulkultur oder der Umgang mit der Öffentlichkeit. Personal- und Führungsfragen sowie das Zukunftsthema Qualitätsmanagement runden das fachliche Angebot ab.

Ein besonderes Highlight von SchulVerwaltung.de besteht in den rund 200 Fach- und Praxisexperten, die auf Fragen individuelle Antworten liefern. Jeder Schulleiter erhält damit innerhalb von 48 Stunden eine ganz konkrete Hilfestellung für sein Problem. „Wir sehen uns als eine umfangreiche Ergänzung zum internen Angebot von Schulbehörden und Kultusministerien", betont Michael Gloss das gute Verhältnis zu den staatlichen Stellen. So entsende etwa das Land Brandenburg regelmäßig rund 100 Schulleiter zum DSLK. Eine ähnlich vertrauensvolle Zusammenarbeit werde auch bei SchulVerwaltung.de (www.schulverwaltung.de) angestrebt.

Gloss hält privatwirtschaftliches Engagement für unabdingbar: „Wir verstehen uns als Mittler und Multiplikator, denn die Wirtschaft muss schon aus eigenem Interesse dafür sorgen, dass die Qualität der Schulen in Deutschland hoch bleibt – und dafür brauchen wir informierte und motivierte Schulleiter in jeder einzelnen Schule."
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