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News, 10.06.2016
Produktionszuwachs
Deutsche Produktion zieht wieder etwas an
Die deutsche Produktion hat im April nach zwei rückläufigen Monaten wieder zugelegt. Vor allem Investitionsgüter wurden mehr erzeugt. Im Bauhauptgewerbe nahm die Produktion dagegen den zweiten Monat in Folge ab .
Die Entwicklung der Produktion seit April 2006 (Grafik: BMWi)
Die Entwicklung der Produktion seit April 2006 (Grafik: BMWi)
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat zu Beginn des zweiten Quartals an Fahrt gewonnen. Nach Auskunft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fiel der Ausstoß im April saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,8 Prozent höher aus als im März. Von Dow Jones im Vorfeld befragte Ökonomen hatten zwar, nachdem die Produktion zuvor zwei Monate in Folge zurückgegangen war, mit einem leichten Anziehen der Erzeugung gerechnet, im Median der Befragten aber lediglich einen Ausstoßzuwachs um 0,6 Prozent prognostiziert. Im Februar und März hatte sich die deutsche Produktion nach revidierten Werten um 0,7 Prozent bzw. 1,1 Prozent verringert.

Verantwortlich für den Produktionszuwachs war vor allem eine deutlich stärkere Erzeugung in der Investitionsgüterindustrie. Hier erhöhte sich die Produktion im April gegenüber März um 2,2 Prozent. Konsumgüter wurden ebenfalls mehr produziert (+ 0,4 %), die Produktion von Vorleistungsleistungsgütern blieb dagegen auf dem März-Niveau stabil (+/- 0,0 %). Auch die Energieerzeugung legte zu (+ 1,1 %). Im Baugewerbe nahm die  Produktion dagegen weiter ab. Hier führte eine weiter rückläufige Erzeugung im Bauhauptgewerbe, wo der Ausstoß nach einem Rückgang von 5,1 Prozent im März um weitere 3,6 Prozent zurückging, unter dem Strich zu einem Ausstoßminus von 1,7 Prozent.

Im Vorjahresvergleich zeigte sich allerdings ein deutlicher Produktionszuwachs. Hier wies das Produzierende Gewerbe im April auf Jahressicht ein Ausstoßplus von 4,6 Prozent aus (arbeitstäglich bereinigt: + 1,2 %). Starke Produktionszuwächse zeigen sich auf Jahressicht vor allem in der Industrie mit einem Plus von 5,7 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 1,7 %). Auch im Baugewerbe überstieg die Produktion das Vorjahresniveau (+ 4,7 %; arbeitstäglich bereinigt: + 0,5 %). Die Energieerzeugung lag dagegen im April deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (- 1,7%; arbeitstäglich bereinigt: -2,3%).

Die Industrieproduktion ist damit ordentlich ins zweite Quartal gestartet. Ihr Produktionsniveau liegt leicht über dem des ersten Quartals. Die Zwei- und Dreimonatsvergleiche weisen dabei Stand April unterschiedliche Vorzeichen auf (-1,0 % bzw. +0,8 %). Die Produktion im Baugewerbe und hier insbesondere im Bauhauptgewerbe erreichten das Niveau des ersten Quartals saisonbereinigt noch nicht wieder. Grund war nicht zuletzt das Ausbleiben der Frühjahrsbelebung nach dem milden Winter.

„Die Stimmung in den Unternehmen des Produzierenden Gewerbes hat sich in den vergangenen Monaten etwas aufgehellt. Dabei wird die gute Konjunktur im Baugewerbe gegenwärtig durch witterungsbedingte Produktionsverschiebungen verdeckt“ “, so das Ministerium. „Die Industrieproduktion ist ordentlich ins zweite Quartal gestartet. Ihr Produktionsniveau liegt leicht über dem des ersten Quartals. Die Industrie dürfte nach der außenwirtschaftlich bedingten leichten Schwächephase im zweiten Halbjahr 2015 ihre moderate Belebung fortsetzen.“

cs/BMWi

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