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News, 22.06.2012
Rentenlücken wachsen
Private Altersvorsorge steht meist hinten an
Nur rund die Hälfte aller Bundesbürger glaubt sich selbst im Rentenalter wirtschaftlich gut abgesichert. Dennoch stellt das Gros der Deutschen die private Altersvorsorge aus finanziellen Gründen hinten an, zeigt eine TNS-Umfrage.
Die private Altersvorsorge bleibt weiterhin ein Stiefkind. Beliebsteste Formen der Vorsorge sind Versicherungen und eigengenutzte Immobilien.
Die private Altersvorsorge bleibt weiterhin ein Stiefkind. Beliebsteste Formen der Vorsorge sind Versicherungen und eigengenutzte Immobilien.

Die Deutschen tun sich mit dem Sparen für das Alter zunehmend schwer. Zwar ist sich eine  große Mehrheit der 14- bis 64-Jährigen in Deutschland bewusst, dass die gesetzliche Rente allein für einen sorgenfreien Lebensabend künftig nicht mehr reichen wird und eine private Altersvorsorge zur Sicherung des eigenen Lebensstandards daher unerlässlich ist. Im Hier und Jetzt dafür zurückzustecken, fällt aber vielen Deutschen schwer. So ist gerade einmal jeder vierte Bundesbürger (26%) zurzeit bereit, sich einzuschränken, um mehr in die private Altersvorsorge investieren zu können. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage der TNS Infratest Finanzforschung unter 1.385 Personen, in der das Institut die gegenwärtigen Aktivitäten, Planungen und präfierten Anlageformen im Bereich der privaten Altersvorsorge in Deutschland ermittelt hat. Die Folge: Viele Deutsche sehen heute schon, dass sie im Alter ihren aktuellen Lebensstandard höchstwahrscheinlich nicht mehr halten werden können, demnach zurzeit nur 49 Prozent der Bundesbürger davon ausgehen, im Rentenalter sehr oder gut versorgt zu sein.

Dramatisch sei vor allem, dass die Lücke immer weiter auseinander klaffe, kommentierte Manfred Kreileder, Versicherungsmarktexperte bei TNS Infratest, die Umfrageergebnisse. „2012 realisieren die Deutschen nicht einmal die Hälfte des Vorsorgesparens, das sie selbst als notwendig erachten, um im Ruhestand ihren Lebensstandard halten zu können bzw. ohne Einschränkungen leben zu können“, konstatierte der Experte. Betroffen sind der Studie nach nicht nur Geringverdiener. Auch von den Besserverdienenden mit einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro monatlich und mehr glaubt jeder Dritte, dass die eigenen finanziellen Mittel mit Beginn des Renteneintritts nach derzeitigem Stand der Dinge nicht zur Sicherung des aktuellen Lebensstandards reichen werden. Selbst bei jenen, die bereits private Altersvorsorgeprodukte besitzen, sieht TNS zufolge derzeit knapp ein Drittel hier noch Nachholbedarf.

Den höchsten Stellenwert in Sachen Altersvorsorge genießen - neben der gesetzlichen Rente - kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen sowie der Immobilienerwerb zur Eigennutzung, verbunden mit dem Ziel der Mietersparnis. Jeweils gut ein Drittel der Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 64 Jahren nutzt eine dieser Formen, um fürs Rentenalter vorzusorgen. Des Weiteren baut je ein Viertel auf Einkommen aus Formen der betrieblichen Altersvorsorge bzw. Einkünfte aus Ersparnissen und Kapitalvermögen. Risikoreichere Anlagenformen wie Aktien und Fonds spielten TNS dagegen nur eine untergeordnete Rolle. „Angesichts der herausragenden Bedeutung, die die Befragten bei der Wahl ihrer Altersvorsorge dem Aspekt Sicherheit zuschreiben, ist das wenig überraschend“, so das Institut.

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