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News, 21.04.2011
Preistreiber Energie
Anstieg der Erzeugerpreise setzt sich fort
Die Preisentwicklung in der deutschen Industrie zeigt weiterhin nach oben: Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes zogen die deutschen Erzeugerpreise im März zum siebten Mal in Folge an.
Auch in Lebensmittelindustrie legten die Preise weiter zu, was wiederum auf die Verbraucherpreise wirken dürfte.
Auch in Lebensmittelindustrie legten die Preise weiter zu, was wiederum auf die Verbraucherpreise wirken dürfte.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet, lag der Index der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im März um 6,2 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Gegenüber Februar erhöhten sich die Preise für Industrieerzeugnisse in Deutschland um 0,4 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eigentlich sogar mit einem Anstieg der Erzeugerpreise um 0,8 Prozent und einer Jahresveränderungsrate von 6,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Preise auf Jahressicht mit einem Plus von 6,4 Prozent so stark gestiegen wie seit Oktober 2008 (+7,3%) nicht mehr. Gegenüber Januar waren die Preise im Februar um 0,7 Prozent gestiegen.

Gut die Hälfte der Jahresteuerungsrate im März war auf die Preiserhöhungen bei Energie zurückzuführen, die sich auf Produzentenebene gegenüber Februar erneut um 1,2 Prozent und binnen Jahresfrist um 10,5 Prozent verteuerte. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei den Energieprodukten hätte der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber Februar nur 0,2 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat nur 4,4 Prozent betragen.

Die stärksten Preisanstiege bei Energie wies die Statistik bei Mineralölerzeugnissen aus, die im März im Durchschnitt 5,0 Prozent mehr kosteten als im Februar und 18,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010. Den größten Preissprung gab es bei leichtem Heizöl, das sich auf Jahressicht um 35,2 Prozent und gegenüber Februar um 9,0 Prozent verteuerte. Die Preise für Dieselkraftstoff lagen im März um 19,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (+4,5% gegenüber Februar), die für Flüssiggas um 12,3 Prozent (-2,3% gegenüber Februar) und die für Motorenbenzin um 9,1 Prozent (+4,9% gegenüber Februar). Die Preise für Erdgas  stiegen insgesamt im März auf Jahressicht um 14,2 Prozent (- 0,2% gegenüber Februar), wobei private Haushalte 3,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat, regionale Versorgungsunternehmen dagegen 18,8 Prozent. Für elektrischen Strom lagen die Preise über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau (+0,2% gegenüber Februar). Für private Endabnehmer verteuerte sich Strom im März gegenüber Februar um 0,6 Prozent und binnen Jahresfrist um 7,2 Prozent.

Die Preise für Vorleistungsgüter - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – lagen im März um 7,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat und stiegen mit einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber Februar auf einen neuen Höchststand. Grund für die hohe Jahresteuerungsrate war vor allem die Preisentwicklung bei Metallen, die 18,5 Prozent mehr kosteten als im März 2010 (-0,6% gegenüber Februar). Die Preise für Walzstahl stiegen binnen Jahresfrist sogar um 26,0 Prozent (+1,2% gegenüber Februar). Getreidemehl verteuerte sich auf Jahressicht sogar um 54,3 Prozent (+0,7% gegenüber Februar) und Futtermittel für Tiere um 39,3 Prozent (- 0,9% gegenüber Februar). Papier und Pappe kosteten im März 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+ 1,0% gegenüber Februar), für chemische Grundstoffe mussten Bezieher 8,9 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr (+ 1,1% gegenüber Februar).

Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich im März auf Jahressicht um 3,6 Prozent und gegenüber Februar um 0,3 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich auf Produzentenebene um 6,6 Prozent gegenüber März 2010 (+ 0,4% gegenüber Februar 2011). Die Preise für Butter und andere Fettstoffe lagen sogar um 41,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber Februar erneut um 8,7 Prozent. Für Milch verlangten die Erzeuger 9,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+1,0% gegenüber Februar), für Frucht- und Gemüsesäfte sogar 34,8 Prozent (+ 1,3% gegenüber Februar). Kaffee verteuerte sich auf Jahressicht um 17,4 Prozent und gegenüber Februar um 5,2 Prozent.

Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im März um 1,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, die Preise für Investitionsgüter um 1,0 Prozent.
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