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News, 01.03.2013
Einfuhrpreise im Rückwärtsgang
Preisniveau deutscher Importe erstmals wieder rückläufig
Die deutschen Einfuhrpreise sind im Januar erstmals seit drei Jahren wieder binnen Jahresfrist gesunken. Maßgeblich verantwortlich für den Rückgang war eine deutliche Verbilligung von Energieimporten.
Besonders stark verringerten sich auf Jahressicht die Preise für Rohkaffee und Eisenerz.
Besonders stark verringerten sich auf Jahressicht die Preise für Rohkaffee und Eisenerz.
Gute Nachricht von der Inflationsfront: Im Januar haben sich nach Deutschland eingeführte Waren durchschnittlich um 0,8 Prozent auf Jahressicht verbilligt. Das ist der Rückgang der deutschen Einfuhrpreise gegenüber einem Vorjahresmonat seit Dezember 2009, als die Preise für nach Deutschland importierte Güter binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent gesunken waren. Bankvolkswirte hatten Medienberichten zufolge zwar mit einem Rückgang der Einfuhrpreise gerechnet, diesen allerdings nur halb so stark erwartet (Prognose: -0,4%). Im Dezember war der Index der Einfuhrpreise 0,3 Prozent über dem Vorjahresstand gelegen, im November waren es noch 1,1 Prozent gewesen. Gegenüber Dezember stieg der Einfuhrpreisindex geringfügig um 0,1 Prozent.

Ein Großteil der Jahresveränderungsrate war auf die Preisentwicklung bei importierter Energie zurückzuführen. Hier gingen die Preise im Durchschnitt trotz Erhöhung gegenüber Dezember (+0,4%) im Jahresvergleich um 2,8 Prozent zurück. Vor allem für Erdgas und Mineralölerzeugnisse kosteten deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Sie verbilligten sich im Schnitt gegenüber Januar 2012 um 4,9 bzw. 3,5 Prozent. Ohne die Preise für Energieimporte wären die Einfuhrpreise im Durchschnitt gegenüber Dezember um 0,1 Prozent gesunken.

Rückläufige Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten auch Importeure von Eisenerz, das sich im Januar auf Jahressicht um 17,7 Prozent verbilligte, allerdings 4,2 Prozent mehr kostete als im Dezember. Die Preise für importierte Nichteisen-Metallerze lagen 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Preise für Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen verringerten sich gegenüber Januar 2012 um durchschnittlich um 3,7 Prozent. Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug verbilligten sich im Durchschnitt um 1,2 Prozent, Nickel sogar um 12,0 Prozent. Besonders starke Preisrückgänge gab es bei importiertem Rohkaffee. Hierfür mussten Importeure fast ein Drittel weniger zahlen als im Vorjahresmonat (-31,9%).

Erheblich teurer als im Vorjahresmonat war dagegen unter anderem Getreide, das im Januar im Durchschnitt 15,9 Prozent mehr kostete als ein Jahr zuvor. Auch importiertes Schweinefleisch war deutlich teurer als im Januar 2012 (+7,5%), wenn auch günstiger als im Dezember (-2,4%).
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