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News, 31.07.2012
Einfuhren immer günstiger
Preisindex deutscher Importe so stark gesunken wie zuletzt 2008
Der Inflationsdruck über nach Deutschland eingeführte Waren hat sich im Juni den neunten Monat in Folge abgeschwächt. Gegenüber Mai verbilligten sich deutsche Importe im Durchschnitt sogar so stark wie seit 2008 nicht mehr.
Importierter Kaffee kostete im Juni rund ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor. Die Preise für Eisenerze sanken im Vergleich zum Vorjahr ähnlich stark.
Importierter Kaffee kostete im Juni rund ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor. Die Preise für Eisenerze sanken im Vergleich zum Vorjahr ähnlich stark.
Deutsche Verbraucher können auf eine weitere Entspannung hinsichtlich der Entwicklung der  Verbraucherpreise hoffen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden bekannt gab, sank das Preisniveau deutscher Importe im Juni gegenüber Mai um durchschnittlich 1,5 Prozent. Eine stärkeren Rückgang der deutschen Einfuhrpreise gab es auf Monatssicht zuletzt im Dezember 2008 (-3,4%). In den zwei vorangegangen Monaten war der Index der deutschen Einfuhrpreise ebenfalls gesunken (Mai: -0,7%; April: -0,5%). Die Jahressteuerungsrate der deutschen Importe gab ebenfalls im Juni weiter nach. Sie verringerte sich von 2,2 Prozent im Mai auf 1,3 Prozent. Eine so geringe Jahresteuerung der deutschen Einfuhren gab es in Deutschland seit Dezember 2009 (– 1,0 %) nicht mehr.

Maßgeblich verantwortlich für den starken Rückgang des Index der Einfuhrpreise binnen Monatsfrist sowie die abermalige Abschwächung der Jahresteuerungsrate war die Preisentwicklung bei importierter Energie. Dem Statistikamt zufolge sanken hier die Preise gegenüber Mai um 7,2 Prozent. „Dies war der stärkste Preisrückgang gegenüber dem Vormonat seit Dezember 2008“, so die Behörde. Zugleich verringerte sich die Jahresteuerungsrate von importierten Energieprodukten auf nurmehr 1,8 Prozent und damit auf weniger als ein Viertel des Niveaus von Mai (+7,7%). Die Preise für importiertes Erdöl sanken gegenüber Mai sogar um 10,7 Prozent und binnen Jahresfrist um 1,5 Prozent. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt auf Monatssicht um 8,6 Prozent. Auf Jahressicht blieb hier das Preisniveau konstant. Lediglich Erdgas war deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+13,9%), verbilligte sich aber ebenfalls auf Monatssicht (-1,0%). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Erdöl und Mineralölerzeugnissen wäre der Index der deutschen Einfuhrpreise 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und binnen Monatsfrist um lediglich 0,2 Prozent gesunken.

Kräftige Preisrückgänge gab es zudem bei importierten Eisenerzen, die sich auf Jahressicht im Schnitt um 18,1 Prozent verbilligten  (-0,2% gegenüber Mai).  Auch Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen waren deutlich günstiger. Sie kosteten im Juni durchschnittlich 7,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 0,7 Prozent weniger als im Mai. Die Preise für importierte Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug lagen im Durchschnitt 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau und sanken ebenfalls auf Monatssicht (-0,6%). Für Nickel mussten Importeure sogar 15,8 Prozent weniger zahlen als im Vorjahr (-1,5% gegenüber Mai),  die Preise für Aluminium sanken binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent (+0,1 gegenüber Mai), die Preise für Kupfer verringerten sich auf Jahressicht um 3,9 Prozent (-3,7% gegenüber Mai).

Im Nahrungsmittelsektor war vor allem Rohkaffee erheblich günstiger, der sich auf Jahressicht um 19,8 Prozent und gegenüber Mai um 3,0 Prozent verbilligte. Auch importierte Milch und Milcherzeugnisse verbilligten sich sowohl auf Jahres- als auch Monatssicht. Sie kosteten im Durchschnitt 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 1,3 Prozent weniger als im Mai. Für Bekleidung mussten deutsche Importeure dagegen deutlich mehr bezahlen als im Vorjahr. Sie verteuerte sich auf Jahressicht um 6,4 Prozent und gegenüber Mai um 0,5 Prozent.
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