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News, 21.05.2010
Preisentwicklung
Erzeugerpreise legen wieder zu
Im April lagen die Erzeugerpreise erstmals seit über einem Jahr wieder über dem Vorjahresniveau. Insbesondere Vorleistungsgüter wie Metalle und metallische Sekundärrohstoffe waren erheblich teuerer als im Vorjahr.
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im April 2010 um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit haben die Erzeugerpreise erstmals seit Februar 2009 wieder in einem Monat gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Im März waren die Erzeugerpreise noch um 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Ohne Einbeziehung der Energiepreise betrug die Jahresteuerungsrate im April 1,0 Prozent. Gegenüber März 2010 erhöhte sich der Index um 0,8 Prozent, und ohne Berücksichtigung der Preise für Energie um 0,6 Prozent.

Mineralölerzeugnisse deutlich teurer als im Vorjahr


Von den Hauptenergienträgern war im April nur Erdgas günstiger als im Vergleichszeitraum 2009 (-15,8%). Auch lagen die Energiepreise zwar insgesamt um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, erhöhten sich aber gegenüber März 2010 um 1,4 Prozent. Elektrischer Strom verteuerte sich im April 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Den stärksten Preisanstieg im Bereich Energie gab es bei Mineralölprodukten, die im April insgesamt um 23,8 Prozent teurer waren als im Vorjahresmonat und um 2,9 Prozent teuer als im März 2010. Die höchste Teuerungsrate unter den Mineralölerzeugnissen wies dabei Flüssiggas auf, das im April 69,4 Prozent mehr kostete als im Vergleichszeitraum 2009. Auch leichtes Heizöl (+ 39,5%), Dieselkraftstoff (+18,1%) und Motorenbenzin (+16,2%) war deutlich teurer als ein Jahr zuvor.

Preisexplosion bei metallischen Sekundärrohstoffen

Auch bei den Vorleistungsgütern, also Gütern, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, lagen die Preise im April mit einem Plus von 3,0 Prozent deutlich über dem Vorjahr.  „Eine ähnlich hohe Preissteigerung im Jahresvergleich hatte es letztmalig im Oktober 2008 gegeben“, teilte die Statistikbehörde mit. Insbesondere metallische Sekundärrohstoffe waren erheblich teuerer als im Vorjahr, die sich im April gegenüber März 2010 um 20,4 Prozent verteuerten und 85,3 Prozent mehr kosteten als im April 2009. Die Preise für Metalle lagen im April um 11,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber dem Vormonat um 5,0 Prozent. Dabei waren Nichteisenmetalle (bspw. Kupfer und Aluminium) um 32,5 Prozent und Walzstahl um 11,0 Prozent teurer als im April 2009 und 4,7 bzw. 8,7 Prozent teurer als im Vormonat. Dagegen günstiger waren Stahlrohre und Rohrstücke aus Eisen oder Stahl sowie Düngemittel und Stickstoffverbindungen, die sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,7 bzw. 20,1 Prozent verbilligten, wenngleich auch hier die Preise im Vergleich zum Vormonat deutlich zulegten (+2,2% bzw. 1,8%).

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen um 0,6 Prozent niedriger als im April 2009 und blieben gegenüber dem Vormonat März nahezu stabil (+0,1%). Dabei waren Nahrungsmittel insgesamt um 1,8 Prozent günstiger und hier vor allem Fleisch (-4,0%), während Butter und andere Fettstoffe aus Milch um 28,7 Prozent teurer waren als im Vergleichszeitraum 2009.
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