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News, 10.03.2012
Positive Insolvenzbilanz
Zahl der Insolvenzen 2011 trotz Krise deutlich gesunken
Trotz Konjunktureintrübung haben 2011 in Deutschland erheblich weniger Unternehmen Insolvenz anmelden müssen als im Boomjahr 2010. Auch auf Verbraucherseite sank die Zahl der Pleiten erstmals seit drei Jahren im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Durch geringere Zahl an Insolvenzen verringerte sich die Summe der offenen Forderungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sieben Milliarden Euro.
Durch geringere Zahl an Insolvenzen verringerte sich die Summe der offenen Forderungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sieben Milliarden Euro.
Die wirtschaftliche Erfolgsbilanz des letzten Jahres mit Rekordbeschäftigung in Deutschland und einem BIP-Wachstum um 3,0 Prozent wird durch die Insolvenzstatistik jetzt noch komplettiert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2011 mit 30.099 registrierten Fällen gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent. Das waren 1.899 weniger Firmenpleiten als im Jahr 2010 und 8.321 weniger Insolvenzen als im bisherigen Rekordjahr 2003 (39.320 Fälle).  Ebenso erfreulich: Zum zweiten Mal seit 1999, dem Beginn der Insolvenzerhebung, meldeten die Amtsgerichte auch weniger Verbraucherinsolvenzen. Dem Statistikamt zufolge sank die Zahl der Verbraucherinsolvenz mit 103.289 Fällen im Jahresschnitt um 5,1 Prozent. Im Jahr 2010 hatten die Verbraucherinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr noch um 7,6 Prozent auf 108.798 Fälle zugelegt. Den bis dato einzigen Rückgang der Verbraucherinsolvenzen hatte es 2008 gegeben, als die privaten Pleiten auf Jahressicht um 7,1 Prozent gesunken waren.

Die Zahl der Insolvenzen von Verbrauchern, die vor ihrer Zahlungsunfähigkeit selbstständig tätig waren, ging ebenfalls zurück. Sie lag mit 21.558 Fällen 6,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Bei den ehemals selbstständig Tätigen geht oftmals eine Insolvenz ihres Unternehmens voraus. Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten“, so das Statistikamt. Die Gesamtzahl der Insolvenzen einschließlich Nachlassinsolvenzen und Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2011 auf 159.418 Fälle. Das ist gegenüber dem Vorjahr  ein Rückgang um 5,4 Prozent.

Der deutliche Rückgang der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen ließ auch die Summe der offenen Forderungen, die mit Insolvenzen einhergehen, deutlich sinken. Dem Statistikamt zufolge bezifferten die deutschen Amtsgerichte die voraussichtlichen offenen Forderungen im Jahr 2011 auf rund 31,5 Milliarden Euro. Das waren 7,5 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2010.

Im Dezember setzte sich die im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Entwicklung der Insolvenzen fort. So verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent und die der Verbraucherinsolvenzen um 5,9 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen lag im Dezember 4,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats.
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