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News, 25.02.2015
Blickpunkt digitale Arbeitswelt
Personalpolitik in deutschen Firmen vermehrt auf Digitalisierung ausgerichtet
Immer mehr Unternehmen in Deutschland richten sich einer Studie nach auch personalpolitisch auf die fortschreitende Digitalisierung des Wirtschaftslebens und der Arbeitswelt aus.
Bereits mehr als ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland ist "auf Digitalisierung ausgerichtet".
Bereits mehr als ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland ist "auf Digitalisierung ausgerichtet".

Die zunehmende Digitalisierung des privaten, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltags stellt an Unternehmen und Beschäftigte immer größere Anforderungen an deren digitale Kompetenz und Fähigkeiten. Um hier nicht den Anschluss zu verpassen und sich bezogen auf den digitalen Wandel zukunftsfähig aufzustellen, bezieht inzwischen jedes dritte deutsche Unternehmen die Digitalisierung als integralen Bestandteil in seine Personalpolitik mit ein und stellt in dieser Hinsicht personalpolitisch Weichen. Das geht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor.

Digitale Unternehmen auch Vorreiter in der Personalentwicklung


In einer digitalisierten Arbeitswelt sind für Beschäftigte insbesondere IT-Fachkenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit dem Internet entscheidend. Doch das reicht nicht, wie das IW Köln berichtet: „In einer vernetzten Arbeitswelt wird es auch wichtiger, die eigenen Kenntnisse, Erfahrungen und Ideen anderen zu vermitteln. Die digitale Entwicklung stellt damit auch die Unternehmen vor große Herausforderungen – insbesondere in der Personalpolitik.“

Wie die Studie ergab, sind sich die meisten Arbeitgeber der Notwendigkeit, ihr betriebliches Aus- und Weiterbildungsangebot mit Blick auf die Entwicklung und den Ausbau digitaler Qualifikationen anzupassen, zwar bewusst, dennoch zeigt sich hier ein Graben zwischen jenen, wo der digitale Wandel personalpolitisch bereits fest integriert ist, und dem Gros, das hier noch weitgehend inaktiv ist.

„Digital ausgerichtete Unternehmen sind in der Personalentwicklung deutlich aktiver als Betriebe, für die das Thema Digitalisierung noch nicht im Fokus steht“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Dies zeigt sich etwa bei der Bildung altersgemischter Teams: Während solche in der Gruppe der digital ausgerichteten Unternehmen von 63 Prozent gebildet werden, ist dies bei den digital weniger ambitionierten Unternehmen lediglich bei 37 Prozent der Fall. Eine ähnliche große Kluft zeigt sich bezogen auf ein lernförderlich gestaltetes Arbeitsumfeld sowie einen systematischen Wissenstransfer.

Als finales Fazit kommt die Studie zum Ergebnis, dass in Deutschland gegenwärtig rund ein Drittel aller Unternehmen mit dem Attribut „auf Digitalisierung ausgerichtet“ versehen werden können. „Das zeigt, dass viele Unternehmen für die kommenden Herausforderungen gerüstet sind“, so Oliver Stettes, Leiter des IW-Kompetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt. „Für alle anderen kann das ein Ansporn sein, nachzurüsten.“ Denn die Digitalisierung der Arbeitswelt ist nicht nur eine Herausforderung, sie bietet Unternehmen auch große Chancen. Das sehen offenbar die digital ausgerichteten Firmen auch so – sie sind laut Umfrage deutlich optimistischer, dass ihnen die Digitalisierung hilft, ihre Innovationskraft zu steigern und ihre Arbeitsorganisation zu flexibilisieren.

Bei den Zahlen handelt es sich um erste ausgewählte Befunde aus dem IW-Personalpanel. Der ausführliche Ergebnisbericht wird Ende des 2. Quartals 2015 veröffentlicht.

cs/IW; Bild: Markus Vogelbacher / pixelio.de

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