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News, 28.05.2010
Personalmanagement
Hin zu einer demografiegerechte Personalpolitik
Unternehmen, die ihre Personalpolitik nicht dem demografischen Wandel anpassen, werden aufgrund des sich in Zukunft weiter verschärfenden Fachkräftemangels im Wettbewerb zurückfallen. Die Unternehmensberatung Becker von Buch gibt Tipps, wie Arbeitgeber hier die richtigen Weichen stellen.
Angesichts der demografischen Entwicklung müssen sich Arbeitgeber auf immer älter werdende Belegschaften einstellen, soll heißen: der Anteil junger Arbeitnehmer gegenüber älteren geht immer mehr zurück. „Bereits jetzt liegt das Durchschnittsalter in vielen Firmen bei mehr als 40 Jahren“, berichtet die Unternehmensberatung Becker von Buch. Experten des Statistischen Bundesamtes zufolge könnte es bis Ende des Jahrzehnts bereits bei 50 Jahre liegen. Was allerdings auf der einen Seite für viele Arbeitgeber auf den ersten Blick bedrohlich wirken mag, birgt Becker von Buch zufolge auf der anderen Seite aber auch für Unternehmen Chancen. Denn Arbeitgeber, die sich auf das Altern der Belegschaft einstellen, können daraus auch so manchen Vorteil ziehen.

Alte Hase oder altes Eisen? Für den Experten ist das kein Widerspruch, zumal Unternehmen gerade in dieser schnelllebigen Zeit auf die Erfahrung und Besonnenheit älterer Arbeitnehmer zählen (können) sollten. "Der unternehmerische Wert älterer Arbeitnehmer wird oft unterschätzt", so Dr. Sebastian Dominic von Buch. Abseits dessen bleibe Arbeitgebern vor dem Hintergrund der absehbaren Entwicklung auch kaum etwas anderes übrig, als sich auf diesen Wandel einzustellen. "Sich von über 50-Jährigen zu trennen, nur um nach außen als ‚junges Unternehmen' dazustehen, führt über kurz oder lang in eine Sackgasse“, so von Buch, da es schlicht an qualifizierten Nachwuchs fehle.

Worauf es in Zukunft nach Meinung des Experten daher ankommt, ist die Weichen für eine „gesunde Mischung“ von Jung und Alt zu stellen und über eine entsprechende Personalpolitik den Rahmen für eine Arbeitswelt zu schaffen, die sowohl den körperlichen als auch geistigen Fähigkeiten älterer Mitarbeiter Rechnung trägt. Von Buch gibt Unternehmen hierzu folgende Empfehlungen:

  • Frühverrentungsprogramme, wie sie jahrelang forciert wurden, ersatzlos streichen.

  • Arbeiten, die hohe körperliche Anstrengungen erfordern, möglichst jungen Mitarbeitern anvertrauen oder ein Rotationssystem installieren.

  • Älteren Arbeitnehmern Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, zum Beispiel Computer- oder Sprachkurse beziehungsweise branchenübliche Fortbildungen.

  • Finanzielle Anreizsysteme mit starkem Leistungsbezug schaffen, die weder vom Alter noch von der Betriebszugehörigkeit abhängig sind.

  • Auch älteren Arbeitnehmern berufliche Perspektiven anbieten, beispielsweise über persönliche Entwicklungspläne.

"Gestandene Mitarbeiter halten ist deutlich einfacher als qualifizierten Nachwuchs rekrutieren", gibt von Buch des Weiteren zu bedenken. Zumal das Alter relativ sei und die 60-Jährigen von heute in der Regel so fit seien wie die 40-Jährigen vor 50 Jahren. „Wer ihnen weiterhin berufliche Chancen einräumt und für Weiterbildungsmöglichkeiten sorgt, kann der Alterspyramide im Unternehmen Paroli bieten und die Leistungskraft der Firma erhalten", so sein Resümee.

[Quelle: Becker von Buch]
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