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News, 23.02.2018
Studie zu Personalauswahl-Kriterien
Personalleiter bevorzugen Bewerber mit sozialem Engagement
Soziales Engagement kann bei Bewerbungen den Ausschlag geben: Wie eine Studie ermittelt hat, ziehen Personalleiter bei vergleichbarer Qualifikation sozial engagierte Bewerber vor.

Personalverantwortliche schauen bei der Auswahl von Auszubildenden vor allem auf den Schulabschluss sowie die Mathematik-Note und EDV-Kenntnisse. Weitere Kriterien bei der Azubi-Auswahl sind die Deutsch-Note und absolvierte Praktika. Sind hier die Qualifikationen von Bewerbern vergleichbar, neigen Personalentscheider zu Bewerbern, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Das hat das ifo Institut in München in einer neuen Studie zum Thema „Die Bedeutung von Produktivitätssignalen auf dem Arbeitsmarkt: Ein Experiment mit Lebensläufen unter Personalleitern“ ermittelt. „Für die Wahrscheinlichkeit, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, hatte soziales Engagement ungefähr so viel Gewicht wie anderthalb Abschlussnoten besser zu sein“, so  Ludger Wößmann, einer der Studienautoren.

Soziales Engagement bringt Pluspunkt

Wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Azubis ist die Mathe-Note. Neun von zehn befragten Personalleitern (89 %) halten sie für wichtig. Zweitmeistgenanntes Auswahlkriterium bei der Besetzung von Lehrstellen sind die EDV-Kenntnisse (86 %). Dahinter folgen die Abschlussnote in Deutsch und absolvierte Praktika. Aber auch die soziale Kompetenz und persönliche Reife der Bewerber spielen eine Rolle. Dies gilt vor allem, wenn die fachlichen Qualifikationen der Bewerber vergleichbar sind. So zeigte ein Experiment der Studie, bei dem den Personalchefs erfundene Lebensläufe vorlegt wurden, dass diese ein im Lebenslauf erwähnte soziales Engagement, wenn alle anderen Faktoren vergleichbar waren, besonders positiv bewerteten. Zweitwichtigster Faktor war die allgemeine Abschlussnote.

EDV-Kenntnisse bei Akademikern wichtiger als Abschlussnote

Bei Bewerbern mit Hochschulabschluss sind für Personalleiter vor allem EDV-Kenntnisse (96 %) und Praktika (94 %) wichtig, gefolgt von den Sprachkenntnissen (83 %). Die Abschlussnote im Studium folgt im Ranking der Nennungen erst auf dem vierten Platz. Allerdings hängt die Gewichtung der Kriterien auch vom Berufsfeld beziehungsweise der Art der ausgeschriebenen Stelle ab: „Bei Bewerbern mit einem Bachelor-Abschluss, die als Betriebswirte eingestellt werden wollten, stand die Hochschul-Note sehr deutlich im Vordergrund“, so das ifo Institut.

Daneben ermittelte die Studie aber auch noch weitere Variablen, die bei der Gewichtung der Auswahlkriterien für Akademiker-Stellen eine Rolle spielen: „In größeren Betrieben achten Personalleiter noch mehr auf die Hochschul-Note, aber ältere Personalleiter und Geschäftsführer achten weniger auf die Abschlussnoten und mehr auf andere Fähigkeiten“, konstatiert das ifo Institut. Und auch das Geschlecht kann Einfluss auf die Priorisierung der Kriterien haben: „EDV- und Sprachkenntnisse spielen besonders bei Frauen eine große Rolle, bei Männern sind Alter und Abi-Note wichtig“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Eine Zusammenfassung der ifo-Studie „Die Bedeutung von Produktivitätssignalen auf dem Arbeitsmarkt: Ein Experiment mit Lebensläufen unter Personalleitern“ steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

cs/ifo; Bild: Anton Porsche (superanton.de)  / pixelio.de

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