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News, 08.04.2008
Personalentwicklung
Change Management wird zum zentralen Thema
­Die Personalentwicklung genießt in vielen Unternehmen immer höheren Stellenwert. Die Schwerpunkte der Personalentwicklung werden sich jedoch in absehbarer Zeit verlagern, wie eine aktuelle Studie aufzeigt. Demnach in Zukunft ganz oben auf der Prioritätenliste: die Fach- und Führungskräfteentwicklung, gefolgt von Organisationsentwicklung und dem damit einhergehenden Change Management.
Eine deutliche Mehrheit von 61,5 Prozent der Personalverantwortlichen bewertet den Stellenwert der Personalentwicklung für das eigene Unternehmen als hoch. Vor allem unter sogenannten „Top-Unternehmen“ ist der hohe Stellenwert der Personalentwicklung unumstritten und wird von mehr als neun von zehn befragten Personalentscheidern auch dahingehend bestätigt. Bei allen anderen Unternehmen bestätigt dies nur etwas mehr als jeder Zweite (57%). Ein knappes Drittel der Befragten bewertet deren Stellenwert als „mittel“ (32,3%), und nur rund sechs Prozent als „niedrig“. Das zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie zur aktuellen Situation der Personalentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit der Universität Zürich durchgeführt hat.

Danach befragt, welche Themen und Aufgabenstellungen sie mit Personalentwicklung verbinden, nannten drei Viertel der Befragten das Thema „Weiterbildung“ (76%) und rund die Hälfte die Fach- und Führungskräfteentwicklung (57%). Fast jeder Zweite sublimierte unter Personalentwicklung auch das Thema Nachfolgemanagement (47%) sowie jeweils mehr als jeder Dritte Aufgaben wie Organisationsentwicklung/ Change Management (37%) und Performance Management / MbO-Prozesse (35%). Weitere 29 Prozent nannten überdies die Ausbildung von beispielsweise Lehrlingen oder auch Trainees. Jeder Fünfte verband zudem mit Personalentwicklung die Themen Nachwuchsförderung(21%), Personalauswahl und Eignungsdiagnostik (20%) sowie Kompetenzmanagement (17%). Aufgabenstellungen wie Personalmarketing (11%), Personalplanung (10%) und Mitarbeiterbefragungen (8%) sowie die Themenfelder Qualitätsmanagement (7%), Kulturmanagement (7%) und Work-Life Balance (6%) assoziiert beim Thema Personalentwicklung hingegen nur mehr eine Minderheit der Personalchefs.

Fach- und Führungskräfteentwicklung am wichtigsten

Auf die Frage, welche Schwerpunkte die Personalentwicklungsarbeit im Verlauf der letzten zwei bis drei Jahre prägten, nannte jeweils knapp die Hälfte der Entscheider Maßnahmen zur Fach- und Führungskräfteentwicklung (47%) sowie zur Weiterbildung (47%). Weitere Top-Themen waren Performance Management /MbOProzesse (40%) sowie Projekte mit Schwerpunkt Organisationsentwicklung /Change Management (30%) und Nachfolgemanagement (29%).

Während jedoch die Fach- und Führungskräfteentwicklung auch in den nächsten zwei bis drei Jahren als wichtigste Kernaufgabe von fast der Hälfte der Befragten (48%) genannt wird, schwächt sich die Bedeutung des Themas Weiterbildung deutlich ab, das mittelfristig nur noch gut ein Drittel (37%) als ein Schwerpunktthema sehen. Am stärksten ist der Bedeutungsverlust beim Performance Management, auf das in naher Zukunft nur mehr jedes fünfte Unternehmen (21%) seinen Fokus legt. Demgegenüber erfährt das Themenfeld Organisationsentwicklung /Change Management einen deutlichen Bedeutungszuwachs (plus 11%), das vier von zehn befragten Personalentwicklern (41%) als eine ihrer Kernaufgaben in den nächsten Jahren nennen.

Strategische Dimension und Felder der Personalentwicklung

Wenngleich immerhin mehr als zwei Drittel der Befragten die Ziele und Inhalte der Personalentwicklung aus ihrer Unternehmensstrategie abgeleitet und sechs von zehn Unternehmen diese in ihrer HR-Strategie verankert haben, verfügt nur rund die Hälfte (47%) über eine klare Personalentwicklungsstrategie. Im Hinblick auf die im Rahmen der Studie thematisierten vier Felder der Personalentwicklung identifizierten die Personalentwickler den größten Nutzen im Performance Management, gefolgt von Bildungsmanagement (77%), Kompetenzmanagement (72%) und Nachfolgemanagement (68%).

Gleichwohl bleibt die Zufriedenheit mit der Qualität der Personalentwicklungsfelder im Unternehmen in allen Feldern deutlich hinter den Erwartungen zurück. So zeigt sich nicht einmal die Hälfte der befragten Personalentwickler mit der Qualität des Bildungsmanagements (47,2%) und des Performance Managements (44,9%) im eigenen Haus zufrieden. Beim Kompetenzmanagement und Nachfolgemanagement sieht sogar nur jeder Vierte (28,7%) bzw. jeder Fünfte (19,2%) Anlass zur Zufriedenheit gegeben.

Besonderer Nachholbedarf besteht der Studie zufolge insbesondere beim Controlling, wonach nur jedes fünfte Unternehmen den Erfolg der Personalentwicklung systematisch misst. Rund jedes sechste Unternehmen (17%) hat Key Performance Indicators (KPI) für die Personalentwicklung definiert und jedes zehnte (12%) die eingesetzten Instrumente über ein IT-System verknüpft.

Die komplette Kienbaum-Studie „Personalentwicklung 2008“ steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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