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News, 07.03.2013
Payment-Studie
PayPal in Deutschland Online-Bezahlmethode Nr. 1
Deutsche Online-Shopper zahlen bei Bestellungen im Internet am liebsten mit dem Internetbezahldienst PayPal. An zweiter Stelle folgt laut einer aktuellen Studie der Rechnungskauf. Anders das Bild in Österreich und in der Schweiz.
Kreditkarten werden von deutschen Online-Shoppern bei Online-Käufen nicht mal halb so oft genutzt wie der Bezahldienst PayPal.
Kreditkarten werden von deutschen Online-Shoppern bei Online-Käufen nicht mal halb so oft genutzt wie der Bezahldienst PayPal.

Andere Länder, andere Sitten – diese Volksweisheit gilt auch bei den von Online-Shoppern präferierten Zahlungsformen, zumindest wenn es um die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, die sogenannte DACH-Region, geht.  Das zeigen die Ergebnisse der Payment-Studie „Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Verbraucher in D-A-CH – IZV 11“, in der das E-Commerce-Center Handel (ECC) gemeinsam mit der Hochschule Aschaffenburg im Dezember vergangenen Jahres 1.978 Internetnutzer zu den von ihnen bei Online-Käufen genutzten Zahlungsverfahren befragt hat. Danach wickeln deutsche Online-Shopper ihre Interneteinkäufe  am liebsten über den Bezahldienst PayPal ab, während Österreicher und Schweizer Bestellungen im Internet in erster Linie per Kreditkarte abwickeln. Letzteres gilt ganz besonders für die Schweiz, wo die Kreditkarte fast viermal so häufig beim Online-Kauf genutzt wird wie in Deutschland.

Rechnungskauf in DACH-Region an zweiter Stelle

Laut Studie werden mittlerweile fast ein Drittel aller Online-Käufe deutscher Konsumenten (29%) über  den von eBay übernommenen Bezahldienst PayPal abgewickelt. ECC zufolge hat sich damit der über PayPal getätigte Anteil der Kauftransaktionen in Deutschland seit der letzten Erhebung der Studie vor zwei Jahren rund verdoppelt. In Österreich wird PayPal lediglich bei 18,3 Prozent der Internetbestellungen als Zahlungsform genutzt. In der Schweiz trifft das sogar zurzeit gerade mal auf 7,9 Prozent der Online-Käufe zu.

Zweitbeliebtestes Bezahlverfahren bei Online-Käufen ist in Deutschland der Kauf auf Rechnung mit einem Transaktionsanteil von 18,0 Prozent, an dritter Stelle folgt die Lastschrift mit 14,5 Prozent. In der Schweiz wird sogar mehr als jeder fünfte Online-Kauf  per Rechnung abgewickelt (22,0%), in Österreich gilt das für 16,0 Prozent der Internet-Bestellungen. Die Lastschrift kommt in Österreich dagegen mit 4,9 Prozent nur gut ein Drittel so oft beim Online-Kauf zum Einsatz wie in Deutschland. In der Schweiz beträgt der Anteil der per Lastschrift bezahlten Online-Käufe sogar nur 2,2 Prozent.

Ähnlich große Unterschiede wie bei der Lastschrift zeigen sich im DACH-Vergleich auch bei der Kreditkartennutzung: Während in Deutschland gerade einmal 12,5 Prozent der Online-Käufe per Kreditkarte getätigt werden, trifft dies in Österreich auf 34,5 Prozent der Interneteinkäufe zu. In der Schweiz wird sogar fast die Hälfte aller Online-Käufe (47,7%) per Kreditkarte bezahlt.

„Die signifikant größere Bedeutung der Kreditkarte in Österreich und der Schweiz lässt sich unter anderem mit der internationalen Einsetzbarkeit des Bezahlverfahrens erklären. In Österreich zum Beispiel wird rund die Hälfte der Internet-Bestellungen in ausländischen Online-Shops getätigt. Hier ermöglicht die Kreditkarte besonders einfach den grenzüberschreitenden Konsum“, erläutert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.   

Am unbeliebtesten sind Online-Käufe gegen Vorkasse. Auf diese Zahlungsform entfallen in Deutschland nur 7,5 Prozent der Internet-Bestellungen. In Österreich und in der Schweiz sind es sogar nur 4,5 bzw. 5,5 Prozent.

Online-Payment-Dienste auch beim Mobile Shopping immer gefragter

Besonders stark an Stellenwert gewonnen haben internetspezifischen Bezahlverfahren beim mobilen Shopping. So hat in Deutschland bereits ein knappes Drittel der Befragten bei einem Online-Einkauf via Smartphone bereits mobile Zahlungsarten (SMS, mpass etc.) genutzt. Amazon Payments nutzte bereits ein Viertel aller Smartphone-Nutzer bei mobilen Online-Käufen. Auch beim M-Commerce in Deutschland meist genutztes Zahlungsverfahren ist mit einem Transaktionsanteil  von 44,1 Prozent der Internetbezahldienst PayPal. In Österreich und in der Schweiz rangieren die mobilen Zahlungsarten immerhin bereits an dritter Stelle. Die in Österreich bei Online-Käufen via Handy am häufigsten gewählten Zahlungsvarianten sind die Kreditkarte (48,1%), gefolgt von Paypal (29,8%). In der Schweiz erfolgen sogar 59,5 Prozent der mobilen Online-Käufe über die Kreditkarte. Zweitbeliebteste mobile Zahlungsform der Schweizer ist der Rechnungskauf (28,1%).

„Angesichts der erheblichen politischen Anstrengungen Zahlungssysteme zu europäisieren, ist es wirklich frappierend, wie stark nationale Eigenheiten im Zahlungsverkehr erhalten geblieben sind – und das sogar im angeblich „grenzenlosen“ Internet“, so Prof. Dr. Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg. „Händler mit grenzüberschreitenden Ambitionen werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie diese Unterschiede berücksichtigen.“

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