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PKV-Branchenprimus stellt sich gegen den Trend

(PM) Berlin, 29.05.2015 - Durch die Überwachung des Gesundheitsverhaltens Versicherungsbeiträge zu sparen, könnte ein neuer Hype am Versicherungsmarkt werden. Die ersten Versicherer haben solche Telemonitoring-Tarife bereits in der Schublade, die Einführung am Markt ist in Kürze geplant. Der Verbraucherschutz läuft gegen den gläsernen Kunden Sturm, Versicherte lassen sich gegen günstigere Beiträge dagegen gerne überwachen. Jetzt zeigte sich, dass der Branchenprimus Debeka vorerst keine Telemonitoring-Tarife auf den Markt bringt. Damit stemmt sich der etablierte PKV-Versicherer offensichtlich gegen einen wichtigen Trend am Markt.

Gesundheits-Apps belohnen Vernunft

Der Gedanke hinter den Telemonitoring-Tarifen ist denkbar einfach. Mit Hilfe der Gesundheits-App werden Daten der Versicherten gesammelt und ausgewertet. Ist ein gesundheitsbewusstes Verhalten nachweisbar, wird der Versicherte durch günstigere PKV-Beiträge belohnt. Die Debeka fürchtet aber offenbar, dass sich die Versicherungsprämien für kranke Versicherte dadurch stark erhöhen könnten. Und auch den Ruf der Rosinenpickerei, der der privaten Krankenversicherung traditionell anhaftet, möchte man sich offenbar nicht anlasten. Er könnte dem Image der privaten Krankenversicherer nachhaltig schaden. Daran hat offenbar gerade die Debeka im Augenblick keinerlei Interesse.

Debeka auf anderen Wegen

Fitnessarmbänder und Apps wollen dazu verhelfen, gesundheitsbewusstes Verhalten zu messen und zu belohnen. Gesunde Versicherte könnten Beitragsnachlässe erhalten, während kranke Versicherte ihre Prämien irgendwann vielleicht nicht mehr zahlen könnten, räumte der Vorstand der Debeka auf der Jahrespressekonferenz der Gesellschaft in Koblenz vor wenigen Tagen ein. Wenn nämlich gesunde Versicherte sehr günstig unter Vertrag genommen werden könnten, müssten andere Versicherte mit gesundheitlichen Einschränkungen zwangsläufig tiefer in die Tasche greifen. Genau das möchte man bei der Debeka vermeiden. Erfasst werden so sensible Daten wie eine regelmäßige sportliche Betätigung, fettarme Ernährung und ausreichend Schlaf. Im angelsächsischen Raum sind solche Krankenversicherungstarife bereits an der Tagesordnung. Trotzdem geht man bei der Debeka einen anderen Weg. Man möchte offenbar Tarife für das große Kollektiv schaffen, argumentieren die Verantwortlichen. Dadurch sei es möglich, die Beiträge auf Dauer stabil zu halten. Außerdem sei es schwierig, die Einführung von Telemonitoring-Tarifen mit den Grundsätzen der privaten Krankenversicherung zu vereinen. Die Debeka geht derzeit lieber den Weg, Versicherte in allen Tarifen zu einem gesundheitsbewussten Verhalten zu animieren und erst gar nicht zu erkranken.

Gesundheitsbewusstes Verhalten wird belohnt

Hinzu kommt, dass die Debeka gesundheitsbewusstes Verhalten schon heute belohnt. Bei Leistungsfreiheit wird nämlich ein erheblicher Teil der gezahlten Beiträge rückerstattet. Im Jahr 2014 seien beispielsweise aus den jeweiligen Tarifen mit Beitragsrückerstattungen bis zu 360 Millionen Euro an 436.000 Versicherte zurückgezahlt worden. Außerdem versichere die Debeka seit Januar 2013 auch Menschen, die eine Vorerkrankung haben, der Risikozuschlag beträgt dann maximal 30 Prozent. Der Imagegewinn sei für die Branche erheblich, gerade den Vorwurf der Rosinenpickerei konnte man damit entkräften und aus der Welt schaffen. Offenbar möchte man sich diese starke Position nicht gefährden und sieht deshalb vorerst keinen Raum für Telemonitoring-Tarife.

Wie zum Beispiel die Generali mit Apps, Wearables und Punkten die private Krankenversicherung umkrempeln will, kann man hier nachlesen: www.private-krankenversicherungen-testsieger.de/2015/04/15/punkte-apps-und-wearables-generali-krempelt-die-private-krankenversicherung-um/
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