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Ostbayerns Hoteliers suchen nach neuen Wegen für mehr Gäste

Mit mehr Service, kleinen Präsenten und begeisterten Mitarbeitern könnten die Besucherzahlen in Ostbayern weiter steigen.
(PM) Regenstauf, 20.12.2014 - Rund 16 Millionen Übernachtungen zählten Ostbayerns Hoteliers im vergangenen Jahr. In Zukunft sollen es noch mehr werden. Der Schlüssel für mehr Gäste zwischen Regensburg und Passau, zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald liegt im Service, glaubt der renommierte Marketing- und Managementexperte Klaus Kobjoll. Er sieht in Ostbayern noch erhebliches Potenzial: „Kunden wollen auf charmante Weise verführt werden“, sagt er.

Rund 500 Hoteliers, Gastronomen und angehende Hotelbetriebswirte aus der Oberpfalz und Niederbayern kamen auf Einladung der Hotelfachschule der Eckert Schulen in Regenstauf im Landkreis Regensburg zusammen, um ihre Betriebe fit zu machen für die Kunden der Zukunft. Die wichtigste Botschaft: Im Wettbewerb der Zukunft wird nur erfolgreich sein, wer sich durch besondere Serviceleistungen von der Konkurrenz abhebt.

Er schickt seinen Gästen ein Taschenmesser vor dem Start in den Natur-Urlaub und eine Schachtel Pralinen nach der Abreise, um ihnen die Wiedereingewöhnung in den Alltag zu „versüßen“: Es sind diese kleinen Präsente, die zukünftig noch mehr Besucher in die Urlaubslandschaft zwischen römischem Welterbe in Regensburg und Europas größtem Waldgebiet am „grünen Dach Europa“ locken könnten, vermutet Kobjoll. Vor allem könnten so aus einmaligen Besuchern Stammgäste werden.

Qualität im Service lässt sich nicht von oben verordnen, weiß der Experte. Um Gäste begeistern zu können, müssten zuerst die Mitarbeiter der Hotels und Pensionen motiviert sein: „Denn verheizte Menschen geben keinen Wärme“, gab der Serviceexperte den ostbayerischen Hoteliers mit auf den Weg. „Das bedeutet nicht, dass es unzumutbar ist, auch einmal mehr zu arbeiten, sondern dass man seine Angestellten als Menschen respektiert und wertschätzt“, sagte er.

Kobjolls Credo: Mitarbeiter müssen nicht nur zufrieden, sondern „begeistert“ sein. „Als Hotelier kann man sich nicht mehr selbst um jeden einzelnen Gast kümmern, die Mitarbeiter müssen den Geist des Hauses weitertragen“, weiß der gelernte Hotelfachwirt, der in der Nähe Nürnbergs den Schindlerhof selbst ein Vier-Sterne-Haus betreibt. Für die angehenden Hotelbetriebswirte, die bei Eckert das Handwerkszeug für ihren späteren Beruf erlenen, steht Service ganz oben auf dem Lehrplan, bestätigte Doris Ströble, stellvertretende Schulleiterin der Hotelfachschule der Eckert Schulen. Dort haben in diesem Jahr wieder rund 60 Nachwuchs-Hoteliers ihre Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt bzw. zum Küchenmeister erfolgreich abgeschlossen.
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