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News, 05.09.2014
Erholung der Auftragseingänge
Orders in der deutschen Industrie im Juli stark gestiegen
Eine stark erhöhte Auslandsnachfrage hat der deutschen Industrie im Juli ein kräftiges Auftragsplus beschert. Treiber beim Auftragseingang waren vor allem die Nicht-Eurozone-Länder. Aber auch im Inland legte die Bestelldynamik deutlich zu.
Die Entwicklung des Auftragseingangs in der deutschen Industrie seit Juli 2004 (Bildquelle: BMWi)
Die Entwicklung des Auftragseingangs in der deutschen Industrie seit Juli 2004 (Bildquelle: BMWi)

Die Auftragslage in der deutschen Industrie hat nach der Auftragsdelle im Juni wieder kräftig angezogen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin auf Basis aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, legten die Auftragseingänge im Juli gegenüber Juni preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,6 Prozent zu. Ein höheres Auftragsplus verzeichnete die deutsche Industrie in den vergangenen dreieinhalb Jahren lediglich im Juni letzten Jahres (+ 5,2 %) und davor zuletzt im November 2010 (+ 5,3 %). Im Juni waren die Bestellungen aufwärts revidiert um 2,7 Prozent zurückgegangen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten zwar mit einer deutlichen Erholung der Auftragseingänge gerechnet, allerdings im Mittel der Befragten nur ein Plus von 1,2 Prozent erwartet.

„Nach der Verunsicherung der Wirtschaft durch die geopolitischen Entwicklungen und der konjunkturellen Abschwächung im zweiten Quartal liefert der kräftige Anstieg der Bestelltätigkeit ein ermutigendes Signal für die Industriekonjunktur“, kommentierte das BMWi den unerwartet starken Nachfrageschub.

Nachfrageschub bei Investitionsgütern

Verantwortlich für das dicke Auftragsplus war vor allem ein starker Anstieg der Auslandsbestellungen. Sie legten im Juli gegenüber Juni um 6,9 Prozent zu, wobei hier die Impulse insbesondere aus den Nicht-Eurozone-Staaten kamen, die 9,8 Prozent mehr orderten als im Monat davor. Aber auch die Orders aus den Euro-Ländern legten gegenüber Juni deutlich zu (+1,7 %). Der Auftragseingang aus dem Inland gewann im Juli ebenfalls an Fahrt. Hier verzeichneten die Industriebetriebe ein Monatsplus von 1,7 Prozent.

Kräftigen Aufwind spürte insbesondere die Investitionsgüterindustrie. Hier schnellte der Auftragseingang gegenüber Juni um 8,6 Prozent nach oben. „Der Anteil der Großaufträge war für einen Juli stark überdurchschnittlich“, so das Ministerium. Auftragsmotor war vor allem das Ausland (+ 11,0 %), wobei der größte Teil der Orderzuwächse auf die Länder außerhalb der Eurozone (+ 14,6 %; Eurozone-Länder: + 2,9 %). Aus dem Inland gingen 4,0 Prozent mehr Orders für Investitionsgüter ein. Vorleistungsgüter wurden dagegen insgesamt nur geringfügig mehr bestellt als im Juni (+ 0,3 %), Konsumgüter sogar deutlich weniger (- 2,9 %).

Auf Jahressicht betrachtet erhöhte sich der Auftragseingang ebenfalls – und zwar im Durchschnitt aller Industriesegmente um stolze 5,0 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 4,9 % gegenüber Juli 2013). In der Zweimonatsbetrachtung Juni/Juli gegenüber dem Zeitraum April bis Mai zeigt sich zwar insgesamt dem Ministerium nach ein leichter Rückgang. „Das Niveau der Auftragseingänge insgesamt lag im Juli aber wieder über dem durchschnittlichen Niveau der ersten beiden Quartale. Dabei entwickeln sich die Auftragseingänge aus dem Ausland auch in der Tendenz günstiger als die aus dem Inland“, so das Ministerium.

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