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News, 10.08.2015
Industrienachfrage bleibt aufwärtsgerichet
Ausland stützt Auftragseingang in der Industrie
Eine höhere Nachfrage nach Investitionsgütern hat im Juni im Verarbeitenden Gewerbe für ein Auftragsplus gesorgt. Auftragstreiber war das Ausland. Im Inland schwächte sich dagegen die Bestelldynamik merklich deutlich ab.
Die Entwicklung des Auftragseingang im Verarbeitende Gewerbe seit dem Jahr 2005 (Quelle: BMWi)
Die Entwicklung des Auftragseingang im Verarbeitende Gewerbe seit dem Jahr 2005 (Quelle: BMWi)
Die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen hat sich im Juni uneinheitlich entwickelt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) berichtet, erhöhte sich der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt im Juni preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber Mai um 2,0 Prozent. Dass in der Gesamtbilanz ein Plus stand, war jedoch allein auf eine deutliche Belebung der Auslandsnachfrage zurückzuführen, die sich auf Monatssicht, begünstigt durch ein überdurchschnittlich hohes Volumen an Großaufträgen, um 4,8 Prozent verstärkte. Aus dem Inland kamen dagegen deutlich weniger Bestellungen als im Mai (- 2,0 %).

Unter dem Strich verzeichnete im Juni jedoch nur die Investitionsgüterindustrie ein Orderplus. Hier machten die Bestellzuwächse aus dem Ausland mit einem Orderplus von 7,0 Prozent den Rückgang der Bestellungen im Inland (- 2,2 %) mehr als wett und sorgten insgesamt im Juni für ein Auftragsplus von 3,7 Prozent (Eurozone: + 3,1 %; Nicht-Euroländer: + 8,8 %). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten stand zwar ebenfalls ein Auftragsplus im Ausland (+ 1,1 %), deutlich größeren Orderverluste im Inland sorgten hier jedoch  für einen insgesamt geringeren Auftragseingang als im Mai (- 0,4 %). Gleiches galt in der Konsumgüterindustrie. Hier verlor der Auftragseingang gegenüber Mai um 0,6 Prozent an Fahrt (Inland: -1,6 %; Ausland: + 0,1%).

Trotz der Bremsspuren bei der Inlandsnachfrage nahm der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe auf Quartalssicht deutlich zu. Angaben des Ministeriums zufolge überstiegen die Bestellungen im zweiten Vierteljahr das Niveau des Vorquartals im Schnitt um 3,0 Prozent. Auftragsmotor war auch auf Quartalssicht insbesondere das Ausland, wobei in der Quartalsbetrachtung alle Industriehauptgruppen ihren Auftragseingang steigern konnten. Diesen Aufwärtstrend bestätigt auch der Vorjahresvergleich. Hier verzeichnet das Verarbeitende Gewerbe gegenüber Juni letzten Jahres ein stolzes Auftragsplus von 13,5 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 7,2 %).

„Die Industrie in Deutschland dürfte in den kommenden Monaten ihren eingeschlagenen moderaten Wachstumspfad beibehalten. Hierauf deuten auch die jüngst veröffentlichten Stimmungsindikatoren hin“, so das Ministerium.

cs/BMWi
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