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Pressemitteilung

Onlinehandel in Westeuropa regional sehr unterschiedlich ausgeprägt

Das Hamburger sekundäre Marktforschungsunternehmen yStats.com beleuchtet in seinem aktuellen Bericht „Western Europe B2C E-Commerce Report 2012“ interessante Informationen zum B2C E-Commerce Markt in Westeuropa.
(PM) Hamburg, 26.10.2012 - Die Westeuropäischen Länder Großbritannien, Irland und Frankreich sind führend in Europa bezüglich der Durchdringung von Einzelhandelswebseiten und liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt von circa 80%. Auch bei dem Anteil vom mobilen Handel am gesamten Online-Handel befinden sich mit Großbritannien und Spanien zwei westeuropäische Länder unter den Top drei.

Lebensmittel und Bekleidung wichtige Produktkategorien im britischen Onlinehandel

Bestellten im Jahr 2010 noch gut zwei Drittel der britischen Bevölkerung Waren und Dienstleistungen im Internet, stieg diese Zahl 2011 bereits über 70%. In der ersten Hälfte des Jahres 2012 gaben Onlinekäufer in Großbritannien fast 35 Milliarden GBP aus. „Bekleidung und Sportartikel“ stellten 2011 die beliebteste Produktkategorie dar, gefolgt von „Reisen“ und „Haushaltsartikeln“. Auch der Onlinehandel mit Lebensmitteln und Mode, sowie die Nutzung von Daily Deal Seiten erfreuen sich in Großbritannien wachsender Beliebtheit. Fast die Hälfte aller Konsumenten kauft mindestens einmal pro Monat Bekleidung online. Zudem nimmt mobiles Shopping nimmt in Großbritannien weiter zu. In Großbritannien ist Amazon mit Abstand führend in Bezug auf die Unique-Visitor-Zahl, deutlich vor den Generalisten Argos und Tesco, die zusammen gesehen weniger Unique Visitors als Amazon alleine vorweisen können.

Steigende B2C E-Commerce Umsätze in Frankreich trotz fallender Warenkorbwerte

Obwohl die Online-Umsätze in Frankreich im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um fast ein Viertel zunehmen konnten, sank der durchschnittliche Wert der einzelnen getätigten Online-Käufe. Im Jahr 2012 plante mehr als die Hälfte aller Internetnutzer in Frankreich, Reisen online zu kaufen, gefolgt von Dienstleistungen und kulturellen Produkten wie Bücher und Musik. Etwa ein Achtel der Online-Käufer in Frankreich hat bereits über mobile Geräte eingekauft und weitere zwei-Drittel planen, dies in naher Zukunft nachzuholen. Währenddessen findet Online-Shopping über Facebook hingegen keine Anhänger. Nicht einmal 5% der Facebook-Nutzer können sich vorstellen, über die Seite einzukaufen. Beinahe die Hälfte aller Online-Shopper in Frankreich tätigten im ersten Halbjahr 2012 Online-Käufe bei Amazon, gefolgt von der Reise-Website Voyagessncf und dem Elektronik-Händler Fnac. In Bezug auf die Unique-Visitor Zahl kann jedoch Generalist La Redoute die Konkurrenz hinter sich lassen.

Mobiler Handel und soziale Netzwerke immer wichtiger im spanischen B2C E-Commerce

Im Jahr 2011 tätigten mehr als die Hälfte aller Internetnutzer Online-Käufe und gaben dabei durchschnittlich mehr als 800 Euro aus. Die beliebtesten Produktkategorien stellten 2011 „Ferienunterkünfte“ und „andere Reise-Services“ sowie „Karten für Events“ dar. Der Online-Handel mit Lebensmitteln in Spanien hat sich noch nicht durchsetzen können, wohingegen sich mobiles Shopping großer Beliebtheit erfreut. Neben dem mobilen Shopping treiben auch Social Media Seiten den Online-Handel in Spanien an. Knapp 50% aller Social Media Nutzer in Spanien lasen Produkt- oder Servicerezensionen auf sozialen Netzwerken bevor sie einen Kauf tätigten. Computer- und Elektronikunternehmen ziehen die meisten Unique Visitors in Spanien an. So stellen hier Movistar, Orange, Apple und Vodafone vier der fünf führenden Unternehmen dar.

Daily Deal Umsätze tragen zu B2C E-Commerce Wachstum in Italien bei

Für das Jahr 2012 wird ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich im italienischen Onlinehandel erwartet. Gründe hierfür sind unter anderem die wachsende Popularität von Daily Deal Webseiten und Private Sales sowie eine Zunahme im mobilen Shopping. Trotz der steigenden Nutzung mobiler Geräte, generierten diese 2011 nur etwa 1% aller Online-Umsätze.

Zalando führt in Italien vor Amazon bezüglich der Unique Visitor Zahl. Auch IBS, ein italienischer Händler von Büchern, Musik und Filmen, kann in Italien Erfolge feiern. So stiegen die Umsätze 2011, welche zum größten Teil über das Onlinegeschäft generiert wurden, auf 70 Millionen EUR.

Urlaubsbezogene Online-Käufe in den Niederlanden und Belgien sehr beliebt

In den Niederlanden wuchs der Online-Handel mit Produkten um mehr als 10% zwischen 2010 und 2011, obwohl der durchschnittliche Online-Warenkorbwert leicht gesunken ist. Urlaubsbezogene Kategorien machten die größten Anteile an den Online-Umsätzen 2011 aus. Die meist-besuchten Webseiten sind die Generalisten Bol und Wehkamp, welche bezüglich ihrer Unique-Visitor Zahlen deutlich vor dem Drittplatzierten Bekleidungshändler Zalando liegen.
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