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News, 10.12.2013
Online-Marketing-Studie
B2B-Unternehmen verkennen Suchmaschinen
Obschon das Internet neben Messen für B2B-Unternehmen mittlerweile die wichtigste Quelle für neuer Kunden ist, betreiben nur wenige eine aktive Lead-Generierung im Netz, zeigt eine neue Studie. Selbst unter eigenen Produktbegriffen sind Weltmarktführer oft nur schwer in Suchmaschinen zu finden.
Gerade bei für das eigene Geschäft relevanten Suchbegriffen ist es meist in Sachen Suchmaschinenoptimierung nicht weit her.
Gerade bei für das eigene Geschäft relevanten Suchbegriffen ist es meist in Sachen Suchmaschinenoptimierung nicht weit her.

97 Prozent der Internetnutzer verwenden Suchmaschinen zur Anbieterrecherche. Unternehmen wie BASF sind mit über 8000 Suchworten in den Toplisten von Google präsent. 40 Prozent der 45 untersuchten B2B-Unternehmen sind jedoch mit weniger als tausend Suchworten vertreten. Viele davon nur mit Kombinationen des eigenen Firmennamens statt mit den für die Neukundengewinnung interessanten generischen Begriffen. Das zeigt die Studie „B2B Online" von Absolit Consulting. Danach ist BASF mit Suchworten wie "Duales Studium International", "Bernsteinsäure" oder "Volontariat Unternehmenskommunikation" auf der Google-Startseite vertreten. ABB steht mit Begriffen wie "Prozessautomation", "Generatorschalter" und "Trockentransformatoren" auf Platz eins. Vaillant schätzt sich glücklich, mit "Gasheizung", "Mikro Blockheizkraftwerk" und "Heizung modernisieren" Googles Rang eins zu belegen.

Ein Webauftritt eines B2B-Unternehmens besteht meist aus rund 20.000 einzelnen Webseiten, die mit einem Content-Management-System verwaltet werden. Im Mittel haben B2B-Websites etwa 200.000 Besucher pro Monat. Noch gibt es keinen Standard bei der Wahl der Domainnamen. Der Trend geht jedoch zu einem weltweit einheitlichen Domainnamen, der meist mit .com endet. Interessant ist die Auswertung der Besucherherkunft. Bei Akzo Nobel und SKF steht Indien ganz oben auf der Liste der Herkunftsländer, ebm-papst, Heideldruck und Schaeffler dagegen sind eher in China stark.

Unternehmensimage wird verstärkt von Social Media beeinflusst

Immer wichtiger wird das Social Web für die Reputation eines Unternehmens. Firmen wie John Deere, Krones und BASF schaffen es in Facebook durch persönliche Postings und kompetente Antworten Kundennähe zu demonstrieren. Die Fans honorieren dies und treten mit Fragen an die Unternehmen heran oder posten Bilder ihrer Produkte. So entsteht das Bild einer lebendigen Marke. Über ein Viertel der Unternehmen haben den Weg zu Facebook noch nicht gefunden. Viele junge Menschen verstehen das nicht. "Wer heute Facebook ignoriert, hat morgen ein Problem bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter", kommentiert Studienautor Dr. Torsten Schwarz die Bedeutung des Social Web für das Personalmarketing.

Für die Berechnung der Onlinepräsenz analysierte Absolit 24 Kriterien, wie Besucher der Website, Reputation und Anzahl der Seiten einer Website. Die Anzahl der Suchworte, mit denen ein Anbieter in den Top-Positionen von Suchmaschinen erscheint, wurde ebenso erfasst wie die Anzahl verlinkender Domains. Für die Ermittlung der Aktivität im Social Web wurden Facebook, Twitter und Google+ untersucht. Wie viele Fans und Follower hat ein Unternehmen, wie aktiv sind diese und wie oft wird die Marke erwähnt? Aus allen Messwerten wurde für die drei Bereiche Web, Suchmaschinen und Social Web jeweils ein Index ermittelt. Aus der Summe der Indizes wurde das Ranking errechnet.   

Analysiert wurden die 45 online-aktivsten B2B-Unternehmen:  ABB, Akzo Nobel, BASF, Carl Zeiss, Claas, Dachser, ebm-papst, Evonik Industries, Festo, Festool, Fischerwerke, Geberit, Hansgrohe, HeidelbergCement, Heideldruck, Hexal, Hochtief, John Deere, Knauf Gips, Knorr-Bremse, Krones, KUKA Roboter, Linde, Maschinenf. Reinhausen, Mettler-Toledo, Rohde & Schwarz, Saint-Gobain Isover, Schaeffler, Schöck Bauteile, Schott, SEW-Eurodrive, Sick, SKF, Smurfit Kappa, Systemair, ThyssenKrupp, Trumpf, Vaillant, Voith, Wacker Chemie, Webasto, Weinig, Wilo, Würth, ZF Friedrichshafen.

Eine kostenlose Kurzversion der Studie steht kostenlos als PDF zum Download zur Verfügung.
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