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Ohne IPv6 – Sand im Logistik-Getriebe

Die Vernetzung regionaler, nationaler und internationaler Märkte ist die Basis für eine zukunftsfähige Logistik.
(PM) München, 05.06.2012 - Damit diese Vernetzung auch technisch im Unternehmensnetzwerk zwischen Niederlassungen und Partnern reibungslos funktioniert, sollten Logistikunternehmen die Umstellung auf IPv6 zur Chefsache machen: Denn wenn nicht rechtzeitig alle Beteiligten mit dem Internetprotokoll umgehen können, kann es böse Überraschungen geben.

Der Stellenwert gerade von Wachstumsmärkten in China, Südostasien, Afrika oder Brasilien ist für europäische Logistikfirmen hoch und sie unterhalten dort oft ihre eignen Standorte. Im Hinblick auf die Einführung des neuen Netzwerk-Protokolls IPv6 gestaltet sich hier die Lage brisant: Denn Unternehmen aus diesen Ländern rüsten gerade technisch massiv auf – und erhalten im Zuge dessen meist gleich neue IPv6-Adressen. Arbeitet das Partnerunternehmen in Europa noch auf Basis des herkömmlichen Internetprotokolls IPv4 sind Probleme vorprogrammiert. Da der Austausch via IP-Netz eine lebenswichtige Geschäftsgrundlage ist, sind Logistikunternehmen dringend gefordert, schnell zu reagieren und auf IPv6 umzustellen. Sie riskieren sonst gravierende „Verständigungsschwierigkeiten“.

Aber was bedeutet eine Umstellung konkret? Viele Firmenchefs stellen sich die bange Frage, was auf sie zukommt, an Investitionen, Aufwand und Veränderungen. Sind die alten IPv4-Adressen nicht mehr gültig? Sind Unternehmensrechner und die neue Filiale nicht mehr erreichbar? Ist neue Hardware nötig, läuft die Software noch?

Die Umstellung auf das neue Internetprotokoll bringt eine ganze Reihe funktionaler Veränderungen mit sich. Die Folge: Es kann zu Verständigungsschwierigkeiten zwischen IPv6-fähigen und IPv4-fähigen Netzwerkgeräten kommen, denn IPv6 kann mehr und macht einiges anders als das herkömmliche Internetprotokoll. Wie wirkt sich das nun in der Praxis aus?

Sobald Geschäftsbeziehungen zu einem Unternehmen oder einer Niederlassung bestehen, das bereits in einem IPv6-Netzwerk arbeitet, das andere aber noch mit dem herkömmlichen Internetprotokoll, besteht die Gefahr, dass es zu Kollisionen im Datenverkehr kommt. Einige Beispiele:

Ein IPv6-Datenpaket kommt an einer IPv4-Firewall an. Dort wird es entweder blockiert, weil es als unbekannt identifiziert wird oder es wird aufgrund von Kommunikationsproblemen von IPv4 und IPv6 von der Firewall ungeprüft durchgelassen. Beides ist unerwünscht: Im ersten Fall gelangt vielleicht der Kunde nicht auf Ihren Firmenwebshop und der Zulieferer nicht ins Bestellsystem. Im zweiten Fall entsteht ein Sicherheitsleck, da unbekannte Daten ins Unternehmensnetzwerk eindringen.

Ein weiteres Beispiel: Ein Außendienstmitarbeiter will sich aus Asien, wo bereits mit einer IPv6-Infrastruktur gearbeitet wird, via Virtual Private Network (VPN) in die Hauptniederlassung mit einem IPv4-Router einloggen. Die beiden IP-Protokolle verstehen sich nicht und die Verbindung scheitert.

Gut beraten ist der, der sicherstellt, dass Niederlassungen und Zulieferer in einer einheitlichen Umgebung laufen. Da die letzte IPv4-Adressen in diesem Jahr vergeben wurden und sozusagen „vergriffen“ sind, ist man als Unternehmer auf der sicheren Seite, wenn alle Parteien, die im Firmennetzwerk integriert sein sollen, auf den neuen IPv6-Standard umgestellt werden.

Der Münchener Internetprovider SpaceNet erwarb als erster Provider Deutschlands IPv6 Adressen. Aus seinem langjährigen Erfahrungsschatz haben die Hostingexperten der SpaceNet AG eine Checkliste erstellt, die kurz und knapp eine erste Entscheidungshilfe und Kurzanleitung dazu gibt, was bei der Umstellung zum neuen Netzwerkprotokoll IPv6 zu bedenken und zu unternehmen ist. Sie steht unter www.space.net/ipv6 zum Download bereit. www.space.net/ipv6
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