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News, 04.09.2012
Krisenkommunikation
Nur wenige PR-Abteilungen auf Whistleblowing-Krise vorbereitet
Das Verbreiten von Unternehmensinterna durch eigene Mitarbeiter, so genanntes Whistleblowing, kann für Firmen weitreichende Folgen haben. In einem solchen Fall ist meist auch eine Strategie in Sachen Unternehmenskommunikation gefragt. Derzeit würden allerdings die meisten Kommunikationsverantwortlichen von einer Whistleblowing-Krise kalt erwischt, zeigt eine Umfrage.
Nur eine kleine Minderheit der Kommunikations-abteilungen verfügt im Falle einer Whistleblowing-Krise über einen Notfallplan.
Nur eine kleine Minderheit der Kommunikations-abteilungen verfügt im Falle einer Whistleblowing-Krise über einen Notfallplan.
Neben Plattformen wie „WikiLeaks“ lädt seit Kurzem auch DIE ZEIT zum Whistleblowing ein. So eröffnete die Wochenzeitung jüngst einen anonymen Briefkasten für Unternehmensinterna. In diesem Kontext bestätigt jetzt eine Umfrage von VIProfessionals, einer Community für PR-Experten, die vom Nachrichtendienst PRprofessional ins Leben gerufen wurde, dass Unternehmen aus Sicht von Kommunikationsexperten durch solche Wistleblowing-Angebote kommunikationspolitisch in arge Bedrängnis geraten können. So stufte fast die Hälfte der befragten  Kommunikationsexperten (47%) das Risiko, durch Angebote wie das der ZEIT als Unternehmen in eine Kommunikationskrise zu geraten, als sehr hoch oder hoch ein. Dass von solchen Angeboten keine erhöhte Gefahr in Sachen Whistleblowing ausgeht, meinten dagegen nur acht Prozent.

Nach Meinung der Befragten steht in einem Whistleblowing-Fall vor allem das Unternehmensimage auf dem Spiel: Fast drei Viertel sehen die Gefahr, dass dies in einem solchen Fall immensen Schaden nehmen könnte (71%). Auch meint die Hälfte der Befragten, dass die Hemmschwelle, sensible Dokumente wie Verträge oder Datenbankauszüge zu veröffentlichen, durch Angebote wie der ZEIT erheblich abgesenkt wird und die Kontrolle von Unternehmensinformationen nicht mehr in den Händen der Entscheider liegt. Dennoch ist nur eine Minderheit der Kommunikationsverantwortlichen auf einen solchen Ernstfall vorbereitet. So hat gerade einmal jeder Sechste einen Plan, wie im Falle einer Whistleblowing-Krise kommunikationspolitisch vorzugehen ist. Rund ein Fünftel will zwar einen solchen Notfallplan in absehbarer Zeit erstellen (24%), ein ebenso hoher Anteil will allerdings auch weiterhin darauf verzichten. Weitere 37 Prozent sind, was den Umgang mit dem Thema Wistleblowing angeht, aktuell noch unentschlossen und warten daher erst einmal ab. „Bleibt zu hoffen, dass es dann nicht schon zu spät ist“, so PRprofessional.de.
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