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News, 05.12.2017
Umfrage zu Erpressersoftware
Nur eine Minderheit schützt sich aktiv vor Ransomware
Entwickler und Verbreiter von Erpressersoftware, sogenannter Ransomware beziehungsweise Cryptolocker, haben bei den meisten Deutschen leichtes Spiel, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Opfern von Ransomware empfiehlt der Bitkom das geforderte "Lösegeld" auf keinen Fall zu zahlen.
Opfern von Ransomware empfiehlt der Bitkom das geforderte "Lösegeld" auf keinen Fall zu zahlen.
Der Computer startet, doch statt der gewohnten Oberfläche erscheint ein roter Bildschirm mit dem Hinweis, dass die Daten auf dem Gerät verschlüsselt worden seien und nur gegen Zahlung von 300 US-Dollar wieder freigegeben würden. Im Mai dieses Jahres wurden mehr als 200.000 Computer auf diese Weise von dem Schadprogramm WannaCry lahmgelegt. Wie Digitalverband Bitkom jetzt in einer repräsentativen Umfrage ermittelt hat, haben Cyberkriminelle bei der Verbreitung solcher Erpressersoftware, sogenannter Ransomware, in Deutschland leichtes Spiel. So gaben in dieser nur vier von zehn befragten Computernutzern (40 %) an, von der Existenz entsprechender Schadprogramme bereits gehört zu haben. 60 Prozent dagegen waren die Begriffe Erpressersoftware beziehungsweise Ransomware gänzlich unbekannt. Eine Arglosigkeit, die aus Sicht von Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, nicht sein sollte, da sich Nutzer schon mit wenigen Maßnahmen schützen oder den Schaden minimieren könnten. „Wer sich im Internet bewegt, der muss sich auch über mögliche Bedrohungen informieren“, mahnt der Bitkom-Chef.

Ransomware-Gefahr wird vielfach unterschätzt


Bei jenen, denen die Existenz von Ransomware wie etwa Cryptolocker bekannt ist, wird die Bedrohung vielfach unterschätzt. So hat nur gut die Hälfte der Befragten (52 %), die hiervon bereits gehört haben, Angst, selbst Opfer einer digitalen Erpressung zu werden. Aber selbst von jenen, die eine Infektion ihres Computers mit Erpressersoftware fürchten, ergreifen nur 56 Prozent aktiv entsprechende Schutzmaßnahmen, etwa durch regelmäßige Backups beziehungsweise Sicherung der eigenen Daten. Vier von zehn Befragten (41 %) unternehmen trotz ihrer Sorgen dagegen bislang nichts zum Schutz vor Ransomware-Attacken.

Betroffenen, deren Computer von Erpressersoftware infiziert wurde, rät Rohleder, sich nicht auf eine solche Erpressung einzulassen. „Ob nach Bezahlung des verlangten Lösegelds die Daten wirklich entschlüsselt werden, ist höchst ungewiss“, so der Bitkom-Hauptgeschäftsführer. Als Präventivmaßnahme gegen Ransomware-Attacken empfiehlt der Biktom mit einer starken Firewall und Virenschutzprogrammen dafür zu sorgen, dass niemand den eigenen PC verschlüsseln kann.

„Kommt es zum Worst Case, kann man mit einem stets aktuellen Backup vorsorgen. Dann kann im Notfall diese Sicherungskopie auf den Computer aufgespielt werden, so dass der Schaden gering bleibt“, so Rohleder. Auch rät der Bitkom Opfern von Ransomware-Attacken,  sich an die Behörden zu wenden. „Hierfür gibt es bei den Landeskriminalämtern eine Zentrale Ansprechstelle Cyberkriminalität (ZAC)“, so der Digitalverband.

cs/Bitkom; Bild: Christiaan Colen / flickr
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