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News, 01.09.2011
Nur Online-Handel top
Einzelhandel mit mauem Start ins 2. Halbjahr
Der deutsche Einzelhandelsumsatz ist im Juli nach einem kräftigen Plus im Juni wieder leicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel sogar zum zweiten Mal in Folge einen Umsatzrückgang. Im Online-Handel legte allerdings der Umsatz kräftig zu.
Neben dem Einzelhandel mit Lebensmittel büßten im Juli vor allem Kauf- und Warenhäuser binnen Jahresfrist an Umsatz ein.
Neben dem Einzelhandel mit Lebensmittel büßten im Juli vor allem Kauf- und Warenhäuser binnen Jahresfrist an Umsatz ein.
Das monatliche Auf- und Ab im deutschen Einzelhandel setzt sich fort. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, hat der Einzelhandel im Juli nominal 0,2 Prozent weniger umgesetzt als Juni. Inflationsbereinigt blieb der Einzelhandelsumsatz binnen Monatsfrist konstant. Im Juni waren die Umsätze, nachdem sie im Mai nominal um 2,0 Prozent (real: -1,%) gesunken waren,  sowohl nominal als auch real um 4,5 Prozent gestiegen. Auf Jahressicht stand dem Statistikamt zufolge ebenfalls ein Minus, demnach der Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels im Juli nominal 0,4 Prozent und real 1,6 Prozent hinter dem des Vorjahresmonats zurückblieb. „Allerdings hatte der Juli 2011 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Juli 2010“, relativierte die Statistikbehörde in ihrem Bericht.

Deutliche Umsatzeinbußen verzeichnete vor allem der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, der im Juli nominal 1,6 Prozent weniger umsetzte als im Jahr zuvor. Real sank hier der Umsatz gegenüber Juli 2010 sogar um 3,5 Prozent. Am stärksten büßte der Facheinzelhandel real an Umsatz ein (-3,8%; nominal: -1,6%). Der Umsatz der Supermärkte, Discounter und Verbrauchermärkte lag im Juli real 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau (nominal: -1,6%).

Sommerhoch im Online-Handel

Im so genannten Non-Food-Einzelhandel lag der Umsatz im Juli dagegen insgesamt über alle Unterbranchen hinweg nominal 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (real: +0,2%).  Auch hier gab es jedoch Verlierer. Hierzu zählte insbesondere der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (u.a. Kauf- und Warenhäuser), der im Juli real 3,8 Prozent weniger umsetze als im Vorjahresmonat (nominal: -2,7%), sowie der Einzelhandel mit kosmetische, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal: -3,4%; real: -2,4%). Auch der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren büßte real an Umsatz ein (real: -0,2%; nominal: +1,7%).

Anders im Versand- und Online-Handel, der im Juli offenbar vom schlechten Wetter profitieren konnte und ein nominales Umsatzplus von 6,5 Prozent verbuchen konnte (real: +5,5%). Im Juni hatte hier der Umsatz lediglich 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Im sonstigen Einzelhandel (z.B. Bücher und Schmuck) stieg Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls (nominal: +1,5%; real: +4,3%). Auch Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baumaterialien wurden mehr gekauft (nominal: +0,6%;  real: +0,7%).

Betrachtet man die kumulierten Umsätze seit Jahresbeginn bleibt der deutschen Einzelhandel trotz der im Juli und Juni gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufigen Umsatzentwicklung allerdings auf Wachstumskurs. So steht im Zeitraum Januar bis Juli dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im deutschen Einzelhandel ein nominales Umsatzplus von 1,0 Prozent zu Buche (real: +1,0%). Allerdings hat sich das Umsatzwachstum mittlerweile deutlich abgeschwächt: Im Juni war der kumulierte Jahresumsatz noch 2,9 Prozent (real: +1,3%) und im Mai 3,1 Prozent (real: +1,5%) über dem Vorjahresniveau gelegen.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der Branchenverband HDE insgesamt im deutschen Einzelhandel ein Umsatzplus von 1,5 Prozent. "Das ist nicht überschäumend, aber solide", so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser gegenüber Reuters.
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