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News, 15.03.2017
Tool zum Monitoring des Energieverbrauchs
Neues „Energiebuch“ hilft Handwerk Energiekosten einzusparen
Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) bietet Handwerksbetrieben jetzt mit dem „Energiebuch“ ein kostenfreies Instrument, das es auf einfache Art und Weise ermöglicht, den Energieverbrauch im Unternehmen zu erfassen und zu reduzieren.
ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer (links) und Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer Saar-Lor-Lux Umweltzentrum GmbH, stellen Energiebuch vor. (Bild: HWK des Saarlandes)
ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer (links) und Hans-Ulrich Thalhofer, Geschäftsführer Saar-Lor-Lux Umweltzentrum GmbH, stellen Energiebuch vor. (Bild: HWK des Saarlandes)

Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse hat die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE) erstmals das sogenannte „Energiebuch“ vorgestellt. Mit diesem können Geschäftsführer kleiner und mittelgroßer Handwerksbetriebe alle betrieblich relevanten Daten zum innerbetrieblichen Energieverbrauch übersichtlich erfassen und überwachen. "Den Überblick über den innerbetrieblichen Energieverbrauch zu haben, wird für Geschäftsführer gerade auch wegen der ständig steigenden Energiepreise immer wichtiger. Mit dem Energiebuch können Handwerksbetriebe ihren Energieverbrauch und damit die Energiekosten leicht kontrollieren und reduzieren“, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), der die Mittelstandsinitiative mitinitiiert hat. „Wie das geht, erfahren die Betriebe bei ihrer Handwerkskammer, ihrem Fachverband oder ihrer Innung".

Wenn es um die Dokumentation des Energieverbrauchs im Unternehmen geht, denken viele Unternehmer zuallererst an arbeits- und zeitintensive Management- bzw. Auditsysteme. Deshalb haben die Umweltzentren des Handwerks in mehr als 700 Vor-Ort-Besuchen die spezifischen Anforderungen in Handwerksbetrieben ermittelt und das Energiebuch sowohl inhaltlich als auch in seiner Form auf diese ausgerichtet ausgestaltet – und zwar als einfacher Ordner mit vorgefertigtem Registersystem. Damit erhalten Handwerksbetriebe jetzt ein Instrument, das von der Erfassung zentraler Energieträger und der damit einhergehenden Kosten über die konkrete Betrachtung von Einzelmaschinen und des Fuhrpark bis hin zur Auswertung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Emission eine detaillierte Dokumentation ermöglicht.

„Der Betriebsinhaber entscheidet selbst, was er neben dem alltäglichen Betriebsablauf leisten kann und wie umfassend die Dokumentation seiner Energiedaten ausfällt. In der Summe ermöglicht das Energiebuch belastbare Aussagen über Energieverbräuche und Einsparmöglichkeiten und schafft damit eine wichtige Grundlage für sinnvolle betriebswirtschaftliche Entscheidungen“, so die Mittelstandsinitiative in ihrem Bericht. „Auch für Betriebe, die ihre Abläufe und ihre Energieeffizienz gemeinsam mit anderen Unternehmen im Rahmen von Energieeffizienznetzwerken verbessern wollen, ist es eine kosteneffiziente Grundlage.“

Ein besonderer Kostentreiber im Energiebereich ist aktuell die EEG-Umlage. Wie die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz berichtet, hat sich die EEG-Umlage allein in den letzten fünf Jahren mit nunmehr einem Allzeithoch von 6,88 ct/kWh nahezu verdoppelt. Und der nächste mit der Energiewende einhergehende Kostentreiber - das Netzentgelt – ist bereits in Sicht. „Ein Ende der steigenden Strompreise ist nicht absehbar. Ebenso steigen die Preise anderer Energieträger weiter“, so die Mittelstandsinitiative.

Weitere Informationen zum Energiebuch finden Interessierte auf der Website energieeffizienz-handwerk.de. Informationen und Hilfestellungen zur Gründung von oder Mitarbeit in Energieeffizienznetzwerken bietet ein kostenfreier Leitfaden der „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“, der kostenfrei zum Download zur Verfügung steht.

Die „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ (MIE) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. (DIHK), des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Die Initiative unterstützt die Umwelt- und Transferzentren Handwerksbetriebe bei der Analyse ihres betrieblichen Energieverbrauchs, bei der Identifizierung von Einsparpotenzialen und bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Dabei erhalten die Betriebe bei einem Vor-Ort-Termin zunächst eine Einstiegsberatung und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise.

cs/MIE

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