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Neue Renditetiefs absehbar?

Experten sind sich über die globale Wirtschaftslage nicht stimmig
(PM) Friedrichsdorf, 07.12.2009 - Auch im Jahr Zwei der weltweiten Finanzkrise sind sich die Experten über die Zukunft der globalen Konjunktur nicht einig. Die Prognosen und Einschätzungen über die weitere Zukunft lagen selten so weit auseinander, wie dies derzeit zu beobachten ist.

Sieht man mit den Kenntnissen aus der Historie auf die Anleihemärkte, die den klassischen Ruf als sicherer Hafen genießen, will allerdings keine rechte Begeisterung aufkommen. Der im Januar begonnene Renditewachstum steht nämlich technisch auf ziemlich unsicheren Füßen, zumal der in den letzten Wochen erfolgte Rückzug inzwischen das analytisch gesunde Maß einer ‚normalen’ Stabilisierung zu sprengen droht.

Hinzu kommen die Zweifel, die mit der Struktur des Anstiegs im Zusammenhang stehen, wenn man beispielsweise die ‚Elliott Waves’ zugrunde legt. Wenig Zuversicht lassen überdies die fast ausnahmslos negativen Tages- und Wochenindikatoren zu, die keinerlei Stabilisierungsansätze erkennen lassen.

Insofern steht die weitere Zukunft des flachen mittelfristigen Aufwärtstrends unter keinem guten Stern. Besser gesagt dürften die Tage dieser Gezeitenlinie ausgezählt sein und ein abermaliger Test der historischen Tiefs von knapp 2,90 % in nächster Zeit nur schwer zu vermeiden sein.

Diese Bereiche gelten als technisch solide Unterstützung und sollten den Verfall zumindest vorübergehend bremsen und einen Genesungsversuch ermöglichen können. Angesichts des von übergeordneter Seite herrührenden Drucks auf diese Ebenen sind jedoch auch darüber hinaus reichende Abschläge keineswegs auszuschließen.

Wohin die Reise in einem solchen Fall genau gehen wird, lässt sich mangels charttechnischer Orientierungsmarken nicht mehr logisch ableiten. Um ein solch ernüchterndes Bild abwenden und wieder von ‚besseren’ Zeiten ausgehen zu können, wäre ein Bruch des steileren Abwärtstrends vonnöten. Eine Wiederkehr über die im Bereich 3,65 % gelagerte horizontale Barriere ist derzeit nicht absehbar.

Marcus Metz von Staudt Research zur aktuellen Lage: „Ein ernüchterndes Szenario, da die aus der Vergangenheit geläufige Wechselwirkung in einem solchen Falle empirisch nichts Gutes für die Zukunft der Aktienmärkte erwarten lässt und auch die Hoffnungen auf eine Besserung der wirtschaftlichen angegriffenen Lage effektiv zusammenschmelzen.“

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