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News, 26.01.2015
Treiber der gefühlten Inflation
Nahrungsmittelpreise erheblich über Inflation gestiegen
Während die Verbraucherpreise insgesamt betrachtet immer langsamer steigen, mussten Verbraucher gerade bei Lebensmitteln in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich starke Preiserhöhungen hinnehmen.
2013 lag die Teuerung von Nahrungsmitteln rund um das Dreifache über der Inflation.
2013 lag die Teuerung von Nahrungsmitteln rund um das Dreifache über der Inflation.

Statistik ist geduldig und die gefühlte Inflation oft stärker als die allgemeine Jahresteuerungsrate Anlass zu geben scheint. Ein Treiber der gefühlten Inflation sind insbesondere die Lebensmittelpreise. Und gerade hier gab es in den vergangenen Jahren starke Preisanstiege, wie eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes jetzt ergab. So mussten Verbraucher für Lebensmittel im vergangenen Jahr in Deutschland durchschnittlich 11,5 Prozent mehr zahlen als Jahr 2010. Damit erhöhten sich die Nahrungsmittelpreise rund doppelt so stark wie die Preise für Waren und Dienstleistungen insgesamt insgesamt. Sie stiegen im selben Zeitraum lediglich um 6,6 Prozent.

Besonders stark nach oben ging es mit den Lebensmittelpreisen im Jahr 2013. Hier kletterten die Preise für Nahrungsmittel gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 4,4 Prozent und damit dreimal stärker als die Verbraucherpreise insgesamt (Inflation: + 1,5 %). Überdurchschnittlich starke Preisanstiege bei Lebensmittel gab es auch im Jahr 2012, als sich Nahrungsmittel im Jahresschnitt um 3,2 Prozent verteuert hatten (allgemeine Jahresteuerungsrate: + 2,0 %). Im Jahr 2014 lag die Teuerungsrate von Lebensmitteln dagegen nur geringfügig über der durchschnittlichen Teuerung (Lebensmittel: +1.0 %; allgemeine Inflationsrate: + 0,9 %).

Am stärksten zogen die Preise für Molkereiprodukte an. Für solche mussten Konsumenten im Jahr 2014 durchschnittlich 19,5 Prozent mehr zahlen als im Jahr 2010. Ähnlich starke Preisanstiege gab es auch bei Obst, das sich im Schnitt um 16,8 Prozent verteuerte. Gleiches galt für Speisefette und Speiseöle: Hier lagen die Preise im vergangenen Jahr im Schnitt um 15,1 Prozent über dem Niveau des Jahres 2010.

Bild: Magnus Bühl / pixelio.de

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