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Myanmar: Neues Goldgewand für die Shwedagon Pagode

In regelmäßigen Abständen wird das Gold an der berühmten Shwedagon-Pagode in Yangon in Myanmar erneuert.
(PM) München, 22.07.2015 - Gerade wurde wieder eine Renovierung abgeschlossen, sodass die wichtigste Pagode der Fünf-Millionen-Metropole wieder wie neu erstrahlt. Dieses Mal haben besonders viele Menschen gespendet: Insgesamt 16.000 Platten

Auf einem Hügel im Norden Yangons erhebt sich die Pagode mit ihrer zentralen Stupa: Der glockenförmige Turm ist von fast überall in der Stadt zu sehen und bestimmt somit das Bild der Stadt. Über einen der vier Aufgänge des Komplexes betritt man eine in sich geschlossene Welt. Doch verschlossen bleibt sie niemandem. Auch wer mit dem Buddhismus und seinen Riten nichts am Hut hat, fühlt sich gleich geborgen.

Die Shwedagon-Pagode imponiert mit einem beispiellosen Kunstschatz: 60.000 Quadratmeter misst die Plattform, von deren Mitte der zentrale Stupa beinahe hundert Meter aufragt. Auf der Plattform gibt es mehrere Dutzend Tempel und Andachtshallen, Pavillons und Altäre, übermannsgroße Figuren als Wächter vor den Mächten des Bösen, kostbare Tierdarstellungen für die Planeten und Wochentage. Die Spitze des Stupa krönt der wertvollste Schirm der je im Land gefertigt wurde – als Symbol des Himmlischen. Die Edelsteine und die Glocken aus reinem Gold dort oben sind nur für die Vögel sichtbar, die unablässig um die Spitze des Heiligtums kreisen.

Die Ursprünge der Pagode sind nicht genau bekannt, reichen aber etwa zweieinhalbtausend Jahre zurück. Von den ersten Baumeistern existieren keine Pläne. Deshalb ranken sich zahlreiche Legenden um das Bauwerk. Eine davon berichtet von dem Omen, das genau an diesem Ort das Erscheinen von fünf Buddhas voraussagte. In den geheimen Kammern des Stupas sollen Reliquien von vier Buddhas aufbewahrt sein, die nach einer der zahlreichen Deutungslehren bislang auf Erden wandelten. Dazu gehörten beispielsweise acht Haare des vierten Buddhas Siddhartha Gautama, der als Begründer der Lehre verehrt wird.

Vom 15. Jahrhundert an wurde die Shwedagon-Pagode immer wieder umgebaut, vergrößert und verschönert. Es ist ein geradezu überirdisches Licht, das bei Tag und auch bei Nacht leuchtet, wenn die Pagode von Scheinwerfern angestrahlt wird; dieses Licht erscheint wie das Leuchten des Geistes, der diesen magischen Ort umfängt. Als Besucher lässt man sich am besten einfach auf dem sonnenwarmen Marmorboden der Plattform nieder und lässt das Geschehen auf sich wirken: die Vielgestaltigkeit der Formen und Farben, das Tapsen nackter Füße auf dem Stein, das diskrete Flüstern der Gläubigen, der Wind, der mit den Glöckchen spielt, die dumpfen Klänge der Gongs, deren Schläge anzeigen, dass ein Mensch Gutes getan hat.
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