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Mutaree-Change-Barometer: Zinsen und Gesetze im Finanzsektor wichtiger als Digitalisierung und Image

(PM) Wiesbaden, 18.06.2015 - Die deutschen Banken sehen in neuen regulatorischen Auflagen und gesetzlichen Zwängen sowie der Entwicklung des Zinsniveaus, bei einem erwarteten dauerhaften Niedrigzins, die größten Herausforderungen für ihre Branche. Die zunehmende Digitalisierung ihres Geschäftes, auch durch neue Wettbewerber, folgt erst an dritter Stelle der Prioritätenliste. Die durch die Bankenkrise entstandenen negativen Imageeffekte werden als wenig bedeutend eingeschätzt. Außerdem treffen die Banken kaum Vorbereitungen für Veränderungen aufgrund der Digitalisierung. Dies sind Ergebnisse des Change-Barometers 5, „Herausforderungen der Bankenbranche 2014 bis 2018“, durchgeführt von der Changeberatung Mutaree GmbH. An der Studie beteiligten sich 283 Teilnehmer.

„Im Bankenumfeld stehen, jetzt und in Zukunft, an mehreren Fronten erhebliche Veränderungen an. Die deutschen Banken sind in ihrer Strategie eher beständig als agil. Veränderungsprozesse werden intensiv abgewogen. Das führt dazu, dass die Banken auf individueller Ebene oft wenig auf Veränderungen vorbereitet sind und folgerichtig ihre Erfolgsquote auch nicht sehr hoch einschätzen – nicht die besten Aussichten in einer sich immer rascher wandelnden Wirtschafts- und Kunden-Wertewelt“, sagt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH.

Veränderung nur wenn es wehtut

Viele deutsche Banken scheinen sich nur dann in eine neue Richtung zu bewegen, wenn Gesetze, Markteinflüsse oder andere externe Faktoren eine Veränderung zwingend notwendig machen. Dort, wo der eigene Handlungsspielraum am größten ist, bleibt man oft passiv. Traditionelle Geschäftsbereiche und Leistungen brechen weg, etwa in der Maschinenfinanzierung, bei Konsumentenkrediten im Immobiliengeschäft oder beim Zahlungsverkehr. Als größte Veränderungstreiber sehen die Banken aber nach wie vor „steigende regulatorische Auflagen und gesetzliche Zwänge“ (82 Prozent sehen einen hohen Einfluss) und die „Entwicklung des Zinsniveaus/eines dauerhaften Niedrigzinses“ (73 Prozent). Die Digitalisierung wird lediglich von 39 Prozent als wichtiger Veränderungstreiber wahrgenommen. Fragt man nach den Herausforderungen der Zukunft, steigt der Wert für das Thema Digitalisierung immerhin auf 59 Prozent. Der geringe Ausprägungsgrad der Vorbereitung für Veränderungen auf diesem Feld lässt aber vermuten, dass der Handlungsdruck aktuell noch nicht als groß empfunden wird. Ebenso bedenklich: bei acht von zehn Veränderungsthemen hat rund die Hälfte der Teilnehmer keine Vorbereitungen oder Reaktionen geplant bzw. noch nicht abgeschlossen.

Image und Privatkundengeschäft nicht im Fokus

Das Privatkundengeschäft wird scheinbar strategisch immer unwichtiger. Sowohl die Passivität bei der Einführung neuer, digitaler Leistungen und Produkte belegt dies, als auch die Image-Thematik. Zwar werden von 80 Prozent der Teilnehmer die Einhaltung gesellschaftlicher Normen und Werte sowie Markt- und Kundenorientierung als wichtige Felder angegeben. Allerdings wird lediglich bei einem Fünftel der befragten Banken ein wertekonformes Verhalten tatsächlich honoriert. Und gerade mal die Hälfte der Führungskräfte und weniger als 50 Prozent der Mitarbeiter können der Aussage voll und ganz zustimmen, dass die Werte des hauseigenen Wertesystems auch wirklich umgesetzt werden. Fragt man danach, ob diese Werte für den Kunden tatsächlich erlebbar sind, fällt die uneingeschränkte Zustimmung in beiden Gruppen gar auf ein Drittel ab. „Es scheint leider so, als wäre Kundenorientierung weniger verinnerlicht, sondern vielmehr aufgrund äußeren Drucks und mit Blick auf ihre Marketingbedeutung etabliert. Dies geschieht eher halbherzig und ohne eine systemische Unterstützung“, sagt Volker König, Branchenexperte Finanzdienstleistungen bei der Mutaree GmbH.

Dramatisch, auch im Abgleich zur wahrgenommenen Bedeutung des Themas, scheint die nicht ausreichende Vorbereitung der Banken in Bezug auf das Thema „Gewinnung und Bindung von Talenten“. 62 Prozent haben keine Vorbereitungen hierzu geplant oder diese noch nicht abgeschlossen und 67 Prozent planen keine Maßnahme zur Bindung ihrer Nachwuchskräfte. 25 bzw. 22 Prozent planen auch keinerlei Vorbereitungen in Hinblick auf die „Gewinnung und Bindung von Talenten“. Dies ist wiederum deckungsgleich mit dem ebenso wichtigen Zukunftsfeld der Digitalisierung. 60 Prozent der Häuser haben keine Vorbereitungen zu neuen Vertriebs- und Servicekanälen geplant oder diese noch nicht abgeschlossen und 57 Prozent planen nicht im Bereich neuer Technologien wie Social Media und Big Data aktiv zu werden.
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