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News, 03.04.2014
Wachstumsmotor Online-Handel
Einzelhandel wächst 2014 nur im E-Commerce
Nach einer GfK-Prognose wird der stationäre Einzelhandel 2014 erstmals nach Jahren wieder einen Umsatzrückgang verzeichnen. Dank steigender E-Commerce-Umsätze im Online-Handel dürfte jedoch unter dem Strich im Einzelhandel am Jahresende dennoch insgesamt ein Umsatzplus stehen.
Deutsche Verbraucher bestellen immer häufiger im Online-Handel und seltener im stationären Einzelhandel.
Deutsche Verbraucher bestellen immer häufiger im Online-Handel und seltener im stationären Einzelhandel.
Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer aktuellen Prognose mitteilt, wird der Einzelhandelsumsatz im Jahr 2014 geringer wachsen als im Vorjahr. Im stationären Einzelhandel geht die GfK sogar von einem leichten Umsatzrückgang aus. Rückläufige Umsätze verzeichnete der stationäre Einzelhandel in Deutschland zuletzt im Jahr 2009. Allerdings werde es auch viele Regionen und Metropolen geben, in denen der Einzelhandel attraktiv bleibt und erfolgreich sei. Grundlage für die Prognose sind aktuelle Zahlen der Studie „GfK Einzelhandelsumsatz“,  in der das Konsumforschungsinstitut jährlich  für alle deutschen Stadt- und Landkreise sowie für  Postleitzahlen und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern die zu erwartenden  stationären Einzelhandelsumsätze ermittelt. Danach dürfte der stationäre Einzelhandelsumsatz 2014 ein Gesamtvolumen von rund 408 Milliarden Euro erreichen. Das wäre gegenüber 2013 nominal, also ohne Berücksichtigung der Inflation, ein Umsatzminus von einem Prozent. Der Online-Handel legt dagegen weiter zu und hilft das Umsatzminus im stationären Handel mehr als auszugleichen. So dürften die weiter steigenden E-Commerce-Umsätze der GfK zufolge dafür sorgen, dass der Gesamtumsatz des Einzelhandels 2014 nominal 1,2 Prozent höher als 2013 ausfallen wird.

„Das veränderte Verbraucherverhalten spiegelt sich direkt in den Einzelhandelsumsätzen wieder: Die Online-Umsatzzuwächse werden noch deutlicher als in den Jahren zuvor zu Lasten des stationären Einzelhandels gehen“, kommentierte GfK-Marktdatenexpertin Simone Baecker-Neuchl die Ergebnisse der Studie. Der Expertin zufolge sei der Strukturwandel im Handel in vollem Gange. Einzelhändler müssten daher stimmige und zukunftsweisende Konzepte für ihre Online- und Offline-Verkaufskanäle entwickeln. So biete der boomende E-Commerce laut Baecker-Neuchl insgesamt betrachtet auch dem stationären Handel Chancen. Gerade kleinere Händler stünden aber vor großen Herausforderungen. „ Es ist für die Einzelhändler mehr denn je erfolgsentscheidend, mit Filialen am richtigen Standort präsent zu sein und den Konsumenten attraktive  Einkaufserlebnisse und guten Service zu bieten“, so die Expertin.

Am besten steht der Einzelhandel in den einwohnerstarken Metropolregionen dar. In diesen weist der Einzelhandel weiterhin die höchsten Umsatzsummen auf. Das gilt vor allem für die Metropolen München, Hamburg und Berlin. Sie liegen im Umsatz-Ranking an der Spitze. Der GfK zufolge machen sie gemeinsam mit den anderen Top 10-Regionen 17,5 Prozent des gesamten stationären Einzelhandelsumsatzes in Deutschland aus. Vorteil für den Einzelhandel in den deutschen Metropolen sei dem Forschungsinstitut nach, dass der Handel hier mit einer guter Markenpräsenz, hoher Nachfrage und dementsprechenden guten Umsätzen rechnen könne, zugleich aber auch mit einer großen Konkurrenz. Einzelhändler, die 2014 expandieren wollen, sollten allerdings der GfK zufolge angesichts der Sättigung des deutschen Einzelhandelsmarktes mehr ihr Augenmerk auf mittelgroße Städte richten. Ausgewählte Mittelstädte seien hier von großer und von weiter wachsender Bedeutung. „Mittelstädte mit Versorgungsfunktion für ihr Umland erzielen rechnerische Pro-Kopf-Umsätze, die beim Doppelten des Bundesdurchschnitts liegen“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.
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