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News, 03.11.2010
Mittelstandsbarometer
Herbstkonjunktur beflügelt Mittelstand
Der deutsche Mittelstand befindet sich im Stimmungshoch: Im Oktober hat sich das Geschäftsklima bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland auf den besten Wert seit über drei Jahren verbessert.
Sowohl im Mittelstand als auch bei großen Unternehmen liefen die Geschäfte im Oktober bestens.
Sowohl im Mittelstand als auch bei großen Unternehmen liefen die Geschäfte im Oktober bestens.

Der konjunkturelle Höhenflug der deutschen Wirtschaft setzt sich fort. Das zeigen die aktuellen Zahlen des von der KfW und dem Münchener Institut für Wirtschaftsforschung erhobenen Mittelstandsbarometer, demnach die deutschen Unternehmen quer durch alle Größenklassen hinweg einen „wahrhaft goldenen Oktober“ erlebten. So stieg der mittelständische Geschäftsklimaindikator, der die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die weiteren Geschäftserwartungen der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wiedergibt, im Oktober um 4,0 Zähler auf 23,2 Saldenpunkte und damit auf den höchsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, hat sich die aktuelle Geschäftslage der mittelständischen Wirtschaft im Oktober abermals verbessert, wobei der Anstieg des Teilindikators um 2,6 Zähler auf aktuell 28,3 Saldenpunkte der KfW zufolge im Rahmen der Erwartungen gelegen habe.  Die Entwicklung der Bewertungen im Hinblick auf die weiteren Geschäftsaussichten im kommenden Halbjahr wertete die KfW hingegen als eine „faustdicke positive Überraschung“. So schnellte der Indikatorwert zur weiteren Geschäftsentwicklung, nachdem er zuvor zwei Monate in Folge gesunken war, im Oktober um 5,3 Zähler auf 17,7 Saldenpunkte und damit um das Zweieinhalbfache einer durchschnittlichen Monatsveränderung in die Höhe. „Dass sich der deutsche Mittelstand auch von den drohenden globalen Belastungen aus der schwachen US-Konjunktur, der leichten Abkühlung in Asien, den ungelösten Strukturproblemen in der Europeripherie sowie der absehbar restriktiven Fiskalpolitik nicht beeindrucken lässt, spricht für sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein“, so die KfW in ihrem Bericht.

Auch bei den Großunternehmen hat sich das wirtschaftliche Klima im Oktober noch einmal verbessert. Hier stieg der Geschäftsklimaindikator erneut um 1,3 Zähler auf 27,4 Punkte und damit zugleich auf den höchsten gemessenen Wert seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991.  Danach bewerteten die Großunternehmen im Oktober ebenso wie der Mittelstand nicht nur die eigene aktuelle Lage (+ 1,2 Zähler auf 27,4 Saldenpunkte), sondern auch die weiteren Geschäftsaussichten (+1,4 Zähler auf 21,8 Saldenpunkte) besser als im September. Bemerkenswert sei dem Bericht zufolge ferner, dass weder die Lageurteile noch die Erwartungen für sich genommen ein neues Allzeithoch erklimmen konnten, was laut KfW bedeute, dass der neue Spitzenwert beim Geschäftsklima nicht aus einem extremen Ausschlag bei einer seiner Komponenten, sondern aus einem sehr soliden Niveau bei beiden resultiere. Gleiches zeige sich auch bei den einzelnen Branchen. Laut KfW lässt dies den Schluss zu, dass die deutsche Konjunktur auf einem breiten Fundament fußt.

Infolge der ausgezeichneten Geschäftslage und den gestiegenen Geschäftserwartungen erhöhten sich auch die Beschäftigungserwartungen erneut, wobei der Indikator zur Beschäftigung sowohl bei Großunternehmen als auch im Mittelstand laut KfW ein „Spitzenniveau“ erreichte. Bei den Großunternehmen notiert der Indikator derzeit dem Bericht zufolge sogar so hoch wie nie zuvor. "Das Mittelstandsbarometer hat im Oktober ohne Zweifel positiv überrascht, insbesondere was die Verbesserung der Zukunftseinschätzung anbelangt, die von den expansiven Beschäftigungsplänen der Firmen eindrucksvoll unterstrichen wird“, kommentierte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW, die aktuellen Zahlen. Gleichwohl dürfe nicht vergessen werden, dass die Luft mit jedem Schritt nach oben immer dünner werde. So seien Irsch zufolge durchaus globale Konjunkturrisiken vorhanden, denen sich das exportorientierte Deutschland kaum vollständig entziehen könne. „Das anhaltend sehr gute Geschäftsklima ist aber ein starkes Signal, dass Deutschland im kommenden Jahr auch dank einer lebhafteren Binnennachfrage erneut eine Topposition im Wachstumsranking der Eurozone erreichen kann. Beim Realwachstum ist eine Zwei vor dem Komma aus heutiger Sicht auf jeden Fall realistisch", so der Chefvolkswirt der KfW.

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