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News, 08.05.2008
Wirtschaft/Mittelstand (allgemein)
Mittelstand mit Wirtschaftspolitik in Deutschland nicht zufrieden
Der deutsche Mittelstand erteilt der deutschen Wirtschaftspolitik ein schlechtes Zeugnis: In den Teildisziplinen „Bürokratieabbau“ und bei der Bildungspolitik bzw. „Bekämpfung des Fachkräftemangel“ durchgefallen – und auch in den anderen Bereichen erhalten Merkl, Glos & Co. laut einer aktuellen Umfrage nur mittelmäßige Noten.
Ginge es nach dem Schulprinzip und der Einschätzung mittelständischer Unternehmer, hieße es für die Bundesregierung im Fach „Wirtschaftspoliltik“ in einigen Teildisziplinen nun nachsitzen: Von dem versprochenen Bürokratieabbau ist demnach bisher nichts zu spüren und das Maßnahmenpaket der Wirtschafts- und Bildungspolitik zur Bekämpfung des Fachkräftemangels nach mehrheitlicher Meinung unzureichend. Dies geht aus einer von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) NRW gemeinschaftlich durchgeführten Umfrage hervor, an der sich über 250 Mittelständler beteiligt haben. Das abschließende Fazit der Mittelständler zur Wirtschaftspolitik in Deutschland: Nicht (mehr) „befriedigend“ – und damit „Note 4“!

„Für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft ist ein gesunder und erfolgreicher Mittelstand von entscheidender Bedeutung“ so Lutz Meyer, Geschäftsführender Partner bei Deloitte, demzufolge der Mittelstand die tragende Säule des Standorts Deutschland sei und allein 80 Prozent der Arbeitsplätze stelle. Dabei tut sich der Mittelstand inzwischen immer schwerer letztere zu besetzen, weil qualifiziertes Personal in Deutschland knapp wird - und die Politik, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, nach Meinung der absoluten Mehrheit (89%) der Befragten nicht genügend tut.

Ähnlich groß die Unzufriedenheit auch beim Thema Bürokratieabbau: Die Mehrheit spürt hier keine positiven Auswirkungen auf ihr Unternehmen. „Gesetze und Verordnungen werden immer komplexer. Auch gut gemeinte Vorschriften wie das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) treffen den Mittelstand, denn der bürokratische Aufwand nimmt immer weiter zu“, unterstreicht Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) NRW und mahnt zum Umdenken. So habe nach Auskunft von rund der Hälfte (47%) der befragten Unternehmer zum Beispiel das AGG die Personalsuche erschwert.

Beim Thema „Mindestlohn“ hingegen zeigt sich der Mittelstand zurzeit gespalten: Während der eine Teil ihn kategorisch ablehnt oder hinter dessen Sinn ein Fragezeichen setzt, hält der andere Teil ihn branchenspezifisch für durchaus sinnvoll. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Bewertung der Körperschafts- und Gewerbesteueränderungen zu Anfang dieses Jahres, die nur bei rund der Hälfte (46%) der Befragten zu einer deutlichen Entlastung führten. „Bei der Wirkung der Fiskalpolitik kommt es sehr stark auf die jeweilige Rechtsform an“, erläutert Lutz Meyer von Deloitte. Aber selbst, wenn eine Gesetzesänderung summa summarum aktuell zu einer monetären Entlastung führe, sei eine Vereinfachung der Steuergesetze Lutz zufolge dringend notwendig.

Quelle: Deloitte Deutschland

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