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Mittellandkanal: Kanalbrücke bei Elbeu freigegeben

Der Ausbau des Mittellandkanals bei Magdeburg ist einen großen Schritt vorangekommen. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde die Kanalbrücke für den Schiffsverkehr freigegeben.
(PM) Selsingen, 28.11.2013 - Der Ausbau des Mittellandkanals in Elbeu bei Magdeburg ist einen großen Schritt vorangekommen. Am Montag, den 11.11.2013 wurde die neugebaute Kanalbrücke für den Schiffsverkehr freigegeben. In dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde der Mittellandkanal nicht nur tiefer, sondern auch um 6 Meter auf 42 Meter verbreitet, so dass nun Großmotorgüterschiffe und Schubverbände mit einer Breite bis zu 11,45 Meter aneinander vorbeifahren können. Der alte Eisenbahntunnel aus dem Jahr 1928 wurde abgerissen und durch ein 164 m langes Bauwerk aus Stahlbeton ersetzt. Um das Gewicht, das auf dem neuen Eisenbahntunnel lastet, möglichst gering zu halten, hat sich der Bauherr, das Wasser- und Schifffahrtsamt Helmstedt entschieden, im Erdbau Blähton als Füllmaterial zu verwenden. Denn Blähton ist leicht und trotzdem belastbar.

Der Mittellandkanal ist mit 325 km die längste künstliche Wasserstraße in Deutschland. Der Ausbau des Kanals im Zuge des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 17 stellt den Anschluss der Großräume Magdeburg und Berlin an die Nordseehäfen und die westlichen Industriezentren sicher und wird voraussichtlich 2016 beendet sein. Das Projekt war eine logistische Herausforderung für die ausführende Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co KG, Papenburg, und alle mitarbeitenden Unternehmen, da Gleisbau, Wasserbau, Betonbau und Erdbau aufeinander abgestimmt und die zeitlich eng begrenzten Sperrzeiten des Bahnverkehrs eingehalten werden mussten. Trotzdem konnte das Großprojekt pünktlich fertiggestellt werden.

Erddruck wird durch Blähton reduziert

Um das Gewicht, das durch den Bau der Kanalbrücke im Mittelteil des Bauwerks auf dem Eisenbahntunnel lastet, möglichst gering zu halten, wurde im Erdbau Blähton der Fa. HanseGrand, Selsingen, verwendet. Auffüllungen mit Blähton reduzieren je Kubikmeter Blähton den Druck um ca. 1 Tonne. Und obwohl der Blähton sehr leicht ist, ist er sehr belastbar.

Ca. 5.000 Kubikmeter Blähton in Kugelform wurden von Antwerpen per Schiff auf dem Mittellandkanal zur Baustelle transportiert, dort gelöscht und mit dem LKW ca. 250 m zum Bagger befördert, der das Material direkt über dem neu errichteten Eisenbahntunnel einbrachte. "Mit dem Einsatz von Hansepor-Blähton lässt sich der Druck auf ein unterhalb liegendes Bauwerk um rund 60% im Vergleich zu herkömmlichen Füllmaterialien reduzieren," erläutert Hans Pape, Inhaber von HanseGrand.

Investition in die Zukunft

Die Kosten für den Neubau teilen sich Bund und Deutsche Bahn AG: Beide betrachten das Bauwerk als Investition in die Zukunft, in der der Verkehr stärker von der Straße auf Schienen und Wasserstraßen verlegt werden soll. Denn ein Europaschiff könne so viel laden wie 60 LKW und ein Güterzug ersetze 50 LKW, erläuterte Alexander Kacmarek, Sachsen-Anhalts Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn bei der Freigabe der Schiffahrtsstrecke.

Informationen zum Erdbau mit Blähton erhalten Interessierte bei HanseGrand (Tel. +49 4284 92 685-0; info@hansegrand.de). Zuständig für Erdbauschüttungen ist Herr Bernd Lüke.

Bildmaterial zum Download steht unter www.pr-kalkbrenner.de/hansegrand-bilder bereit.
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