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News, 23.04.2008
Mitarbeiterführung
Ein kritisches Feedback gehört dazu
Als Führungskraft beliebt zu sein, ist sicherlich erstrebenswert und für die Mitarbeiterführung äußerst hilfreich. Eine Führungskraft, die sich jedoch die Sympathien ihrer Mitarbeiter dadurch zu erkaufen sucht, dass sie jegliche Form von Kritik bzw. kritischem Feedback vermeidet, schadet nicht nur ihrer Autorität, sondern auch dem ganzen Unternehmen.
Jeder macht manchmal einen Fehler. Weil jedoch die wenigsten gern darauf angesprochen werden und entsprechende Hinweise bei den Betroffenen in der Regel alles andere als Begeisterungsstürme auslösen, tun sich auch viele damit schwer, andere auf ihre Fehler aufmerksam zu machen. Was jedoch im privaten Umfeld noch angehen mag, ist im unternehmerischen Alltag unverzichtbar: Die Fähigkeit und die Bereitschaft, das eigene Tun und das der anderen kritisch zu hinterfragen, Versäumnisse, Fehlentwicklungen und Verbesserungspotenziale offen anzusprechen, und diese dann entsprechend auch zu korrigieren.

Obwohl die kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit sich selbst, dem unternehmerischen Umfeld ebenso wie der Mitarbeiter und Führungskräfte untereinander zu den Kerntugenden erfolgreicher Unternehmen zählt, ist es mit der Kritik-, Streit- und Konfliktkultur in vielen Unternehmen nicht weit her. Die Ursachen begründen sich zumeist in einem falschen Führungsverständnis, das oftmals in der Chefetage seinen Anfang nimmt und sich nicht selten dann über alle Führungsebenen hinweg entsprechend fortsetzt.

Wo jedoch Kritik durch beispielsweise einen autokratischen Führungsstil der Unternehmensleitung im Keim erstickt wird und schwellende Konflikte, Fehlentwicklungen ebenso wie persönliche Empfindungen, Ansichten und Meinungen ignoriert und unter den Tisch gekehrt werden, beginnt ein Unternehmen ebenso wie seine Mitarbeiter, die es tragen, zu erkranken: Statt sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern, kommt das Unternehmen mehr und mehr zum Stillstand – bis es schließlich dann im Zweifelsfalle „stirbt“.

Eine Unternehmens- und Führungskultur hingegen, die den kritischen Umgang mit sich und anderen nicht nur fördert, sondern sogar fordert, schafft optimale Voraussetzungen, um das, was falsch ist, zu vermeiden und das, was richtig ist, zu tun. Der Schlüssel hierfür liegt bei den Führungskräften, die sowohl willens als auch fähig sein müssen, Versäumnisse und Fehlentwicklungen offen anzusprechen, ohne das Verhältnis zu ihren Mitarbeiter nachhaltig zu stören.

Das „Praxishandbuch leiten – führen – motivieren“ vom VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG gibt fünf Tipps, wie es Führungskräften und Unternehmenschefs gelingt, den Spagat zwischen einem kritischen und in der Sache unmissverständlichen Feedback einerseits und der gebotenen Sensibilität andererseits zu meistern:

  • Vermeiden Sie die Denkfalle "Das muss der doch selbst irgendwann merken." In den meisten Fällen erledigt sich das Problem nämlich nicht auf diesem Weg.
  • Finden Sie die richtigen Worte. Wenn Sie sich an etwas stören, sollten Sie das Gespräch ohne Vorwürfe suchen und den Gesprächswunsch möglichst als Bitte formulieren. Gerade bei Kritik macht der Ton die Musik.
  • Suchen Sie das Kritikgespräch rechtzeitig. Warten Sie auf keinen Fall, bis sich eine lange Liste an Kritikpunkten aufgestaut hat. Wird der andere mit einem Redeschwall kritischer Anmerkungen überschüttet - meist in unüberlegter Wortwahl - wird er die Rückmeldung kaum akzeptieren.
  • Verschieben Sie ein kritisches Feedback dann, wenn Sie sich gerade über eine Verhaltensweise geärgert haben. Emotionen können zwar Teil eines Kritikgesprächs sein, aber nicht, wenn sie sich gegen den Gesprächspartner richten.
  • Geben Sie Ihrem Gegenüber während des Gesprächs zu verstehen, dass er von der Änderung seines Verhaltens selbst profitiert. Mancher, der kritisiert wurde, ist sogar dankbar dafür, da ihm seine problematische Verhaltensweise selbst nicht bewusst war.

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Informationsdienst
Praxishandbuch leiten - führen - motivieren

Um als Führungskraft wirklich erfolgreich zu sein, müssen Sie Ihre strategischen Ziele im Auge behalten und Ihre Mitarbeiter gezielt durch Gespräche motivieren. Sie müssen Ihren Terminplan fest im Griff haben und mal eben schnell einen Konflikt aus der Welt schaffen. Das Praxishandbuch bietet Ihnen die Möglichkeit, zu einer völlig neuen, hochqualitativen Führungseffizienz zu kommen: Schnell-Anleitungen zu Mitarbeitergesprächen, Führungstechniken wie "Coaching" oder "typengerechte Mitarbeiterführung", Praxishilfen wie vorformulierte Zeugnisse, Checklisten für Personalauswahl und Einstellung, direkt übernehmbare Beispiele für Motivationsgespräche, Lösungen der verschiedensten Alltagskonflikte und vieles mehr….

Weitere Informationen

Quelle: VRN Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

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