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Pressemitteilung

Mit weniger Regeln mehr Unternehmenswachstum – Managementautor Guido Quelle auf der Mandat-Telekonferenz

(PM) Dortmund, 18.06.2013 - In Unternehmen gibt es viel zu viele Regeln. „Mit denen sich Management wie Mitarbeiter selbst im Wege stehen – und so das Unternehmenswachstum erlahmen lassen“, weiß Wachstumsexperte Prof. Dr. Guido Quelle aus eigener Erfahrung. Diese Wachstumsbremsen nahm der Buchautor (u.a. „Profitabel wachsen“, Gabler) und Managementberater am Montag ins Visier. Auf der fünften Mandat-Telekonferenz zeigte Guido Quelle vor mehr als 250 akkreditierten Teilnehmern, was zu beachten ist, um die Zusammenarbeit im Unternehmen und damit dessen Wachstum zu fördern.

Weniger ist mehr: Vier Empfehlungen zur wachstumsfördernden Regelung der Zusammenarbeit in Unternehmen

1. Leitplanken, Regeln und Empfehlungen unterscheiden.

Mit der Strukturierung des gesamten Regelwerks der Zusammenarbeit nach drei Kriterien geht vieles leichter, dabei empfiehlt sich eine Orientierung am Straßenverkehr:

• Eindeutige „Muss“-Ansprüche fungieren wie Leitplanken. Sie haben eine hohe Bedeutung für das Unternehmen, müssen zwingend eingehalten werden. Für sie gibt es keinen Auslegungsspielraum. Ein Touchieren hat immer ernste Konsequenzen zur Folge. Innerhalb der gut sichtbaren Leitplanken kann sich jeder Mitarbeiter jedoch frei bewegen. Typische Leitplanken in Unternehmen betreffen beispielsweise Diebstahl oder körperliche Gewalt.

• „Soll“-Vorgaben werden als Regeln bezeichnet. Sie sollen eingehalten werden. Ein Verstoß hat – idealerweise bekannte – Konsequenzen. Wie im Straßenverkehr ermöglichen die Regeln ein sinnvolles Miteinander, insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen. Dass deren Einhaltung mindestens sporadisch überwacht wird, muss außer Zweifel stehen – nur so behalten Regeln ihre Wirkung. In Unternehmen können dies Vereinbarungen zur Arbeitszeit, zu Unterschriftsbefugnissen oder zu Antwortzeiten auf Anfragen sein.

• Als „Kann“-Kategorie sind Empfehlungen zu verstehen. Es gibt keine Sanktionen für die Nichteinhaltung. Im Straßenverkehr seien beispielhaft die Ampelzeichen „Grüne Welle bei 50 km/h“ genannt. Ein Mitarbeiter ist jedoch gut beraten, sich an Empfehlungen zu halten bzw. sie im Alltag von Kollegen und Vorgesetzten erläutert zu bekommen, weil es die Arbeit besser und die Zusammenarbeit leichter macht.

2. Darauf verzichten, alles regeln zu wollen.

Kein Unternehmen möchte Mitarbeiter haben, die einfach nur Dienst nach Vorschrift leisten oder sich hinter Compliance-Regeln verschanzen. Gute Mitarbeiter wollen grundsätzlich etwas gestalten, ihr Urteilsvermögen stärken und einsetzen. Erste Schritte weg von einem Übermaß an Kontrolle bestehen darin, die Regeln zu streichen, deren Einhaltung nicht überwacht wird oder die nicht mehr aktuell sind oder die keinen Wertbeitrag zur Unternehmensentwicklung leisten. Es kann nicht schaden, die verbleibenden Regeln nochmals sauber an alle Beteiligten zu kommunizieren – und zu prüfen, wo noch mehr Freiraum gelassen werden kann. Mit einem gesunden Wertegerüst werden ohnehin weniger Regeln benötigt.

3. Das Qualitätsmanagementsystem hinterfragen.

Ein gutes QMS legt den Fokus auf die wertschöpfungsrelevanten (und nur diese) Abläufe. Deren Dokumentation soll einfach, sinnvoll und nachvollziehbar sein und gibt somit auch einen Überblick über die entsprechenden Schnittstellen. Ein gutes QMS, ob nach ISO zertifiziert oder intern, ist dann eine Wachstumsplattform, wenn es sich begrenzt und eben nicht alles starr zu regeln versucht. Als lebendiges, dem Unternehmen Halt gebendes Instrument bildet das QMS die prozessuale Basis für Wachstum – eine Perspektive, die mit manchen Qualitätsmanagern diskutiert werden muss.

4. Hier lohnt es sich, Regeln der Zusammenarbeit aufzustellen: Vertrieb/Verkauf, Unternehmensführung, Tägliche Zusammenarbeit.

Je nach Unternehmenssituation mögen auch andere Bereiche im Vordergrund stehen. Aus der Erfahrung heraus sind es jedoch diese drei Bereiche mit großem Wirkhebel auf das Unternehmenswachstum – mit typischen Ansatzpunkten:

• Vertrieb/Verkauf: Beispielsweise sollte es Regeln geben zu Antwortzeiten auf Kundenanfragen, zum Zeitraum zwischen endgültiger Klärung eines möglichen Auftrags und verbindlicher Angebotsabgabe, zur Art und Weise der Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktentwicklung, F&E und Marketing über potenzielle Wachstumsfelder.

• Unternehmensführung: Zu regeln sind beispielsweise die Art und Weise der Initiierung und Fortschreibung des Strategieprozesses, die Kommunikation unternehmensrelevanter Themen in die Organisation oder auch die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensführung.

• Tägliche Zusammenarbeit: Auf allen Ebenen braucht es die gleichen Meeting- und Diskussionsregeln, einen einheitlichen Verbindlichkeitsgrad von Zusagen oder auch verbindliche Regeln an prozessualen Schnittstellen (Service Level Agreements).

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Foto Prof. Dr. Guido Quelle ( © Mandat Managementberatung) unter www.mandat.de/de/menu/presse-raum/photos-und-downloads/fotos-prof-dr-guido-quelle/

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ÜBER PROF. DR. GUIDO QUELLE / MANDAT MANAGEMENTBERATUNG GMBH

Prof. Dr. Guido Quelle ist seit mehr als 20 Jahren Unternehmer. Als Berater, Autor, Redner und Experte für profitables Wachstum unterstützt er aktive Unternehmenslenker dabei, ihre Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum zu trimmen. Der ...
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