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Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik)
Pressemitteilung

Mit „postheroischem“ Management und aktiv betriebenem Wandel zum Erfolg im B2B

Beim TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION, der B2B- Leuchtturm-Veranstaltung des bvik begeisterten hochkarätige Speaker mit inspirierenden Vorträgen. Im Fokus standen die Zukunftstrends des B2B-Marketing.
(PM) Augsburg, 06.07.2016 - Dass heute kein Weg mehr am digitalen Marketing vorbeiführt, machte Heino von Dreele, Head of Marketing der Schuler Pressen GmbH, bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Starke Marken heute – starke Marken morgen. Fluch und Segen der Digitalisierung in der B2B-Kommunikation“ deutlich: „Die neuen Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung eröffnen, können ein echter Segen für die Marke sein. Digitales Marketing ist aber kein Selbstläufer und nicht jedes B2B-Unternehmen verfügt schon über das spezifische Know-how, das dafür notwendig ist.“ Man benötige neben Expertise und Ressourcen vor allem eine gut durchdachte Strategie, um die Chancen der digitalen Transformation zu nutzen.

Authentizität und Messbarkeit als Erfolgsfaktoren

So sieht es auch Julius van de Laar, Kampagnen- und Strategieberater, der Barack Obama als hauptamtlicher Wahlkämpfer 2008 zum Wahlsieg verhalf. Für ihn ist Big Data der Schlüssel, um Zielgruppen im Social Web effektiv zu identifizieren und zu mobilisieren. „Für Marketingentscheider der Industrie eröffnen sich neue Perspektiven für ihre Online-Kampagnenstrategie, wenn sie es schaffen, ihre Wettbewerber mithilfe von technischer Innovation, Datenanalysen und integriertem Multi-Channel-Marketing hinter sich zu lassen“, erklärt van de Laar. Sein Rat für Marketingentscheider: „Seien Sie authentisch in allem, was Sie tun, auch im Social-Media-Bereich. Und messen Sie alles, was Sie tun, denn Testen und Messen ist essenziell, um effizienter zu werden!“

Diese Empfehlung wird von der Liebherr-International Deutschland GmbH bereits beherzigt, wie Tobias Ilg, Social Media Manager des Unternehmens, in seinem Best-Practice-Vortrag eindrucksvoll darstellte. Bei der Produkteinführung des Drehbohrgeräts LB 44 setzte Liebherr auf Social-Media-Plattformen, um die Bekanntheit zu steigern. Für die Kampagne wurde dem noch unbekannten Produkt der geheimnisvolle Name „Mr. Torque“ gegeben und die Zielgruppe auf eine spannende Spurensuche durch verschiedene Social-Media-Kanäle geschickt. Anhand versteckter Hinweise konnten die User auf spielerische Art herausfinden, um welche Art von Gerät es sich handelt. „Wir haben es als Chance gesehen, in den multimedialen Bereich zu investieren und das Produkt in sozialen Medien zu inszenieren. Mit speziell zugeschnittenem Highlight-Content in Form von Zusatzinhalten oder Microsites haben wir gezielt die Vorzüge unserer Produktinnovation erläutert und dadurch unsere Zielgruppe nachweislich erreicht“, sagt Ilg. Das Ergebnis: Liebherr erreichte über Social Media fast 4,5 Mio. Menschen, darunter zehn Prozent als „engaged user“ sowie zwei Millionen Views des Produktfilms. Am Ende verkaufte das Unternehmen drei Drehbohrgeräte LB 44, wobei zwei Käufe eindeutig als neue Kontakte aus den sozialen Netzwerken zu tracken waren.

Soziale Vernetzung statt hierarchisches Management

Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Professor für Strategische Organisationskommunikation an der Universität der Künste in Berlin, erweitert den Blick von der Praxis auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Er bezeichnet die Gegenwart als „Hyper Moderne“, die nach dem Prinzip der Mode funktioniere und auch die Kommunikation betreffe: „Es gibt kontinuierlich Neuheiten und obwohl man sich ständig updated, ist man eigentlich immer zu spät dran. Denn wir Menschen warten grundsätzlich immer auf die nächste Erneuerung.“ Die Messbarkeit spielt aus seiner Sicht in diesem Veränderungsprozess keine zentrale Rolle. „Man kann nicht alles messen und oft hat man keine Kontrolle über das Ergebnis. Keiner von uns kennt die Zukunft, aber wir müssen uns dennoch auf diese Zukunft vorbereiten“, erklärt Blümelhuber.

Ein Patentrezept für die richtige Art zu kommunizieren gibt es seiner Meinung nach nicht. Bei der Digitalisierung solle man die menschliche Komponente unbedingt beachten: „Vergesst B2B! Es geht um B2P, also ‚Business to Person’. Da hinter jedem Business eine Person steht, ist jede Form der Kommunikation ‚People to People’.“ Man müsse sich bewusst sein, dass Menschen die Entscheidungen treffen und nicht Algorithmen und Bots.

In den sozialen Netzwerken sieht er eine „Verlinkungsmaschine“, die dem Prinzip des ständigen Updatens folgt. Das Zentrum dieses neuen Kommunikationsprozesses bilde dabei die Vernetzung. „Im Netzwerk hat man die Möglichkeit, kurzfristiger und schneller auf neue Marktsituationen zu reagieren“, erklärt er. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass Unternehmen – auch im B2B-Bereich – nicht hierarchisch agieren, sondern die Mitarbeiter partizipieren und sich austauschen. Dieses „postheroisches Management“ zeichnet sich durch integrative Kooperation und immer jünger werdende Entscheidungsträger aus, die auf innovative Themen setzen. Dadurch werden die Werte des Unternehmens und die Marke gestärkt, wie Blümelhuber deutlich macht: „Social creates value.“

Ausführlichere Informationen finden sich in der vollständigen Pressemeldung auf www.bvik.org!
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Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) wurde 2010 gegruendet und ist eine unabhaengige Organisation fuer Marketing-Verantwortliche der Industrie und Profis der B2B-Kommunikationsbranche. Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, die ...
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