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Mietpreisbremse in Stuttgart zeigt keine Wirkung

Mieten sind in Stuttgart nach wie vor hoch – die Mietpreisbremse ist nicht die Lösung des Problems. Gefordert werden Investitionen der Stadt in den Mietwohnungsbau und effektivere Umnutzung von Gewerbeflächen in Wohnraum.
(PM) Stuttgart, 09.09.2016 - Seit der Einführung des Gesetzes im November 2015 sind nun doch einige Monate vergangen. Es benötigte jetzt tatsächlich Statistiken, um festzustellen, dass die Mietpreisbremse insbesondere in Ballungsräumen wie Stuttgart nicht greift. Der Mieterverein moniert und die Verantwortlichen denken über eine Verschärfung des Gesetzes nach.

Aber ist es wirklich so verwunderlich, dass dieses Gesetz keine Wirkung zeigt?

Herr Bauer und Frau Breuer, Inhaber des Maklerbüros Residence Immobilien, vermitteln seit vielen Jahren vorwiegend im Stadtbereich Stuttgart Mietwohnungen. Auf Grund der Erfahrungen im Mietwohnungsmarkt war den Inhabern der Makleragentur bereits von Anfang an klar, dass dieses Gesetz so niemals funktionieren kann.

Ein Gesetz ohne klare Struktur, ohne Kontrollen oder Sanktionen, dafür mit nicht nachvollziehbaren Ausnahmeregelungen, generell basierend auf dem Mietspiegel. Also auf einem Instrument, welches dringender Überarbeitung bedürfte. Denn der aktuelle Mietspiegel der Stadt Stuttgart ist, die angegebenen Mietpreise betreffend, eigentlich schon wieder völlig veraltet. Mit der Realität haben diese Angaben wenig zu tun.

Das Hauptproblem ist doch aber, dass es generell viel zu wenig Wohnungen in Stuttgart gibt. Die Nachfrage ist seit Jahren um ein Vielfaches höher als das Angebot.

Für die allgemeine Wohnungsnot in Ballungsräumen private Immobilieneigentümer mit der Mietpreisbremse zu „bestrafen“, ist nicht fair. Sie investieren ihr oftmals hart verdientes Geld in Immobilien um fürs Alter vorzusorgen. Diese Wohnungen stellen sie fremden Menschen als Wohnraum oft über viele Jahre zur Verfügung und gehen dadurch ein großes Risiko ein. Es ist absolut nachvollziehbar, dass dieses Risiko durch die Mieteinnahmen auch finanziell gut abgesichert sein soll.

Wer trägt denn den Schaden, den Mietnomaden verursachen? Wer unterstützt bei der Wohnungsrenovierung, wenn die Mieter keine Rücksicht auf fremdes Eigentum nehmen? Wer hilft bei längerem Mietausfall? Diese und noch mehr Risiken nehmen private Eigentümer auf sich, wenn Sie Wohnraum zur Verfügung stellen. Somit kann man sagen, dass ein maximal erzielbarer Mietpreis, der wohlgemerkt auch noch versteuert werden muss, nicht nur als Reingewinn betrachtet werden kann, sondern auch teilweise als Rücklage für Renovierungen und Mietausfälle dient.

Da Eigentümer im Problemfall auch keine Unterstützung von Seiten der Regierung erhoffen können, ist es durchaus legitim, eine gute Mietrendite erzielen zu wollen.

Nach Ansicht der Maklerin von Residence Immobilien kann es nicht sein, dass für Neubauten fast „Wuchermieten“ verlangt werden dürfen (da diese ja von der Mietpreisbremse ausgenommen sind) und private Vermieter von Bestandsimmobilien diejenigen sind, welche durch die Mietpreisbremse massive Einbußen hinnehmen müssen. Sie sind somit diejenigen, die für die Versäumnisse der Regierung, sowie auch der Stadt Stuttgart, im Wohnungsbau gerade stehen müssen.

Für Mieter, die in Stuttgart mit Mietpreisen weit über dem Mietspiegel konfrontiert werden, ist dies natürlich nicht erfreulich. Jedoch kann für diese Situation nicht allein der private Immobilieneigentümer verantwortlich gemacht werden.

Die Mietpreisbremse kann somit nicht die Lösung des Problems sein. Vielmehr sieht hier Frau Breuer, Mitinhaberin des Maklerbüros Residence Immobilien, in erster Linie die Stadt Stuttgart in der Pflicht, insbesondere wenn es um „bezahlbaren Wohnraum“ geht. Es werden viel zu wenige (städtische) Wohnungen gebaut und auch die Umnutzung von gewerblichen Gebäuden in Wohnraum könnte effektiver gestaltet werden. Man nehme sich hier ein Beispiel an der Stadt Wien. Auf Grund der, von der Stadt Wien, seit Jahren getätigten Investitionen in den „eigenen Wohnungsbau“ sind Wohnungsnot und Mietpreisbremse dort kein Thema. Obwohl zu den bereits über 1,8 Mio. Einwohnern im Jahr 2015 nochmals ca. 43.000 Menschen hinzukamen.

Bei den Verantwortlichen der Stadt Stuttgart, so die Meinung der Immobilienmaklerin Frau Breuer, liegt der Fokus wohl eher darin den „Gewerblichen Bereich“ mit noch mehr Geschäften und Einkaufszentren prestigeträchtig weiter aufzuwerten und noch mehr Bauvorhaben im hochpreisigen Segment zu genehmigen, als für die Bürger bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Und es geht hier nicht um das Thema „sozialer Wohnungsbau“, sondern ganz einfach um für „normal verdienende Bürger“ bezahlbare Mietwohnungen.

Wenn da seitens der Stadt endlich ein Umdenken stattfinden würde, wäre auch das Thema Mietpreisbremse KEIN Thema mehr. Denn Angebot und Nachfrage regulieren schon immer den Markt!
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