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News, 12.08.2008
IT und Telekommunikation
Microsoft geht gegen illegale Nutzer von gebrauchter Software vor
Als Reaktion auf „Unregelmäßigkeiten bei der Übertragung von Nutzungsrechten aus Volumenlizenzverträgen“ will Microsoft nun mit der Sperrung von Produktkeys die Nutzung illegaler Software aktiv unterbinden. Auch weist der Softwarehersteller darauf hin, dass Firmen, die gebrauchte Software nutzen, im Zweifelsfall deren Rechtmäßigkeit beweisen müssen.
„Um gegen einen urheberrechtswidrigen Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen vorzugehen, haben wir zahlreiche Testkäufe initiiert und mit Nutzern solcher Lizenzen gesprochen. Dabei haben wir bei verschiedenen Nutzern identische Produktkeys entdeckt“, berichtet Dorothee Belz, Direktor Law and Corporate Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH. Da Microsoft einer Übertragung gebrauchter Lizenzen an diese Unternehmen jedoch nicht zugestimmt habe, seien diese Lizenzen nach Auffassung von Microsoft nicht wirksam übertragen worden und die Unternehmen daher unrechtmäßig lizenziert. „Mit der Sperrung der Produktkeys setzen wir nun ein klares Zeichen und schränken die Nutzung dieser Software ein“, so Belz.

Nach Auskunft der Rechtsexpertin sind sich viele Unternehmen nicht bewusst, dass Verstöße gegen das Urheberrecht unter anderem Schadensersatz- und Unterlassungsansprüche des Herstellers nach sich ziehen können. „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Im Zweifelsfall müssen die Nutzer der Software beweisen, dass sie eine rechtmäßige Lizenz besitzen. Beim Erwerb einer gebrauchten Lizenz bedeutet dies, dass sie belegen müssen, an wen Microsoft ursprünglich die Lizenz vergeben hat und wie und über wen sie dann auf den neuen Nutzer übertragen worden ist. Selbstgedruckte Lizenzurkunden oder notarielle Bestätigungen versprechen keine Rechtssicherheit. Sie sind kein juristisch gültiger Lizenznachweis“, warnt Belz.

Um Unternehmen dabei zu unterstützen, illegale (gebrauchte) Software zu identifizieren und möglichen Rechtsfolgen vorzubeugen, bietet Microsoft für Fachhändler und Endkunden über den kostenlosen Produktidentifikationsservice (kurz: PID-Service) eine Möglichkeit, verdächtige Produkte mit der Bitte um Identifizierung an Microsoft zu senden und deren Echtheit überprüfen zu lassen. Die Übermittlung des Ergebnisses erfolgt laut Microsoft nach Eingang des Produkts in aller Regel innerhalb von 24 Stunden. „Seit dem Start dieses Services im Jahr 1999 hat Microsoft in Deutschland über 220.000 eingesandte sowie beschlagnahmte Produkte auf ihre Echtheit geprüft. Der Anteil illegaler Produkte liegt bei diesen Auswertungen bei 96 Prozent“, so das Unternehmen in seinem Bericht.

Quelle: Microsoft

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