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News, 15.08.2013
Immer mehr „grüne“ Patente
Klimaschutz bei FuE stark auf dem Vormarsch
Technologien für saubere Energie und Klimaschutz gewinnen weltweit im Bereich der Forschung und Entwicklung (FuE) immer stärker an Bedeutung. Spitzenreiter bei den „grünen“ FuE-Ausgaben sind nach einer aktuellen Studie die USA.
Besonders in Deutschland, aber auch in China, im Blickpunkt in Sachen FuE: das Thema erneuerbare Energien.
Besonders in Deutschland, aber auch in China, im Blickpunkt in Sachen FuE: das Thema erneuerbare Energien.

Wie das Münchener ifo Institut ermittelt hat, hat sich der Anteil der Budgets für Forschung und Entwicklung (FuE), die auf Innovationen rund um den Klimaschutz abzielen, ebenso wie die Anzahl Klimaschutz-bezogener Patente in den letzten 25 Jahren kontinuierlich erhöht. Das geht aus der neuen Studie „Innovationsindikatoren  zum  globalen  Klimaschutz  –  FuE-Ausgaben  und Patente“ hervor, in der Dr. Tilmann Rave, Experte aus dem ifo Zentrum für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen, auf Basis von Daten der OECD, der Internationalen Energieagentur (IEA) und des Europäischen Patentamtes die weltweiten Forschungsunteraktivitäten und Patente im Bereich des Klimaschutzes seit 1985 unter die Lupe genommen hat.

Deutschland bei den Klimaschutz-bezogenen FuE-Ausgaben weltweit auf Platz 3

Absoluter Spitzenreiter bei den öffentlichen FuE-Ausgaben im Bereich des Klimaschutzes sind die USA: Hier entfiel im Zeitraum 2004 bis 2011 mehr als ein Fünftel der gesamten FuE-Ausgaben (21,4 %) auf Klimaschutz-bezogene Innovationsvorhaben. An zweiter Stelle folgte Japan mit einem Klimaschutz-bezogenen FuE-Anteil von 7,8 Prozent. Deutschland belegt mit einem „grünen“ FuE-Anteil von 2,5 Prozent in Sachen Klimaschutz-Ausgaben weltweit aktuell Platz 3, dicht gefolgt von Frankreich (2,4 %) und Kanada (2,3 %). „Nicht überall wuchsen die Ausgaben kontinuierlich, wie z.B. in Deutschland oder den USA. So hat beispielsweise Kanada Mitte des vergangenen Jahrzehnts seine finanziellen Mittel für Kernenergie erhöht. Seit 2004 investieren jedoch alle Länder vermehrt in Klimaschutztechnologien“, so das ifo Institut.

Blickt man auf die wichtigsten Schwellenländer, so ist China das Land mit den höchsten energiebezogenen FuE-Ausgaben. Bei Betrachtung der chinesischen FuE-Ausgaben in Einheit pro BIP relativiert sich allerdings das Bild: unter diesem Gesichtspunkt kommt das Reich der Mitte bei den Klimaschutz-bezogenen FuE-Ausgaben lediglich auf etwa 60 Prozent des Durchschnitts der fünf größten IEA-Länder. „Zudem fällt wahrscheinlich nur ein geringer Teil dieser Ausgaben auf Forschung und Entwicklung zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, das meiste dürfte dem Bereich der fossilen Energieträger zugutekommen“, erläutert Rave.

Mehr als jedes zweite Klimaschutz-Patent aus Deutschland, Japan oder USA

Wie die Studie aufzeigt, hat sich der Anteil der Klimaschutz-Patente  an der Gesamtzahl der Patente weltweit in den letzten 25 Jahren von knapp zwei auf sechs Prozent erhöht. In Korea stieg der Anteil der Patente, die den Klimaschutz im Auge haben, sogar auf über neun Prozent.  Darüber hinaus ergab die Studie, dass rund 60 Prozent der Klimaschutz-Patente weltweit von Erfindern aus den USA, aus Deutschland oder aus Japan angemeldet wurden. „Frankreich, Großbritannien und Italien folgen mit größerem Abstand“, so das ifo Institut. Häufigster Gegenstand von Klimaschutz-Patenten sind Technologien zur potenziellen oder indirekten Reduktion von Emissionen: Rund jedes dritte Klimaschutz-bezogenen Patent (knapp 33 %) entfällt auf diesen Bereich. An zweiter Stelle folgen Patente im Bereich erneuerbare Energien mit einem Anteil von 25 Prozent. Betrachtet man die Länderebene, zeigen sich bezogen auf die FuE-Schwerpunkte jedoch große Unterschiede: Während in Deutschland  zum Beispiel das Thema  erneuerbare Energien mit einem Patentanteil von 28 Prozent überdurchschnittlich starkes Augenmerk genießt, steht in den Niederlanden die Gebäudeeffizienz mit 49 Prozent ganz oben. Überdurchschnittlich stark im Blickpunkt stehen die erneuerbaren Energien, vor allem die Photovoltaik auch in China: Hier fällt sogar rund jedes dritte Klimaschutz-bezogene Patent in diesen Bereich.

„Insgesamt lässt sich in den vergangenen Jahren eine erfreuliche Belebung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei klimaschonenden Energietechnologien beobachten. Wichtig ist es, diesen Trend nun zu verstetigen und die Forschung und Entwicklung kontinuierlich und insbesondere auch in den Schwellenländern zu stärken“, so Rave.

Die  Studie  „Innovationsindikatoren  zum  globalen  Klimaschutz  –  FuE-Ausgaben  und Patente“ kann unter presseabteilung@ifo.de angefordert werden. 

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