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News, 07.03.2014
Immer mehr ältere Erwerbstätige
60plus-Schub am deutschen Arbeitsmarkt
In Deutschland gibt es immer mehr Menschen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren, die einem Job nachgehen. 2012 traf dies auf rund die Hälfte aller 60- bis 64–Jährigen in Deutschland zu.
Nicht zuletzt bedingt durch den Fachkräftemangels sind auch ältere Arbeitnehmer bei Arbeitgebern immer gefragter.
Nicht zuletzt bedingt durch den Fachkräftemangels sind auch ältere Arbeitnehmer bei Arbeitgebern immer gefragter.

Die Erwerbsbeteiligung von älteren Menschen hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis des Mikrozensus ermittelt hat, waren 2012 in Deutschland 49,6 Prozent der 60- bis 64-Jährigen am Arbeitsmarkt aktiv. Das waren anteilsmäßig fast doppelt so viele wie 2002. Damals ging nur jeder Vierte im Alter zwischen 60- und 64-Jahren in Deutschland (25,1 %) noch einer Arbeit nach.

Besonders ältere Frauen sind erheblich häufiger am Arbeitsmarkt aktiv: Hier erhöhte sich der Erwerbstätigenanteil binnen von zehn Jahren in der Altersgruppe von 60 bis 64 Jahren von 16,4 auf 40,9 Prozent. Bei den Männern dieser Altersklasse lag der Anteil der Erwerbstätigen, zu dem auch jene Personen gerechnet werden, die erwerblos, jedoch auf Arbeitssuche sind, im Jahr 2012 bei 58,6 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es auf Seiten der Männer nur 34,0 Prozent gewesen, die in diesem Alter einer Arbeitstätigkeit nachgingen oder eine solche suchten.

Wie das Statistikamt zudem ermittelte, hat sich zugleich das mittlere Eintrittsalter in den Ruhestand im Vergleichszeitraum um knapp zwei Jahre nach hinten verlagert. So waren Beschäftigte, die im Jahr 2011 ihre Erwerbstätigkeit wegen Ruhestand beendet hatten, im Durchschnitt 61,1 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor war das durchschnittliche Renteneintrittsalter noch bei 59,3 Jahren gelegen. Bei jenen, die 2011 aus Altersgründen ihren Ruhestand antraten, lag das Renteneintrittsalter im Mittel sogar bei 63,9 Jahren und damit sogar 2,3 Jahre über dem Niveau des Jahres 2002 (61,6 Jahre). Jene, die aus gesundheitlichen Gründen 2012 in Rente gingen, waren dagegen mit einem Durchschnittsalter von 55,6 Jahren nur geringfügig älter (2002: 55,3 Jahre).

Rund ein Viertel der Erwerbstätigen, die 2012 den Ruhestand antraten, taten dies nach eigener Auskunft aus gesundheitlichen Gründen (25,4 %). Bei einem weiteren guten Fünftel (21,1 %) erfolgte der Renteneintritt im Form von Vorruhestand oder aufgrund vorangegangener Arbeitslosigkeit. Lediglich 53,3 Prozent der neuen Ruheständler traten ihren Ruhestand aus Altersgründen an. Was die Anlässen für den Eintritt in den Ruhestand angeht, gab es in den vergangenen zehn Jahren nur geringe Veränderungen (2010: gesundheitsbedingter Renteneintritt=27,0 %; Vorruhestand/Arbeitslosigkeit=21,5%).

Aber auch in den jüngeren Altersklassen zeigt sich ein Anstieg der Erwerbsbeteiligung, wenngleich auch weniger stark wie bei den Älteren. So lag der Anteil der Erwerbstätigen (inklusive Arbeitssuchenden) bei den 45- bis 49-Jährigen im Jahr 2012 mit 89,5 Prozent um 1,8 Prozentpunkte höher als 2002, bei den 50- bis 54-Jährigen erhöhte er sich im selben Zeitraum von 82,0 auf 86,5 Prozent, und bei den 55- bis 59-Jährigen stieg er von 68,2 auf 79,1 Prozent. „Der Anstieg der Erwerbsbeteiligung ist in allen Altersklassen vor allem auf eine höhere Erwerbstätigkeit zurückführen“, so das Statistikamt.

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