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News, 06.02.2019
Mehr Geld für Umweltschutz
Umweltschutzausgaben steigen
Die Umweltschutzausgaben und das Steueraufkommen durch umweltbezogene Steuern in Deutschland steigen weiter. Zusammengenommen mit den sogenannten Umweltsteuern flossen im Jahr 2016 mehr als 120 Milliarden Euro in den Umweltschutz.
Zweitgrößter Ausgabenposten bei den Umweltschutzausgaben ist die Abfallwirtschaft.
Zweitgrößter Ausgabenposten bei den Umweltschutzausgaben ist die Abfallwirtschaft.

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland insgesamt rund 66,2 Milliarden Euro für Umweltschutzausgaben aufgewandt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei entfielen 62,1 Prozent der Umweltschutzausgaben auf die Wirtschaft (44,1 Mrd. Euro), 21,6 Prozent auf die Privathaushalte (14,3 Mrd. Euro) und 16,3 Prozent auf den Staat (10,8 Mrd. Euro).

Mehr als drei Viertel der Umweltschutzausgaben entfielen auf die Abwasserwirtschaft (45 %) und Abfallwirtschaft (34 %), die die größten Ausgabenposten bildeten. Dahinter folgten  Ausgaben für die Vermeidung und Beseitigung von Umweltverunreinigungen (14 %) sowie die Bereiche Arten- und Landschaftsschutz, Forschung und Entwicklung und sonstige Umweltschutzaktivitäten (insgesamt: 7 %).

Verbraucher tragen mehr als die Hälfte der umweltbezogene Steuern


Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 58,5 Milliarden Euro an umweltbezogenen Steuern erhoben. Das war ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um rund 0,5 Prozent. Mehr als die Hälfte des umweltbezogenen Steueraufkommens (54 %) trugen 2016 die Privathaushalte (31,4 Mrd. Euro). Weitere 45 Prozent des Steuergesamtaufkommens entfiel auf inländische Unternehmen (26,2 Mrd. Euro), der Rest, rund 0,8 Prozent auf im Ausland ansässige Privathaushalte und Unternehmen. Als umweltbezogene Steuern werden solche Steuern bezeichnet, die umweltschädliche Aktivitäten verteuern und somit Anreize zu umweltfreundlichem Verhalten setzen.

Größter Einnahmeposten bei den umweltbezogenen Steuern war mit Steuereinnahmen von rund 40,1 Milliarden Euro die Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer). Dahinter folgten die Kraftfahrzeugsteuer (rund 9,0 Mird Euro) und die Stromsteuer (6,5 Milliarden Euro). Einen vergleichsweise bedeutenden Beitrag um umweltbezogenen Steueraufkommen steuerten zudem die Luftverkehrsteuer und die im Rahmen des europäischen Emissionshandels versteigerten Emissionsberechtigungen (jeweils 1,1 Mrd. Euro). „Weitere im Strompreis enthaltene Umlagen, wie etwa die Erneuerbare-Energien-(EEG)-Umlage, fallen definitionsgemäß weder unter die Umweltsteuern noch unter die Umweltschutzausgaben. Sie sind daher nicht enthalten“, so die Statistikbehörde. Im Jahr 2017 erhöhte sich das umweltbezogene Steueraufkommen nach Angaben des Bundesumweltamtes weiter leicht auf 58,9 Milliarden Euro.

cs/Destatis; Bild: Michael Schwarzenberger / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons

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