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News, 19.07.2018
Mehr Fördermittel für Fort- und Weiterbildung
Fortbildungsförderung über Aufstiegs-BAföG stark ausgeweitet
Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Erwerbsfähigen in Deutschland, die für eine Fortbildungsmaßnahme Förderleistungen nach dem sogenannten Aufstiegs-BAföG (AFBG) bezogen, gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Gleichzeitig wurde die Fördermittelsumme erheblich aufgestockt.
Am gefragtesten waren Fortbildungen in Handwerks- und Industrieberufen.
Am gefragtesten waren Fortbildungen in Handwerks- und Industrieberufen.

Im Jahr 2017 wurden vom Bund und den Kommunen insgesamt 641 Millionen Euro an Förderleistungen im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (Aufstiegs-BAföG, AFBG) zur Verfügung gestellt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das Volumen der Förderung damit um 11,2 Prozent höher als im Vorjahr. Das Aufstiegs-BAföG  ist ein altersunabhängiges Förderangebot, dass darauf ausgerichtet ist, allen erwerbsfähigen Personen eine Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen und so ihre beruflichen Chancen zu erhöhen. Gegenstand der Förderung sind Beihilfen zu den Kosten der besuchten Bildungsmaßnahme und finanzielle Unterstützungsleistungen zum Lebensunterhalt. Zurückzuführen ist der deutliche Anstieg des Fördermittelvolumens auf am 1. August 2016 in Kraft gesetzte Leistungsverbesserungen im Zuge des 3. AFBG-Änderungsgesetzes.

Aufstiegs-BAföG von Frauen deutlich stärker nachgefragt

Größter Posten bei den Förderleistungen waren bewilligte Darlehen. Hierfür wurden Mittel in Höhe von rund 370 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere 270 Millionen Euro entfielen auf Zuschüsse. Gut 95 Prozent hiervon flossen in die Sicherung des Lebensunterhalt (157 Mio. Euro) sowie die Finanzierung von Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (101 Mio. Euro), der Rest in Zuschüsse für den Kindererhöhungsbetrag (10 Mio. Euro), zur Kinderbetreuung (1 Mio. Euro) und zum Meisterstück (1 Mio. Euro).

Auch bei den Darlehen floss der Löwenanteil in den Lebensunterhalt (205 Mio. Euro) sowie in Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (154 Mio. Euro), Darlehen für die Bereiche Kindererhöhungsbetrag (8 Mio. Euro), Prüfungsvorbereitungsphase (3 Mio. Euro) und das Meisterstück (1 Mio. Euro) machten dagegen nur einen kleinen Bruchteil der Förderdarlehen aus. Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können diese frei entscheiden. Insgesamt überwies die Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten im Jahr 2017 Darlehen in Höhe von rund 275 Millionen Euro.

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Aufstiegs-BAföG erhöhte sich im Jahr 2017 auf knapp 165.000 Geförderte. Das waren 1,7 Prozent respektive 2.800 Geförderte mehr als im Jahr 2016. Knapp zwei Drittel der Leistungsempfänger waren Männer, nur gut ein Drittel Frauen. Allerdings hat sich der Anteil geförderter Frauen erhöht: Während ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent auf 58.000 anstieg, nahm die Zahl der männlichen Leistungsempfänger um 1,8 Prozent auf 106.000 ab.

Die gefragtesten Berufe mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem Aufstiegs-BAföG waren 2017 – ähnlich wie in den Vorjahren – bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom staatlich geprüften Maschinenbautechniker und vom staatlich geprüften Elektro-Techniker. Die häufigsten geförderten Berufe bei den Frauen waren die staatlich anerkannte Erzieherin, gefolgt von der geprüften Wirtschaftsfachwirtin und der Friseurmeisterin.

cs/Destatis; Bild: Ulrich Wechselberger / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Common

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