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News, 20.08.2010
Mehr Erwerbstätige
Beschäftigung in Deutschland steigt
Die gute Konjunktur wirkt auf den Arbeitsmarkt: Im zweiten Quartal erreichte die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland den höchsten Stand in einem Frühjahr seit 10 Jahren.
Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte, lag die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland  im zweiten Quartal 2010 erstmals wieder seit einem Jahr über dem Vorjahresniveau. Danach waren im zweiten Vierteljahr rund 40,3 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig, was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Anstieg um 72.000 Personen bzw. 0,2 Prozent entspricht. Zugleich erreichte das Niveau der Erwerbstätigkeit den höchsten Stand in einem zweiten Quartal im wiedervereinigten Deutschland und lag damit nur knapp unter dem Rekordwert im vierten Quartal 2008 (40,7 Millionen Erwerbstätige).

Im Vergleich zum ersten Quartal  legte die Beschäftigung in Deutschland sogar um 402.000 Erwerbstätige bzw. 1,0 Prozent zu. Dem Statistischen Bundesamt zufolge war der für ein zweites Quartal zwar übliche, in seinem Ausmaß aber ungewöhnliche hohe Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorquartal zum einen der konjunkturellen Erholung und zum anderen einem Nachholeffekt infolge der schlechten Witterung im ersten Quartal geschuldet. „Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal um 81 000 Personen oder 0,2%“, so die Statistikbehörde.

Entspannung in der Industrie

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen entwickelte sich die Erwerbstätigkeit auf Jahressicht gesehen unterschiedlich. Eine deutlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit vermeldeten die Dienstleistungsbereiche wie unter anderem der Handel, Finanzdienstleister, das Gastgewerbe, Verkehrsunternehmen und Unternehmensdienstleister. Hier lag die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal um 294.000 Personen bzw. 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Einen Zuwachs gab es auch im Baugewerbe, in dem die Erwerbstätigkeit ebenfalls auf Jahressicht um 0,4 Prozent bzw. 8.000 Personen stieg.

Weiter deutlich unter dem Vorjahresniveau blieb die Erwerbstätigkeit dagegen im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), wo die Zahl der Erwerbstätigen erneut um 227.000 Personen bzw. 2,9 Prozent auf Jahressicht zurückging und damit das sechste Quartal in Folge im Vergleich zum Vorjahr sank. Allerdings fielen die Beschäftigungsverluste hier deutlich geringer aus als in den Vorquartalen (erstes Quartal 2010: -4,1%; viertes Quartal 2009: -4,4%). In der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischereiwirtschaft lag die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (-0,3%).

Der Anstieg der Erwerbstätigkeit resultierte dem Statistikamt zufolge jeweils etwa zur Hälfte aus einer Zunahme der Arbeitnehmer (+ 39.000 Personen) und der Selbstständigen einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen (+ 33.000 Personen). Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im zweiten Quartal auf Jahressicht um 0,1 Prozent auf 35,81 Millionen Personen und die der Selbstständigen einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen um 0,7 Prozent auf 4,44 Millionen Personen.

Wochenarbeitszeit steigt wieder an

Das Anziehen der Konjunktur hat zu einem deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Arbeitszeit geführt. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, lag die Zahl der im Durchschnitt von einem Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden im zweiten Quartal 2010 mit 335,8 Stunden um 2,3 Prozent höher als Vorjahr. „Wesentlich dazu beigetragen haben die verringerte Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Anstieg der normalen Wochenarbeitszeit und der Überstunden“, erklärten hierzu die Statistiker. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 2,5% auf 13,5 Milliarden Stunden.
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